Das byzantinische Reich (blau) bei der Thronbesteigung von Justinian I. (527 n.Chr.) bis zu seinem Tod (565 n.Chr.). Zu Beginn der justitianischen Restauration war im Verlauf des 5. Jahrhunderts der Westen des Imperii Romani (violett) der direkten kaiserlichen Kontrolle entglitten. Im Norden die Franken unter Childebert I., im Hispanien das Westgotenreich unter Theudis und seinen Nachfolgern
Im Jahr 527 besteigt Justinian I. als Nachfolger seines Onkels Justin I. den Thron des spätantiken Byzantinischen Reiches. Seine Ehefrau Theodora, die gemäß den Quellen einen großen Einfluss auf den neuen Kaiser ausübt, erhält noch im selben Jahr den Titel Augusta. Justinian erbt aus dem Vorjahr einen Krieg mit dem Perserreich unter Kavadh I.
Justinian I., Mosaikdetail aus der Kirche San Vitale in Ravenna
1. April: Der oströmische Kaiser Justin I. bestimmt seinen Neffen Justinian I. zum Mitkaiser (Augustus) und Thronerben. Die Zeremonie findet ungewöhnlicherweise nicht öffentlich, sondern im Palast statt, auch wenn Justinian laut Johannes Zonaras anschließend im Hippodrom auch die Akklamation durch das Volk entgegennimmt.
1. August: Justinian I. wird nach dem Tod seines Onkels Justin I. dessen Nachfolger als oströmischer Kaiser. Seine Ehefrau Theodora erhält den Titel Augusta. Der im Vorjahr begonnene Krieg mit dem Perserreich unter Kavadh I. wird fortgesetzt. Der Sassanide Kavadh forderte nun wiederholt nicht nur Iberien, sondern auch die Zerstörung der Festung Dara und jährliche römische Zahlungen von 500 Goldpfund.