Gerhard der Borch, Der Friede von Münster. Ein Spanier und sechs Niederländer beschwören im Rathaus zu Münster den spanisch-niederländischen Friedensvertrag – die sechs Verhandlungsführer mit erhöhten Fingern: Willem Ripperda, Frans van Donia, Adriaen Clant tot Stedum, Adriaan Pauw, Jan van Mathenesse und Barthold van Gent. Mit der Beschwörung des Friedens von Münster im Rathaus von Münster endet der Achtzigjährige Krieg. Im selben Jahr endet auch der Dreißigjährige Krieg durch den Abschluss des Westfälischen Friedens.
Im Jahr 1648 endet mit dem Abschluss des Westfälischen Friedens der Dreißigjährige Krieg, einer der zerstörerischsten Kriege der europäischen Geschichte. Die Kriegshandlungen und die durch sie verursachten Plünderungen, Hungersnöte und Seuchen haben ganze Landstriche in Mitteleuropa verwüstet und entvölkert. Der Krieg hat bis zu 8 Millionen militärische und zivile Kriegsopfer gefordert und zu einem Bevölkerungsrückgang im Reich von mindestens 15 bis 20 Prozent geführt.
Das Heilige Römische Reich nach dem Westfälischen Frieden
24. Oktober: Nach jahrelangen Verhandlungen endet der Dreißigjährige Krieg durch den Abschluss des Westfälischen Friedens. Der päpstliche Gesandte Fabio Chigi verweigert als einziger Verhandlungsführer die Unterschrift unter den Vertrag. Mit der darin enthaltenen Causa palatina wird ein jahrhundertelanger Streit über die Wahl des Kaisers des Heiligen Römischen Reichs beigelegt. Die Schweiz erreicht durch ihren Gesandten Johann Rudolf Wettstein ihre Exemtion aus der kaiserlichen Gerichtsbarkeit. Die Interpretation dieser Maßnahme ist umstritten, wird jedoch überwiegend als Ausgliederung aus dem Reichsverband verstanden. Die Eidgenossenschaft handelt in der Folge als souveräner Staat.
Nach dem Sieg der parlamentarischen Streitkräfte über die Schotten bei Preston und der Niederschlagung royalistischer Aufstände endet der Englische Bürgerkrieg. Auf dem Nebenschauplatz Irland kommt es jedoch zu weiteren Kämpfen.
8. Dezember: Zur Hochzeit des Grafen Maximilian Willibald von Waldburg-Wolfegg mit Clara Isabella Prinzessin von Arschot und Arenberg wird in Lindau von der Jesuitenschule im Rahmen der Hochzeitsfeierlichkeiten das musikalisch-dramatische Festspiel Armamentarium comicum amris et honoris des Komponisten Bartholomäus Aich uraufgeführt.
Deckblatt des Buchs Holstein vergiß es nicht! aus dem Jahr 1648 von Johann Rist
14. Februar: Die Naturkatastrophe von Holstein, auch Fastelabendsflut (Fastnachtsflut) 1648 oder das Erdbeben von Holstein vom 14. Februar 1648, ist eine äußerst ungewöhnliche Kombination von zwei Naturereignissen in den Holsteinischen Elbmarschen.