26. Januar: Durch den Tod seines Vaters Humayun wird Akbar Herrscher über das Großmogulreich im nördlichen Indien. Humayuns Feldherr Bairam Khan steht dem erst 13-Jährigen als Regent im Amt zur Seite, das dieser am 14. Februar antritt. Zu dieser Zeit ist das Herrschaftsgebiet des Mogulreiches nur noch auf Kabul, Kandahar, sowie Teile von Delhi und Punjab beschränkt. Akbar unternimmt daraufhin mit seinem Vormund und Feldherrn Bairam Khan eine Vielzahl kleinerer Eroberungszüge. Hauptziel ist die paschtunische Sippe der Suriden unter Adil Shah Suri, die seit 1540 den Norden Indiens beherrscht.
7. Oktober: Samrat Hem Chandra, genannt Hemu, Heerführer der Suriden, besiegt die Truppen Akbars bei Tughlaqabad und zieht am nächsten Tag in Delhi ein, wo er den Titel Vikramaditya annimmt. Ob er damit eine eigenständige Position gegenüber Adil Shah dokumentieren will, ist umstritten.
Zweite Schlacht von Panipat
5. November: Großmogul Akbar und sein Vormund Bairam Khan siegen in der Zweiten Schlacht von Panipat gegen Hemu, der in der Schlacht verwundet und anschließend von Bairam Khan enthauptet wird.
14. Juni: Zwölf Tage nach dem Tod seines Vorgängers Francesco Venier wird Lorenzo Priuli zum Dogen von Venedig gewählt, obwohl er sich weder bei den alten noch den neuen Familien oder dem venezianischen Volk größerer Sympathien erfreut.
Ein Jahr nach seinem Tod erscheint in Basel Georgius Agricolas Hauptwerk De re metallica libri XII über die Chemie der Metalle in lateinischer Sprache. Durch zahlreiche Reisen in Bergbaureviere des sächsisch-böhmischen Erzgebirges hat Agricola einen Überblick über die gesamte Technik des Bergbaus und Hüttenwesens zu seiner Zeit gewonnen.
Kurfürst August I. gründet die sächsische Hofbibliothek, die in der heutigen SLUB Dresden ihren Fortbestand findet.
Ein schweres Erdbeben zerstört am 23. Januar große Teile der Provinz Shaanxi im von der Ming-Dynastie regierten Kaiserreich China. Das Epizentrum des Bebens befindet sich im Kreis Hua unweit des Hua Shan. Rund 830.000 Menschen kommen ums Leben, in manchen Bezirken sterben über 60% der Bevölkerung, weil ihre künstlichen, Yaodong genannten Wohnhöhlen während des Bebens in sich zusammenbrechen.
Heutige auf geologischen Untersuchungen basierende Schätzungen gehen von einer Erdbebenstärke von gut 8¼ auf der Momenten-Magnituden-Skala aus. Das Erdbeben ist das folgenreichste Erdbeben in der Geschichte Chinas, wenn auch nicht die folgenreichste Naturkatastrophe. Im folgenden halben Jahr treten monatlich drei bis fünf stärkere Nachbeben auf. Erst fünf Jahre später klingen die Nachbeben zur Gänze ab.
31. Juli: Ignatius von Loyola, baskisch-spanischer Adliger und Geistlicher, Mitbegründer und Gestalter der später auch als Jesuitenorden bezeichneten „Gesellschaft Jesu“ (* 1491)
28. August: David Joris, Glasmaler und führende Persönlichkeit der Täuferbewegung (* 1501/02)
31. August: Robert de Croÿ, Fürstbischof von Cambrai (* 1500)
7. September: Sebastian Gryphius, deutsch-französischer Buchdrucker, Übersetzer und Humanist (* 1492)
8. September: Martin Frecht, deutscher evangelischer Theologe und Reformator (* um 1494)
Sommer: Georg Wernher, ungarischer Renaissance-Humanist, Beamter, Diplomat, lateinisch-altgriechischer Dichter und Wasser- und Heilwasserbeschreiber schlesischer Herkunft (* um 1490)
Tullia d’Aragona, italienische Kurtisane, Dichterin und Philosophin (* 1510)
Fuzūlī, turkmenischer Dichter der klassischen aserbaidschanisch-türkischen Literatur im Irak (* ca. 1495)