Januar: Auf einer Versammlung in der Königspfalz Quierzy beschließen die Franken unter Karl dem Großen im Rahmen der Sachsenkriege einen zweiten Feldzug gegen die Sachsen; das Heer wird daraufhin im Frühjahr in Köln versammelt, von wo der Vormarsch entlang der so genannten Kaiser-Route erfolgt. Die sächsische Sigiburg über der Ruhr und die Eresburg werden von den Franken eingenommen. Während die Engern besiegt werden, bei Höxter die Weser überschritten wird und auch die Ostfalen geschlagen werden, erleidet ein fränkischer Verband gegen die Westfalen eine Niederlage.
Oktober: Tod des KalifenAbū Dschaʿfar al-Mansūr, zweiter Kalif der Abbasiden, stirbt nach einem Sturz von seinem Pferd. Sein von ihm als Thronfolger designierter Sohn al-Mahdi folgt ihm als Kalif nach. Unter seiner Regierung wird der Ausbau der Reichsverwaltung fortgesetzt und der politische Kurs al-Mansurs beibehalten. Wie dieser stützt sich auch al-Mahdi vorwiegend auf abbasidische Familienmitglieder. Anders als seine beiden Vorgänger scheint al-Mahdi aber dem religiösen Aspekt seines Amtes mehr Gewicht beigemessen zu haben. Am Anfang seiner Regierungszeit muss er sich mit dem Aufstand von al-Muqannaʿ auseinandersetzen, der die Stadt Samarkand erobert hat.
um 775: Die Oghusen, die aus dem Osten von den Uiguren vertrieben wurden, siedeln am Aralsee und dem unteren Syrdarja.
774/775: Laut einer wissenschaftlichen Hypothese trifft ein außergewöhnlich starker Schauer von kosmischer Strahlung die Erde, der zu einer Anhebung des C14-Gehalts um 1,2% führt und auch zu deutlich höheren Werten an Beryllium-10 (Be-10).[1]