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3I/ATLAS

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Komet
3I/ATLAS
3I/ATLAS am 27. August 2025,
aufgenommen durch Gemini South in Chile
3I/ATLAS am 27. August 2025,
aufgenommen durch Gemini South in Chile
Eigenschaften des Orbits (Animation)
Epoche: 19. Februar 2026 (JD 2.461.090,5)
Orbittyp interstellarer Komet
Numerische Exzentrizität 6,141
Perihel 1,356 AE
Neigung der Bahnebene 175,1°
Periheldurchgang 29. Oktober 2025
Bahngeschwindigkeit im Perihel 68,3 km/s
Geschichte
EntdeckerATLAS
Datum der Entdeckung 1. Juli 2025
Ältere Bezeichnung C/2025 N1 (ATLAS)
Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten von JPL Small-Body Database Browser. Bitte auch den Hinweis zu Kometenartikeln beachten.

3I/ATLAS oder C/2025 N1 (ATLAS) ist ein Komet, der 2025 und 2026 mit Teleskopen beobachtet werden konnte. Nach 1I/ʻOumuamua und 2I/Borisov ist es das dritte als interstellar klassifizierte Objekt, das bis dahin im Sonnensystem entdeckt wurde.

Entdeckung und Beobachtung

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Das astronomische Frühwarnsystem Asteroid Terrestrial-impact Last Alert System (ATLAS) entdeckte am 1. Juli 2025 mit einem Teleskop am El-Sauce-Observatorium in Chile auf vier Aufnahmen ein Objekt mit einer Helligkeit von 17,8 mag. Es wurde anfangs als möglicherweise Erdnahes Objekt (NEO) eingestuft, das auf seinem weiteren Flug durch das Sonnensystem der Erde nahekommen könnte. Kurz darauf wurde es auch auf archivierten Aufnahmen seit dem 14. Juni 2025 mit der Zwicky Transient Facility (ZTF) am Palomar-Observatorium in Kalifornien, dem Gravitational-wave Optical Transient Observer (GOTO) in Südafrika und mit ATLAS in Chile, Südafrika und auf Hawaiʻi aufgefunden, so dass mit diesen Daten eine erste Bahnbestimmung durchgeführt werden konnte.[1]

Überraschenderweise bewegte sich das Objekt demnach nicht auf einer elliptischen Bahn um die Sonne, wie es bei Asteroiden und in den meisten Fällen bei Kometen des Sonnensystems die Regel ist, sondern auf einer stark hyperbolischen Bahn, die es nicht nahe zur Erde bringen würde. Da es auch Anzeichen von Ausgasung gab, wurde der Himmelskörper als drittes interstellares Objekt und als Komet eingestuft und erhielt seine entsprechende Bezeichnung.[2][3] In der Folge konnte der Komet sogar auf Aufnahmen des Weltraumteleskops Transiting Exoplanet Survey Satellite (TESS) und der ZTF aufgefunden werden, die bis zum 8. Mai 2025 zurückreichen, als seine Helligkeit erst bei 21,6 mag lag.

Der Komet befand sich zum Zeitpunkt seiner Entdeckung bei etwa 4,51 AE Sonnenabstand im Bereich des äußeren Asteroidengürtels zwischen den Umlaufbahnen der Planeten Jupiter und Mars und bewegte sich weiterhin auf die Sonne zu. Am 27. August 2025 wurde durch das Gemini-South-Observatorium in Chile ein länger werdender Schweif erfasst, der wie bei Kometen üblich von der Sonne weg gerichtet ist.[4] Ab Ende September/Anfang Oktober war 3I/ATLAS von der Erde aus zunächst nicht mehr zu sehen, da er zu dieser Zeit am Abendhimmel zu nahe bei der Sonne stand. Ab Anfang November war er dann wieder am Morgenhimmel zu beobachten und erreichte in den folgenden Wochen maximale Helligkeiten im Bereich von etwa 9 mag.

Nachdem der Komet bei seinem nahen Vorbeiflug am Mars am 3. Oktober 2025 durch die im Orbit um den Planeten befindlichen Raumsonden Mars Reconnaissance Orbiter, Mars Express, ExoMars Trace Gas Orbiter und Tianwen-1 aus einer Distanz von 30 Mio. km visuell, photometrisch und spektroskopisch beobachtet werden konnte, erfolgte in der Zeit vom 18. Oktober bis zum 5. November, als der Komet während seiner größten Annäherung an die Sonne nicht von der Erde aus zu beobachten war, eine optische Überwachung mit dem Wide-Field Imager for Solar Probe (WISPR)-Instrument der Raumsonde Parker Solar Probe.[5] Vom 2. November bis 25. November 2025 ergab sich auch die Gelegenheit, ihn mit fünf Instrumenten an Bord der auf ihrem Weg zu den Jupitermonden befindlichen Raumsonde JUICE zu beobachten, die nach geringer Vorlaufzeit speziell darauf programmiert worden war. Ihre größte Annäherung an 3I/ATLAS wurde am 4. November bei etwa 0,4 AE (ca. 60 Mio. km) Abstand erreicht.[6]

Die letzte Beobachtung des Kometen erfolgte am 14. April 2026 am Astrocamp Nerpio in Spanien bei einer Helligkeit von etwa 18,7 mag.

Wissenschaftliche Auswertung

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Beobachtungen vor und in den ersten Tagen nach der Entdeckung

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Prediscovery-Aufnahme von 3I/ATLAS durch das Vera C. Rubin Observatory in Chile am 21. Juni 2025

Nahezu ununterbrochen waren bereits vom 7. Mai bis 2. Juni 2025 durch das Weltraumteleskop TESS Aufnahmen von 3I/ATLAS noch vor seiner eigentlichen Entdeckung gemacht worden. Das Objekt konnte darauf aber erst nachträglich durch Bildbearbeitung sichtbar gemacht werden. Eine Auswertung der photometrischen Daten gab zu der Vermutung Anlass, dass das Objekt bereits bei einem Sonnenabstand von etwa 6 AE kometarische Aktivität gezeigt haben könnte, was in dieser Entfernung noch nicht auf der Sublimation von Wassereis beruhen konnte. Die Daten ließen aber noch keine Ableitung einer Rotationsperiode zu.[7][8] Auch auf Aufnahmen der Zwicky Transient Facility (ZTF) ab dem 15. Juni, die sich dann noch bis zum 20. Juli erstreckten, konnte 3I/ATLAS aufgefunden werden. Auch hier wurde aus seiner Helligkeitsentwicklung abgeleitet, dass das Objekt mindestens seit einem Sonnenabstand von 6,5 AE (d. h. etwa ab Anfang Mai) aktiv war. Es wurde geschätzt, dass die Produktionsrate von Staub Anfang Mai bei 5 kg/s lag und sich bis Mitte Juli auf 30 kg/s steigerte. Der gleichmäßige Ausstoß von Staub könnte bereits bei einem Sonnenabstand von 9 AE begonnen haben, als die Sublimation von Kohlenstoffdioxid (CO2) einsetzte. Eine Suche nach Anzeichen des Kometen auf Aufnahmen aus dem Jahr 2024, als er noch zwischen 17 und 13 AE von der Sonne entfernt war, erbrachte keine Hinweise auf Helligkeitsausbrüche zu dieser Zeit.[9] Das Vera C. Rubin Observatory in Chile befand sich noch in der routinemäßigen Hochlaufphase vor seiner offiziellen Inbetriebnahme, erfasste aber währenddessen bereits Fotografien der Himmelsregion, in der sich 3I/ATLAS bewegte. Der Komet konnte dann auch auf Prediscovery-Aufnahmen ab dem 21. Juni gefunden werden, die dann anschließend noch mit weiteren Aufnahmen bis zum 20. Juli ergänzt wurden. Die hochauflösenden Bilder zeigten eine Staubkoma um den Kometen und ermöglichten genaue astrometrische und photometrische Auswertungen. Für den 2. Juli wurde die Produktionsrate von Staub zu 10–100 kg/s abgeschätzt.[10]

Direkt nach der Entdeckung des Kometen wurde vom 2. bis 5. Juli 2025 eine Beobachtungsreihe zu seiner vorläufigen Charakterisierung gestartet, an der das Canada-France-Hawaii Telescope (CFHT) am Mauna-Kea-Observatorium auf Hawaiʻi, das Very Large Telescope (VLT) am Paranal-Observatorium in Chile sowie kleinere Teleskope auf dem Haleakalā auf Hawaiʻi, am Siding-Spring-Observatorium in Australien, am Observatori Astronòmic del Montsec in Katalonien und die beiden TRAPPIST-Teleskope in Marokko und Chile beteiligt waren. Im Verlauf der vier Tage konnte eine schwache Aktivität mit geringen Helligkeitsveränderungen festgestellt werden, während das beobachtete Spektrum demjenigen anderer interstellarer Objekte und ursprünglicher Kleinkörper des Sonnensystems (Kometen und Asteroiden vom D-Typ) entsprach.[11] Astrometrische und photometrische Messungen erfolgten am 2., 3. und 6. Juli am Kottamia Astronomical Observatory in Ägypten, am Palomar-Observatorium und am Apache Point Observatory in New Mexico, für die Produktionsrate von Staub wurden Werte von 0,1–1 kg/s angenommen.[12] Photometrische Beobachtungen vom 2. bis 5. Juli mit dem Two-meter Twin Telescope (TTT) am Observatorio del Teide auf Teneriffa sowie spektroskopische Messungen am 4. Juli mit dem Gran Telescopio Canarias (GTC) am Roque-de-los-Muchachos-Observatorium auf La Palma erbrachten ebenfalls ein Spektrum, das etwas röter als das von D-Typ-Asteroiden ist. Aus der gemessenen Lichtkurve konnte nun eine Rotationsperiode von etwa 16,8 h abgeleitet werden.[13]

Am 3. Juli erfolgten spektroskopische Untersuchungen im sichtbaren Bereich am Southern Astrophysical Research Telescope (SOAR) in Chile. Das gemessene Reflexionsspektrum zeigte noch keine der bei Kometen üblichen Emissionslinien von CN, C3, C2, CO+ oder neutralem Sauerstoff.[14] Beobachtungen am 3. und 4. Juli 2025 mit der Infrared Telescope Facility (IRTF) am Mauna-Kea-Observatorium auf Hawaiʻi erfolgten photometrisch im sichtbaren und spektroskopisch im nah-infraroten Bereich, dabei wurden in der Koma keine signifikanten Absorptionseffekte durch Wassereis festgestellt.[15] Spektroskopische Messungen am 3. Juli mit dem Very Large Telescope (VLT) in Verbindung mit photometrischen Beobachtungen vom 3. bis 6. Juli am TRAPPIST-North-Teleskop in Marokko zeigten eine rötlich gefärbte Koma, vergleichbar mit der Färbung von TNOs und Zentauren des Sonnensystems, aber keine Emissionslinien von C2, NH2, CN oder neutralem Sauerstoff, was auf eine reine Staubkoma hindeutete.[16] Am 4. und 5. Juli 2025 wurden weitere spektroskopische Messungen im sichtbaren und nah-infraroten Bereich mit dem Very Large Telescope (VLT) durchgeführt. Trotz der eindeutigen Aktivität des Objektes ließen sich für die Produktionsraten von OH und CN lediglich Obergrenzen von 23 kg/s bzw. 24 g/s abschätzen. Aus dem Wert für OH als Resultat der Photodissoziation von Wasser wurde auf eine Wasserproduktion von weniger als 27 kg/s geschlossen.[17]

Weitere Forschung bis zum Periheldurchgang

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Vom 2. bis 29. Juli 2025 erfolgten spektroskopische Beobachtungen mit dem Southern African Large Telescope (SALT) in Südafrika und dem Nordic Optical Telescope (NOT) am Roque-de-los-Muchachos-Observatorium auf La Palma sowie photometrische Messungen mit verschiedenen Teleskopen in Hawaiʻi, Australien, La Palma, Katalonien, Südafrika und der Slowakei. Der Komet zeigte während des Beobachtungszeitraums eine zunehmende Staubaktivität und eine Rötung der Farbe, wobei kein sichtbarer Schweif festgestellt wurde. Die morphologischen und photometrischen Eigenschaften von 3I/ATLAS standen im Einklang mit denen eines schwach aktiven Kometen aus dem äußeren Sonnensystem, ungeachtet seines interstellaren Ursprungs. Die Staubproduktion wurde zu 0,3–4,2 kg/s abgeschätzt, während aus der Lichtkurve eine Rotationsperiode von 16,16 h abgeleitet wurde.[18]

3I/ATLAS am 21. Juli 2025, aufgenommen durch das Hubble-Weltraumteleskop (HST)

Das Hungarian-made Automated Telescope PI Steradians (HATPI) am Las-Campanas-Observatorium in Chile hatte die Himmelsregion, in der sich 3I/ATLAS bewegte, bereits seit dem 1. Mai beobachtet. Ein sicherer Nachweis des Kometen gelang erstmals auf Aufnahmen vom 2. Juli und die Beobachtung des Objekts konnte anschließend noch bis zum 13. September fortgesetzt werden.[19] Im Zeitraum vom 2. Juli bis 5. September wurde 3I/ATLAS während 37 Nächten mit dem Two-meter Twin Telescope (TTT) am Observatorio del Teide auf Teneriffa beobachtet. In sieben Nächten im August konnte dabei ein schwacher, aber klar erkennbarer Jet in Sonnenrichtung entdeckt werden, der eine Präzessionsbewegung um die auf die Himmelsebene projizierte Rotationsachse des Kometenkerns ausführte. Der Jet war verantwortlich für eine ebenfalls in Sonnenrichtung ausgedehnte Staubwolke um den Kometen zu dieser Zeit, während sich später ein wie üblich von der Sonne weg gerichteter Schweif ausbildete. Unter der Annahme, dass der Jet aus einer einzelnen Quelle in Polnähe stammte, wurde daraus auf eine Rotationsperiode des Kerns von etwa 15,5 ± 0,7 h geschlossen – ein etwas geringerer Wert als zuvor aus photometrischen Messungen bestimmt worden war.[20] Auch hochaufgelöste Aufnahmen des Hubble-Weltraumteleskops (HST) vom 21. Juli zeigten Staub, der in Richtung zur Sonne ausgestoßen wurde, und einen schwachen Schweif, der von der Sonne weg zeigte. Für den Durchmesser des Kometenkerns wurden untere und obere Grenzen von 440 m bzw. 5,6 km abgeleitet. Der Massenverlust wurde auf 12–120 kg/s geschätzt, diese Größenordnung hätte dabei sowohl durch die Sublimation von Wassereis, CO2 als auch CO verursacht werden können.[21]

Aufnahmen aus dem Zeitraum 3. Juli bis 22. September an zwei Observatorien in Spanien zeigten nur einen schwachen Schweif, die photometrischen Daten wiesen aber auf eine zunehmende Aktivität hin.[22] Beobachtungen vom 13. Juli bis 18. September 2025 mit dem 7-Dimensional Telescope der Seoul National University, einem Multi-Teleskop-System am El-Sauce-Observatorium in Chile, erbrachten räumlich aufgelöste Darstellungen der Gas- und Staubaktivität des Kometen. Die Produktion von CN relativ zu der von Staub verzeichnete währenddessen einen starken Anstieg.[23] Aus mit dem Nordic Optical Telescope (NOT) durchgeführten Messungen vom 2. Juli bis 30. September wurde eine Staubproduktion von etwa 180 kg/s bei einem Sonnenabstand von 2 AE um den 20. September ermittelt.[24]

Spektroskopische Messungen am 5. und 14. Juli im sichtbaren Bereich am Gemini South Observatory und im nah-infraroten Bereich mit der Infrared Telescope Facility (IRTF) erbrachten den Nachweis von Körnern aus Wassereis in der Koma. Die gemessenen Spektren entsprachen einer Modellierung durch ein Gemisch aus 63 % amorphem Kohlenstoff und 37 % Wassereis.[25] Auch spektroskopische Beobachtungen am 15. Juli im sichtbaren Bereich am Okayama Observatory der Universität Kyōto in Japan bestätigten die rötliche Farbe des Kometen.[26] Spektroskopische und photometrische Messungen vom 8. bis 17. August am MDM Observatory auf dem Kitt Peak in Arizona zeigten eine beginnende Emission von CN, für das eine bis auf 0,3 kg/s ansteigende Produktionsrate bestimmt wurde.[27]

Vom 17. Juli bis 28. August wurden polarimetrische Messungen der Koma von 3I/ATLAS mit dem Very Large Telescope (VLT), dem Nordic Optical Telescope (NOT) sowie dem 2-m-Ritchey-Chrétien-Coudé-Teleskop am Nationalen Astronomischen Observatorium Roschen in Bulgarien durchgeführt. Die Resultate waren gekennzeichnet durch eine extrem negative Polarisation, die sich von der aller bekannten Kometen, sowohl interstellar als aus unserem Sonnensystem stammend, unterschied.[28] Dieses Ergebnis wies auf eine relativ geringe Konzentration an Mg-reichen Silicaten gegenüber kohlenstoffhaltigen Partikeln in der inneren Koma hin. Das steht im Einklang damit, dass es sich um einen älteren Kometen handelt, der weniger Veränderungen durch nahe Begegnungen mit Sternen erfahren hat als die meisten Kometen des Sonnensystems.[29]

Bei Beobachtungen am 31. Juli und 18./20. August mit dem Weltraumteleskop Neil Gehrels Swift Observatory konnte mit dessen Ultraviolet/Optical Telescope die Signatur von OH auch im mittleren Ultraviolett entdeckt und damit das Vorkommen von Wasser in der Kometenkoma bestätigt werden. Die abgeleitete Produktionsrate von Wasser stieg im Beobachtungszeitraum von etwa 22 auf 40 kg/s bei einem Sonnenabstand von 2,9 AE, einer Distanz, bei der nur wenige Kometen eine OH-Emission zeigten.[30] Die bei der Spektroskopie in nahen Infrarot am 6. August mit dem James-Webb-Weltraumteleskop (JWST) gewonnenen Spektralbilder zeigen eine CO2-dominierte Koma mit verstärkter Ausgasung in Richtung Sonne und das Vorhandensein von Wasser, Kohlenstoffmonoxid (CO), Wassereis, Staub sowie einen ersten Nachweis von Carbonylsulfid (OCS). Das CO2/H2O-Mischungsverhältnis der Koma von etwa 7,6 gehörte zu den höchsten, die jemals in einem Kometen beobachtet wurden.[31]

Aus spektroskopischen Messungen am 16. August mit dem Telescopio Nazionale Galileo (TNG) am Roque-de-los-Muchachos-Observatorium auf La Palma wurde die Produktionsrate von CN zu 18 g/s bestimmt, es konnten aber keine Emissionslinien von C2 oder C3 festgestellt werden und daher dafür nur Obergrenzen im Bereich von ein bis zwei g/s angegeben werden. Die daraus resultierenden niedrigen Verhältnisse von C2/CN und C3/CN klassifizieren 3I/ATLAS als einen Kometen, der stark an Kohlenstoffketten verarmt ist.[32] Dagegen erbrachten spektroskopische Messungen im sichtbaren Bereich am 14. September mit dem Gemini-South-Teleskop in Chile einen klaren Nachweis von CN, C3 und C2, außerdem konnte ein von der Sonne weg gerichteter Schweif beobachtet werden.[33]

3I/ATLAS am 26. November 2025, aufgenommen durch das Gemini-North-Teleskop auf Hawaiʻi

Als der Komet bei der Annäherung an sein Perihel von der Erde aus gesehen am Himmel auch immer näher zur Sonne rückte, konnte er mit erdgebundenen optischen Teleskopen immer schwieriger bzw. nicht mehr beobachtet werden. Beobachtungen mit Radioteleskopen oder mit Raumsonden im Marsorbit oder weit von der Erde entfernt im Weltall (siehe oben) waren aber noch möglich: So konnte durch Beobachtungen vom 15. August bis 29. September mit dem 13,7-m-MillimeterWave-Teleskop der Sternwarte am purpurnen Berg in China bei 115 GHz weiter die Produktionsrate von CO überwacht werden, sie lag zwischen 2,3 und 1,8 AE Sonnenabstand bei etwa 270 kg/s. Ebenso konnte durch Messungen vom 26. August bis 23. September mit dem 65-m-Tianma-Radioteleskop (TMRT) in China bei 1,6 GHz die Produktionsrate von OH bei 2,3 bis 2,0 AE Sonnenabstand zu 370 bis 530 kg/s bestimmt werden, woraus ein Verhältnis von CO/H2O von 0,28 abgeleitet wurde. Das reichliche Vorkommen von Wasser wurde nicht nur auf direkte Ausgasung des Kometenkerns, sondern zum größten Teil auf ausgedehnt in der Koma verdampfende Eiskörner zurückgeführt.[34]

Aus drei Aufnahmen, die zwischen 30. September und 3. Oktober 2025 durch die im Marsorbit befindliche chinesische Raumsonde Tianwen-1 gemacht worden waren, wurde auf eine Größe der Partikel in Koma und Schweif des Kometen von überwiegend einigen hundert Mikrometern geschlossen, die mit einer Geschwindigkeit von 3–10 m/s ausgestoßen wurden. Die Massenverlustrate durch Staub wurde zu dieser Zeit auf 1 t/s geschätzt.[35]

Nur wenige Tage vor dem Periheldurchgang des Kometen, als er von der Erde aus gesehen nur knapp 4° von der Sonne entfernt am Himmel stand, konnte er am 24. Oktober mit dem MeerKAT-Radioteleskop am South African Radio Astronomy Observatory (SARAO) in Südafrika im Dezimeterwellenbereich bei 1,665 und 1,667 GHz beobachtet werden. Im Gegensatz zu vorangegangenen Messungen am 20. und 28. September konnte dabei eine Absorption durch OH festgestellt werden.[36]

Nach dem Periheldurchgang

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Direkt nach dem Periheldurchgang wurden vom 1. bis 3. November mit dem 30-m-Radioteleskop des Instituts für Radioastronomie im Millimeterbereich (IRAM) in Spanien im Millimeterwellen-Bereich deutliche Emissionslinien von Cyanwasserstoff (HCN), CO und Formaldehyd (H2CO), mehrere Linien von Methanol (CH3OH) sowie schwächere Linien von Kohlenstoffmonosulfid (CS), Acetonitril (CH3CN), Isocyanwasserstoff (HNC) und HCO+ registriert sowie deren Produktionsraten bestimmt.[37] Zeitgleich erfolgten am 2. November spektroskopische Messungen des Emissionsbands von Wasser im mittleren Infrarot durch die Raumsonde JUICE (siehe oben). Es wurde daraus die Produktionsrate von Wasser zu 2 t/s bestimmt. Auch am 12. und 19. November konnten die Emissionslinien von Wasser beobachtet werden und für den 12. November ein ähnlicher Wert für die Produktionsrate abgeleitet werden.[38]

Nachdem bereits am 24. Oktober mit dem MeerKAT-Radioteleskop in Südafrika Messungen durchgeführt worden waren (siehe oben), erfolgten damit weitere Beobachtungen vom 4. bis 12. November. Bei mehreren Gelegenheiten wurden wieder die OH-Linien bei 1,665 und 1,667 GHz festgestellt.[39] Beobachtungen am 16. November mit dem Teleskop II des Keck-Observatoriums auf dem Mauna Kea bestätigten die bereits früher berichtete Ausgasung von CN, Fe und Ni sowie den Nachweis der Kohlenstoffkettenmoleküle C2 und C3. Für die Produktionsrate von Fe- und Ni-Atomen wurden etwa 4 bzw. 3 kg/s bestimmt, deren gegenseitiges Verhältnis gut mit dem von Kometen des Sonnensystems übereinstimmt.[40]

Aus Beobachtungen mit dem Teleskop TRAPPIST-North in Marokko am 22., 27. und 28. November wurden die Produktionsraten von OH, CN, C2 und NH zu etwa 470, 2,4, 2,4 bzw. 0,6 kg/s bestimmt. Die Zusammensetzung der Koma schien sich von der eines an Kohlenstoffketten stark verarmten Kometen hin zu der eines typischen Kometen gewandelt zu haben. Dies ließe sich dadurch erklären, dass die Ausgasung von C2 und C3 erst einsetzte, als der Komet dem Perihel nahe genug war, oder dass der Kern inhomogen ist und am Perihel einem saisonalen Effekt unterlag. Im Vergleich zu Kometen aus der Oortschen Wolke wies 3I/ATLAS eine recht hohe Staubproduktion sowie ein hohes Staub-Gas-Verhältnis auf.[41] Spektroskopische Messungen im Zeitraum 29. November bis 6. Dezember am Koyama Astronomical Observatory (KAO) in Japan erbrachten Spektren, die ausgeprägte Emissionslinien von CN, C3, C2 und neutralem Sauerstoff zeigten, aber keine von NH2. Die Mischungsverhältnisse von CN, C3 und C2 relativ zu Wasser stimmen mit der normalen Population von Kometen des Sonnensystems überein, wohingegen NH2 – zumindest nach dem Perihel – deutlich abgereichert war. Diese Eigenschaft der Zusammensetzung spiegelte wahrscheinlich eine geringe Konzentration von Ammoniak (NH3) in dem in 3I/ATLAS enthaltenen Eis wider.[42]

3I/ATLAS am 18. Januar 2026, aufgenommen durch das Very Large Telescope (VLT) in Chile

Aus Messungen am 26. November mit dem Teleskop Gemini-North auf Hawaiʻi wurden die Produktionsraten von CN, C3 und C2 zu etwa 31, 1,1 bzw. 17 kg/s abgeschätzt,[43] während Messungen am 22. Dezember zu Werten von etwa 28, 0,4 bzw. 9 kg/s führten.[44] Bei weiteren Beobachtungen am 20. und 21. Januar 2026, als auch ein 250.000 km langer Schweif registriert wurde, waren die Werte bereits deutlich auf 0,2, 0,03 bzw. 0,2 kg/s gefallen.[45]

Unter Verwendung aller verfügbaren astrometrischen Daten terrestrischer Beobachtungen, der Weltraumteleskope TESS und HST sowie der Raumsonden Psyche und ExoMars Trace Gas Orbiter konnte eine Untersuchung vom Dezember 2025 genauere Werte für eine asymmetrische nicht-gravitative Beschleunigung von 3I/ATLAS bestimmen, deren maximaler Effekt etwa einen Monat vor dem Perihel erreicht wurde. Für die Masse des Kometen im August 2025 wurden unter Annahme einer vorwiegend durch CO2 getriebenen Ausgasung 44 Mio. t abgeleitet, was mit einer angenommenen mittleren Dichte von 0,2 bis 0,6 g/cm³ einem Durchmesser von 520–750 m entspricht.[46]

Aus Beobachtungen aus dem Zeitraum Juli/August 2025 am Calar-Alto-Observatorium in Spanien und am Roque-de-los-Muchachos-Observatorium auf La Palma sowie aus dem Zeitraum Dezember 2025 bis Februar 2026 am Observatorio del Teide auf Teneriffa konnte eine Untersuchung die physikalischen Eigenschaften des Staubs, die Auswurfgeschwindigkeiten sowie die Produktionsraten in Abhängigkeit vom heliozentrischen Abstand von etwa 4 AE vor dem Perihel bis zu etwa 4 AE nach dem Perihel bestimmen. Eine Modellierung des Staubschweifs wies auf eine Staubgrößen­verteilung mit Partikelradien im Bereich zwischen 10 µm und 1–10 cm hin, für die maximale Produktionsrate während des Perihels wurde ein Wert von 5–18 t/s gefunden.[47]

Suche nach Technosignaturen

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Mehrere Forschungskampagnen untersuchten, ob von dem interstellaren Besucher 3I/ATLAS ausgehende Signale festzustellen wären, die auf einen technischen Ursprung hinweisen würden. Vom 3. bis 10. Juli 2025 wurden mit dem Allen Telescope Array (ATA) am Search for Extraterrestrial Intelligence (SETI)-Forschungszentrum am Hat-Creek-Radioobservatorium (HCRO) in Kalifornien radio-interferometrische Messungen durchgeführt, um mögliche Technosignaturen im Frequenzbereich 1–9 GHz festzustellen. Es wurden dabei aber keine Signale gefunden, die eine weitergehende Untersuchung gerechtfertigt hätten. Es wurde eine Obergrenze für die äquivalente isotrope Strahlungsleistung (EIRP) von 10–110 W festgelegt für den gesamten Frequenzbereich, den die Durchmusterung abdeckte.[48]

Am 5. November 2025 wurden mit dem MeerKAT-Radioteleskop am South African Radio Astronomy Observatory (SARAO) in Südafrika zu zwei verschiedenen Zeitpunkten eine Suche nach schmalbandigen Funksignalen aus der Richtung von 3I/ATLAS durchgeführt, wobei auch eine Echtzeitsuche nach Technosignaturen erfolgte. Keines der registrierten Signale stimmte jedoch räumlich mit der Position von 3I/ATLAS überein, sodass sie höchstwahrscheinlich auf anthropogene Funkstörungen (RFI) zurückzuführen waren. Basierend auf diesen Beobachtungen wurde eine Nachweisgrenze von 0,17 W im Frequenzbereich von 900 bis 1670 MHz und in der Entfernung von 3I/ATLAS (zum damaligen Zeitpunkt 334 Mio. km) ermittelt – ein Wert, der in etwa der Sendeleistung eines Mobiltelefons entspräche.[39]

Bahn des Kometen

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Für 3I/ATLAS konnte aus 782 Beobachtungsdaten über einen Zeitraum von 9 Monaten eine stark hyperbolische Bahn bestimmt werden, die um rund 175° gegen die Ekliptik geneigt ist.[49] Sie verläuft damit nahezu in der Bahnebene der Planeten, aber er bewegt sich retrograd zu ihnen. Im sonnennächsten Punkt (Perihel), den der Komet am 29. Oktober 2025 durchlief, war er etwa 202,9 Mio. km von der Sonne entfernt und bewegte sich zwischen den Umlaufbahnen von Mars und Erde. Dem Mars hatte sich der Komet am 3. Oktober bis auf etwa 29,0 Mio. km (0,19 AE) genähert (um den 24. November 2025 erfolgte sogar eine Annäherung an dessen Umlaufbahn bis auf etwa 2,7 Mio. km (0,018 AE), wobei der Planet sich zu diesem Zeitpunkt aber bereits weit entfernt befand), aber der Erde kam er am 19. Dezember nicht näher als 268,9 Mio. km (1,80 AE). Am 16. März 2026 passierte er den Jupiter in einem geringen Abstand von nur etwa 53,6 Mio. km (0,36 AE), aber noch außerhalb von dessen Hill-Sphäre.

Bahn von 3I/ATLAS durch das Sonnen­system (von rechts unten nach links oben)

Nach den Bahnelementen, wie sie in der JPL Small-Body Database angegeben sind und die auch asymmetrische nicht-gravitative Kräfte auf den Kometen berücksichtigen, hatte die Bahn von 3I/ATLAS lange vor der Passage des inneren Sonnensystems noch eine Exzentrizität von etwa 6,159. Durch die Anziehungskräfte der Planeten und die Ausgasungseffekte in Sonnennähe wird seine Bahn nur wenig beeinflusst, seine Bahnexzentrizität wird dadurch zukünftig geringfügig auf etwa 6,139 verringert.

Der Komet näherte sich dem Sonnensystem aus Richtung des Sternbilds Schütze. Bei seinem Flug wird er durch die Anziehungskraft der Sonne um etwa 18,7° aus seiner ursprünglichen Bewegungsrichtung abgelenkt, sodass er sich zukünftig in Richtung der Grenze zwischen den Sternbildern Zwillinge und Orion entfernt. Durch seine hohe Geschwindigkeit könnte er bereits in etwa 8000 Jahren die Oortsche Wolke in 100.000 AE Abstand zur Sonne durchstoßen und dann mit noch etwa 58,0 km/s das Sonnensystem verlassen und in den interstellaren Raum zurückkehren.[50]

Möglicher Ursprung des Kometen

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Eine kinematische Analyse der vom 2. bis 5. Juli 2025 mit dem Two-meter Twin Telescope (TTT) am Observatorio del Teide auf Teneriffa (siehe oben) aufgezeichneten Bewegungsdaten legte nahe, dass 3I/ATLAS aus einem Sternsystem stammt, das Teil der galaktischen dünnen Scheibe ist und einen sonnenähnlichen Stern mit einer Metallizität leicht unterhalb der unserer Sonne enthält.[13] Nach Auswertung spektroskopischer Beobachtungen von 3I/ATLAS aus dem Zeitraum Juli/August 2025 kam eine Untersuchung zum Schluss, dass die extreme Anreicherung von CO2 gegenüber Kometen des Sonnensystems sowie der beträchtliche absolute CO-Gehalt und die rote Färbung einen direkten Beleg für die Veränderung der äußeren Schichten des interstellaren Kometenkerns durch galaktische kosmische Strahlung (GCR) darstellt, die effizient CO in CO2 umwandelt und dabei Krusten aus organisch reichem Material gebildet hat. Die aktuellen Ausgasungen erfassten wahrscheinlich nur Material aus der durch GCR veränderten Zone (Tiefe ca. 15–20 m), ohne das ursprüngliche (pristine) Material im Inneren zu erreichen. Die Beobachtungen interstellarer Objekte mit langer Verweildauer im interstellaren Raum offenbaren daher wahrscheinlich eher durch GCR verändertes Material als pristines Material, das ihre ursprünglichen Entstehungsbedingungen besser widerspiegeln würde.[51]

Eine Untersuchung vom September 2025, die die hohe Überschussgeschwindigkeit von 3I/ATLAS relativ zur Sonne berücksichtigte, führte mit einer Bayesschen Analyse zu einem kinematischen Alter von 6,9+4,1−3,3 Mrd. Jahren.[52] Eine weitere Untersuchung berechnete mögliche galaktische Flugbahnen der bisher bekannten interstellaren Objekte 1I/ʻOumuamua, 2I/Borisov und 3I/ATLAS durch Monte-Carlo-Simulation von jeweils 10.000 Klonen. Sie ergab für 3I/ATLAS eine maximale vertikale Abweichung aus der galaktischen Ebene von 0,48 kpc, während eine Bayessche Analyse für dieses Objekt ein Alter von 8,7+1,6−3,5 Mrd. Jahren ergab.[53]

Da sie auch ein Produkt von Sternen und ihren Planetensystemen sind, kann die Verteilung von interstellaren Objekten der Milchstraße aus den Sternpopulationen abgeleitet werden. Dies kann auf Grundlage des Ōtautahi-Oxford-Modells geschehen, das Daten von Gaia in Verbindung mit Modellen der Chemie protoplanetarer Scheiben und der galaktischen Dynamik nutzt, um die Eigenschaften der Population von interstellaren Objekten vorherzusagen. Eine Untersuchung vom September 2025 zeigte, dass, obwohl 3I/ATLAS physikalische Unterschiede zu den ersten beiden entdeckten interstellaren Objekten aufweist, seine Bahn und seine Ankunftsgeschwindigkeit es der galaktischen Population von interstellaren Objekten zuordnet. 3I/ATLAS trat zwar mit einer höheren Geschwindigkeit in das Sonnensystem ein als 1I/ʻOumuamua oder 2I/Borisov, der Wert lag aber noch gut innerhalb der aus dem Ōtautahi-Oxford-Modell abgeleiteten erwarteten Geschwindigkeitsverteilung für interstellare Objekte. Das Modell sagte auch voraus, dass Objekte mit einer hohen Geschwindigkeit wie 3I/ATLAS generell reicher an Wasser wären (was die späteren Beobachtungen bestätigten). Aufgrund seiner Kinematik ließ sich ausschließen, dass 3I/ATLAS den gleichen Ursprung wie 1I/ʻOumuamua oder 2I/Borisov hat, es teilt vielmehr seine Umlaufbahn um die Milchstraße mit älteren und metall-ärmeren Sternen und für sein Alter wurden 7,6–14 Mrd. Jahre geschätzt.[54]

Bei Beobachtungen am Radio-Observatorium Atacama Large Millimeter/submillimeter Array (ALMA) in Chile am 4. November 2025 konnte das Verhältnis der Wasserstoff-Isotope Deuterium (2H) zu Protium (1H) (D/H) im Wasser des Kometen 3I/ATLAS eingegrenzt werden. Der Komet weist demnach eine Deuteriumanreicherung auf, die den Wert der irdischen Ozeane um mehr als das etwa 40-fache und die für Kometen des Sonnensystems typischen Werte um mehr als das etwa 30-fache übersteigt. Diese erhöhte Deuteriumanreicherung deutet auf Wasser hin, das sich unter kälteren, strahlungsärmeren Bedingungen und aus weniger thermisch verarbeitetem Material gebildet hat. Dies steht im Einklang mit einem Ursprung in einem Planetensystem, das unter anderen physikalischen und chemischen Bedingungen entstanden ist als unser eigenes.[55]

Eine Untersuchung vom Dezember 2025 verglich die simulierte frühere Bewegung von 3I/ATLAS mit den Daten von bis zu 30 Millionen Sternen aus dem Sternkatalog Gaia DR3 unter dem Einfluss des galaktischen Gravitationsfelds, um mögliche nahe Begegnungen zu identifizieren. Dabei ergaben sich 25 Begegnungen mit einem mittleren Abstand unter 1 pc während der letzten 4,5 Mio. Jahre. Da diese aber alle mit einer Relativgeschwindigkeit von über 20 km/s erfolgten, kommt keiner dieser Sterne als Ursprungssystem von 3I/ATLAS in Frage. Den stärksten Einfluss auf die Bewegung des Kometen hatte die Begegnung im Abstand von 0,24 pc und mit einer Relativgeschwindigkeit von 28 km/s mit einem weiten Doppelsternsystem aus Zwergsternen der Spektralklasse M (G 137-54 und G 137-55) vor etwa 1,64 Mio. Jahren. Auf Grundlage der aktuellen Kinematik wird ein Ursprung des Objekts in der galaktischen dünnen Scheibe stark favorisiert, denn die dünne Scheibe weist einerseits eine Geschwindigkeitsverteilung auf, die der von 3I/ATLAS weitgehend entspricht, und bietet andererseits die dominierende lokale Sterndichte.[56]

Spekulationen über nicht-natürlichen Ursprung

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Der zu extraterrestrischer Intelligenz forschende Astrophysiker und Autor Avi Loeb von der Harvard University bezweifelte bereits im August 2025 die kometarische Natur des Objektes.[57] Er kam nach statistischer Auswertung zahlreicher von ihm als Anomalien angesehenen Besonderheiten in der Bahnbewegung des Objektes (wie die retrograde Bewegung nahezu in der Ebene der Ekliptik) sowie dessen beobachteten physikalischen Eigenschaften (wie u. a. einen im Juli und August 2025 angeblich zur Sonne gerichteten Schweif und eine ungewöhnliche Zusammensetzung seiner Gashülle) zum Schluss, dass 3I/ATLAS möglicherweise durch eine Maschine angetrieben sein könnte.[58] Weitere Forscher aus seinem Umkreis zeigten daraufhin, dass die Flugbahn des Objekts einer außerirdischen Intelligenz diverse Vorteile böte, um ihm einen weitgehend ungefährdeten Zugang zur Erde zu ermöglichen. Zur Zeit seines Periheldurchgangs, wo es von der Erde aus nicht beobachtbar wäre, hätte es ein heimliches „Reverse Solar Oberth Manoeuvre“ durchführen können, eine optimale Strategie mit hohem Schub, die es interstellaren Raumfahrzeugen ermöglicht, abzubremsen und in eine dauerhafte Bindung an die Sonne zu gelangen. Es hätte auch nach dem Periheldurchgang ein Rendezvous mit dem Jupiter vollziehen können (was alles nicht geschehen ist). In einem Nachsatz wurde aber bereits seinerzeit eingeräumt, dass das mit Abstand wahrscheinlichste Ergebnis sein werde, dass es sich bei 3I/ATLAS um ein vollkommen natürliches interstellares Objekt handele.[59]

Die Fachwelt widersprach diesen spekulativen Thesen unter Bezug auf die durchaus im Rahmen des „Natürlichen“ liegenden Forschungs­ergebnisse[60] und es wurde Loeb eine „unseriöse Symbiose“ mit den Medien vorgeworfen, da er seine Zugehörigkeit zu Harvard benutze, um seinen Thesen Gewicht zu verleihen, die die Medien dann begierig aufgriffen und weitgehend unkritisch verbreiteten, wovon schließlich beide Seiten profitierten.[61]

Commons: 3I/ATLAS – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. ↑ W. Clavin: Zwicky Transient Facility Nabs an Interstellar Visitor. In: Caltech News. California Institute of Technology, 11. Juli 2025, abgerufen am 16. Juli 2025 (englisch).
  2. ↑ M. P. C. Staff: MPEC 2025-N12 : 3I/ATLAS = C/2025 N1 (ATLAS). IAU Minor Planet Center, 2. Juli 2025, abgerufen am 3. Juli 2025 (englisch).
  3. ↑ D. Dickinson: Inbound: Astronomers Discover Third Interstellar Object. Universe Today, 2. Juli 2025, abgerufen am 4. Juli 2025 (englisch).
  4. ↑ K. Meech, J. Fenske: Gemini South Captures Growing Tail of Interstellar Comet 3I/ATLAS During Educational Observing Program. NOIRLab, 4. September 2025, abgerufen am 17. Oktober 2025 (englisch).
  5. ↑ M. Johnson-Groh: NASA’s Parker Solar Probe Observes Interstellar Comet 3I/ATLAS. In: Comet 3I/ATLAS. NASA, 19. Dezember 2025, abgerufen am 18. Juli 2026 (englisch).
  6. ↑ Eine seltene Begegnung: Wie Juice zu der Beobachtung von 3I/ATLAS kam. European Space Agency, 23. März 2026, abgerufen am 15. April 2026.
  7. ↑ A. D. Feinstein, J. W. Noonan, D. Z. Seligman: Precovery Observations of 3I/ATLAS from TESS Suggest Possible Distant Activity. In: The Astrophysical Journal Letters. Band 991, Nr. 1, L2, 2025, S. 1–10, doi:10.3847/2041-8213/adfd4d (PDF; 10,6 MB).
  8. ↑ J. Martinez-Palomera, A. Tuson, C. Hedges, J. Dotson, T. Barclay, B. Powell: Prediscovery TESS Observations of Interstellar Object 3I/ATLAS. In: The Astrophysical Journal Letters. Band 994, Nr. 2, L51, 2025, S. 1–11, doi:10.3847/2041-8213/ae1f91 (PDF; 1,60 MB).
  9. ↑ Qu. Ye (叶泉志), M. S. P. Kelley, H. H. Hsieh, E. C. Bellm, T. X. Chen, R. Dekany, A. Drake, S. L. Groom, G. Helou, Sh. R. Kulkarni, T. A. Prince, R. Riddle: Prediscovery Activity of New Interstellar Object 3I/ATLAS: Rapid Brightening from 6 to 4 au. In: The Astrophysical Journal Letters. Band 993, Nr. 1, L31, 2025, S. 1–8, doi:10.3847/2041-8213/ae147b (PDF; 1,38 MB).
  10. ↑ C. O. Chandler, P. H. Bernardinelli, M. Jurić, D. Singh, H. H. Hsieh, I. Sullivan, R. L. Jones, J. A. Kurlander, D. Vavilov, S. Eggl, M. Holman, F. Spoto, M. E. Schwamb, L. A. MacArthur, R. Makadia, M. Micheli, A. Heinze, E. J. Christensen, W. Beebe, A. Roodman, K.-T. Lim, T. Jenness, J. Bosch, B. M. Smart, E. Bellm, S. MacBride, M. L. Rawls, S. Greenstreet, C. Slater, Ž. Ivezić, R. D. Blum, A. Connolly, G. Daues, M. Gower, J. B. Kalmbach, M. T. Bannister, L. Dones, R. C. Dorsey, D. Farnocchia, W. C. Fraser, J. C. Forbes, C. Fuentes, C. E. Holt, L. Inno, G. H. Jones, M. M. Knight, C. J. Lintott, T. Lister, R. Lupton, M. J. M. Magbanua, R. Malhotra, B. E. A. Mueller, J. Murtagh, N. Pandey, W. T. Reach, N. H. Samarasinha, D. Z. Seligman, C. Snodgrass, M. Solontoi, G. M. Szabó, P. Vereš, E. White, M. Womack, L. A. Young und 242 weitere: NSF-DOE Vera C. Rubin Observatory Observations of Interstellar Comet 3I/ATLAS (C/2025 N1). In: The Astrophysical Journal Letters. Band 1001, Nr. 2, L35, 2026, S. 1–32, doi:10.3847/2041-8213/ae4b3a (PDF; 15,4 MB).
  11. ↑ D. Z. Seligman, M. Micheli, D. Farnocchia, L. Denneau, J. W. Noonan, H. H. Hsieh, T. Santana-Ros, J. Tonry, K. Auchettl, L. Conversi, M. Devogèle, L. Faggioli, A. D. Feinstein, M. Fenucci, M. Ferrais, T. Frincke, M. Gillon, O. R. Hainaut, K. Hart, A. Hoffman, C. E. Holt, W. B. Hoogendam, M. E. Huber, E. Jehin, T. Kareta, J. V. Keane, M. S. P. Kelley, T. Lister, K. Mandt, J. Manfroid, D. Marčeta, K. J. Meech, M. A. Miftah, M. Morgan, F. Ocaña, E. Peña-Asensio, B. J. Shappee, R. J. Siverd, A. G. Taylor, M. A. Tucker, R. Wainscoat, R. Weryk, J. J. Wray, A. Yaginuma, B. Yang, Qu. Ye (叶泉志), Q. Zhang: Discovery and Preliminary Characterization of a Third Interstellar Object: 3I/ATLAS. In: The Astrophysical Journal Letters. Band 989, Nr. 2, L36, 2025, S. 1–13, doi:10.3847/2041-8213/adf49a (PDF; 3,11 MB).
  12. ↑ B. T. Bolin, M. Belyakov, C. Fremling, M. J. Graham, A. M. Abdelaziz, E. Elhosseiny, C. L. Gray, C. Ingebretsen, G. Jewett, C. M. Lisse, S. Karpov, M. Kilic, M. Mašek, M. Molham, D. Roderick, A. Takey, L.-M. Abron, M. W. Coughlin, Ch. Hsieh (謝承翰), K. S. Noll, I. Wong: Interstellar comet 3I/ATLAS: discovery and physical description. In: Monthly Notices of the Royal Astronomical Society: Letters. Band 542, Nr. 1, 2025, S. L139–L143, doi:10.1093/mnrasl/slaf078 (PDF; 2,66 MB).
  13. 1 2 R. de la Fuente Marcos, M. R. Alarcon, J. Licandro, M. Serra-Ricart, J. de León, C. de la Fuente Marcos, G. Lombardi, A. Tejero, A. Cabrera-Lavers, S. Guerra Arencibia, I. Ruiz Cejudo: Assessing interstellar comet 3I/ATLAS with the 10.4 m Gran Telescopio Canarias and the Two-meter Twin Telescope. In: Astronomy & Astrophysics. Letters to the Editor. Band 700, L9, 2025, S. 1–7, doi:10.1051/0004-6361/202556439 (PDF; 573 kB).
  14. ↑ T. H. Puzia, R. Rahatgaonkar, J. P. Carvajal, P. K. Nayak, B. Luco: Spectral Characteristics of Interstellar Object 3I/ATLAS from SOAR Observations. In: The Astrophysical Journal Letters. Band 990, Nr. 1, L27, 2025, S. 1–6, doi:10.3847/2041-8213/adfa0b (PDF; 905 kB).
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  16. ↑ C. Opitom, C. Snodgrass, E. Jehin, M. T. Bannister, E. Bufanda, S. E. Deam, R. C. Dorsey, M. Ferrais, S. Hmiddouch, M. M. Knight, R. Kokotanekova, B. Leicester, M. Marsset, B. Murphy, V. Okoth, R. Ridden-Harper, M. Vander Donckt, L. Ferellec, D. Hutsemékers, M. Lippi, J. Manfroid, Z. Benkhaldoun: Snapshot of a new interstellar comet: 3I/ATLAS has a red and featureless spectrum. In: Monthly Notices of the Royal Astronomical Society: Letters. Band 544, Nr. 1, 2025, S. L31–L36, doi:10.1093/mnrasl/slaf095 (PDF; 825 kB).
  17. ↑ A. Alvarez-Candal, J. L. Rizos, L. M. Lara, P. Santos-Sanz, P. J. Gutierrez, J. L. Ortiz, N. Morales: X-SHOOTER spectrum of comet 3I/ATLAS: Insights into a distant interstellar visitor. In: Astronomy & Astrophysics. Letters to the Editor. Band 700, L10, 2025, S. 1–4, doi:10.1051/0004-6361/202556338 (PDF; 366 kB).
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  19. ↑ J. D. Hartman, G. Á. Bakos, A. Jordán, S. Thiele, Z. Csubry, G. J. Talens, A. Bódi, S. Pigai, I. Domsa, A. Keyes, V. Suc, A. Gaitan, A. Thibault: HATPI Preperihelion Time-series Photometry of the Interstellar Comet 3I/ATLAS. In: The Astronomical Journal. Band 171, Nr. 5, 2026, S. 1–15, doi:10.3847/1538-3881/ae4a99 (PDF; 13,2 MB).
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  23. ↑ G. S. H. Paek, M. Im, M. Jeong, Hy. Choi, Y. P. Bach, M. Ishiguro, B. Lim, S. Chang, J. Kim, J. Geem, W. B. Hoogendam: Pre-perihelion Emergence of the CN Gas Coma in 3I/ATLAS Temporally and Spatially Resolved by the 7-dimensional Telescope. In: The Astrophysical Journal. Band 1000, Nr. 1, 2026, S. 1–12, doi:10.3847/1538-4357/ae47f0 (PDF; 1,62 MB).
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  25. ↑ B. Yang, K. J. Meech, M. Connelley, R. Zhao, J. V. Keane: Spectroscopic Characterization of Interstellar Object 3I/ATLAS: Water Ice in the Coma. In: The Astrophysical Journal Letters. Band 992, Nr. 1, L9, 2025, S. 1–6, doi:10.3847/2041-8213/ae08a7 (PDF; 2,98 MB).
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  27. ↑ L. E. Salazar Manzano, Hs. Lin (林省文), A. G. Taylor, D. Z. Seligman, F. C. Adams, D. W. Gerdes, T. Ruch, T. T. Frincke, K. J. Napier: Onset of CN Emission in 3I/ATLAS: Evidence for Strong Carbon-chain Depletion. In: The Astrophysical Journal Letters. Band 993, Nr. 1, L23, 2025, S. 1–9, doi:10.3847/2041-8213/ae1232 (PDF; 952 kB).
  28. ↑ Z. Gray, S. Bagnulo, G. Borisov, Y. G. Kwon, A. Cellino, L. Kolokolova, R. C. Dorsey, G. Fedorets, M. Granvik, E. MacLennan, O. Muñoz, P. Bendjoya, M. Devogèle, S. Ieva, A. Penttilä, K. Muinonen: Extreme Negative Polarization of New Interstellar Comet 3I/ATLAS. In: The Astrophysical Journal Letters. Band 992, Nr. 2, L29, 2025, S. 1–9, doi:10.3847/2041-8213/ae0c08 (PDF; 1,30 MB).
  29. ↑ E. Zubko, G. Videen: Unusual polarimetric response of interstellar Comet 3I/ATLAS: clues to the microphysics of particles populating its inner coma. In: Monthly Notices of the Royal Astronomical Society: Letters. Band 544, Nr. 1, 2025, S. L156–L159, doi:10.1093/mnrasl/slaf112 (PDF; 419 kB).
  30. ↑ Z. Xing, S. Oset, J. Noonan, D. Bodewits: Water Production Rates of the Interstellar Object 3I/ATLAS. In: The Astrophysical Journal Letters. Band 991, Nr. 2, L50, 2025, S. 1–8, doi:10.3847/2041-8213/ae08ab (PDF; 773 kB).
  31. ↑ M. A. Cordiner, N. X. Roth, M. S. P. Kelley, D. Bodewits, S. B. Charnley, M. N. Drozdovskaya, D. Farnocchia, M. Micheli, S. N. Milam, C. Opitom, M. E. Schwamb, C. A. Thomas, S. Bagnulo: JWST Detection of a Carbon-dioxide-dominated Gas Coma Surrounding Interstellar Object 3I/ATLAS. In: The Astrophysical Journal Letters. Band 991, Nr. 2, L43, 2025, S. 1–10, doi:10.3847/2041-8213/ae0647 (PDF; 813 kB).
  32. ↑ M. Lazzarin, A. C. Mura, F. La Forgia, G. Cremonese, P. Cambianica, G. Munaretto, A. Farina, E. Mazzotta Epifani, S. Ieva, E. Dotto: Preperihelion CN Production Rate of Interstellar Comet 3I/ATLAS. In: The Astrophysical Journal Letters. Band 998, Nr. 1, L30, 2025, S. 1–6, doi:10.3847/2041-8213/ae3dd7 (PDF; 1,22 MB).
  33. ↑ B. Bolin, I. Wong, B. Lemaux, L.-M. Abron, M. Belyakov, P. Candia, K. Chiboucas, R. Carrasco, V. Firpo, C. Fremling, J. Hanuš, J.-E. Heo, P. King, K. Noll, K. Silva: Gemini pre-perihelion detection of CN/C3/C2 gas emission and dust fans in interstellar comet 3I/ATLAS. In: The Astronomer’s Telegram. R. E. Rutledge, D. Fox, 20. November 2025, abgerufen am 5. Juli 2026 (englisch).
  34. ↑ J. Li, X. Shi, M. Hui, J. Shi: Preperihelion Volatile Evolution of Interstellar Comet 3I/ATLAS Indicating Significant Contribution from an Extended Source in the Coma. In: The Astrophysical Journal Letters. Band 999, Nr. 1, L12, 2026, S. 1–12, doi:10.3847/2041-8213/ae45a2 (PDF; 1,73 MB).
  35. ↑ X. Ren (任鑫), W. Yan (严韦), R. Zhao (赵瑞宁), Sh. Wang (王舒), X. Gao (高兴烨), Q. Fu (付强), Q. Zhang (张庆), B. Yang (杨彬), M. Hui (許文韜), Zh. Xiao (肖智勇), X. Liu (刘晓东), C. Li (李存惠), R. Tian (田仁浩), W. Liu (刘文光), D. Wang (王栋), Sh. Liu (刘少然), C. Ren (任聪), J. Dong (董捷), X. Zhu (朱新波), P. Xie (谢攀), J. Li (李荐扬), Y. Geng (耿言), J. Liu (刘建军): Interstellar Object 3I/ATLAS Observed from Mars by China’s Tianwen-1 Spacecraft. In: The Astrophysical Journal Letters. Band 10003, Nr. 1, L10, 2026, S. 1–10, doi:10.3847/2041-8213/ae61b3 (PDF; 2,28 MB).
  36. ↑ D. J. Pisano, O. M. Smirnov, M. Ivchenko, L. Roth, S. Buchner: Detection of 1665/1667 MHz OH absorption in 3I/ATLAS. In: The Astronomer’s Telegram. R. E. Rutledge, D. Fox, 4. November 2025, abgerufen am 5. Juli 2026 (englisch).
  37. ↑ N. Biver, D. Bockelée-Morvan, R. Moreno, J. Crovisier, G. Paubert, V. Zakharov, J. Boissier, M. A. Cordiner, N. X. Roth: Perihelion observations of interstellar comet 3I/ATLAS with the IRAM 30-m telescope. In: Astronomy & Astrophysics. Letters to the Editor. Band 708, L16, 2026, S. 1–8, doi:10.1051/0004-6361/202659316 (PDF; 465 kB).
  38. ↑ D. Bockelée-Morvan, Y. Langevin, F. Poulet, B. Seignovert, G. Piccioni und das MAJIS-Team: Detection of H2O in the coma of interstellar comet 3I/ATLAS with MAJIS/JUICE. In: The Astronomer’s Telegram. R. E. Rutledge, D. Fox, 23. März 2026, abgerufen am 6. Juli 2026 (englisch).
  39. 1 2 D. J. Pisano, O. M. Smirnov, M. Ivchenko, L. Roth, S. Buchner, C. Tremblay, A. Siemion, F. Camilo: Further MeerKAT observations of 1665/1667 MHz OH in absorption and emission, and a technosignature search in 3I/ATLAS. In: The Astronomer’s Telegram. R. E. Rutledge, D. Fox, 18. November 2025, abgerufen am 5. Juli 2026 (englisch).
  40. ↑ W. B. Hoogendam, D. O. Jones, B. Yang, B. J. Shappee, J. J. Wray, K. J. Meech, C. Ashall, Dh. D. Desai, J. T. Hinkle, A. M. Hoffman, K. Medler, C. Pfeffer, R. Zhao: Postperihelion Integral Field Spectroscopy of the Interstellar Comet 3I/ATLAS. In: The Astrophysical Journal. Band 1003, Nr. 2, 2026, S. 1–8, doi:10.3847/1538-4357/ae6243 (PDF; 0,99 MB).
  41. ↑ E. Jehin, S. Hmiddouch, K. Aravind, J. Manfroid, Z. Benkhaldoun, A. Jabiri: TRAPPIST first post-perihelion production rates of the Interstellar comet 3I/ATLAS. In: The Astronomer’s Telegram. R. E. Rutledge, D. Fox, 1. Dezember 2025, abgerufen am 5. Juli 2026 (englisch).
  42. ↑ H. Kawakita, K. Tsujimoto, Y. Shinnaka, H. Kobayashi, T. Ootsubo, J. Watanabe: Postperihelion Optical Low-resolution Spectroscopy of Interstellar Comet 3I/ATLAS. In: The Astrophysical Journal Letters. Band 1000, Nr. 2, L60, 2026, S. 1–6, doi:10.3847/2041-8213/ae4c5b (PDF; 391 kB).
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