Die burgundische Regentin Brunichild lässt dem AlamannenherzogUncilin aus Rache für die Ermordung ihres Hausmeiers Protadius einen Fuß abschlagen. Nach der Lex Alamannorum wird er dadurch amtsunfähig, weil er nicht mehr in der Lage ist, ohne Hilfe ein Pferd zu besteigen.
Auf Initiative ihres Schwiegersohns Shōtoku entsendet die japanische Kaiserin Suiko erstmals Botschafter ins China der Sui-Dynastie an den Hof Kaiser Yangdis. Seitdem werden regelmäßig Studenten und Mönche ins Kaiserreich China gesandt, was zu einem politischen, kulturellen und religiösen Austausch führt.
Bonifatius III. wird am 19. Februar als Nachfolger des vor einem Jahr verstorbenen Sabinianus zum Papst gewählt. Der bisherige Diakon und Gesandte des Papstes am Hof von Konstantinopel legt während seines kurzen Pontifikats fest, dass kein Mensch über einen Nachfolger eines Papstes reden darf, solange der Papst noch lebt. Zuwiderhandlung wird mit der Exkommunikation geahndet. Weiters darf kein neuer Papst gewählt werden, bevor der alte Papst nicht bereits drei Tage tot ist. Nach knapp neun Monaten auf dem Thron Petris stirbt Bonifatius III. am 12. November. Nach seinem Tod erfolgt eine Sedisvakanz bis zum Sommer des folgenden Jahres.
Der buddhistischeHōryū-ji-Tempel in Ikaruga, das heute älteste noch bestehende Holzbaugebäude der Welt, wird fertiggestellt. Der Tempel und eine Buddhastatue wird von Shōtoku, Sohn des verstorbenen Kaisers Yōmei, und von Kaiserin Suiko errichtet, die damit dem Wunsch des Verstorbenen entsprechen, der mit dem Bau ein Gelübde erfüllen wollte.