KonstantinosXI., zeitgenössisches Porträt in der Kirche des ehemaligen Klosters Taxiarchon in Aegialia Der letzte byzantinische Kaiser Konstantin XI. fällt gegen die Osmanen.
Mit der Bestätigung des (gefälschten) Privilegium Maius durch den habsburgischen Kaiser Friedrich III. wird dessen Stammherzogtum Österreich zum Erzherzogtum erhoben und erhält zahlreiche damit verbundene Privilegien.
Ausdehnung des Byzantinischen und des Osmanischen Reichs um 1450
29. Januar: Der Genuese Giovanni Giustiniani Longo trifft mit 700 gutbewaffneten Männern aus Genua, Chios und Rhodos in dem vom Osmanischen Reich bedrohten Konstantinopel ein. Bei seiner Ankunft wird er überschwänglich begrüßt, der byzantinische Kaiser Konstantin XI. überträgt ihm das Kommando über die Landmauern und verspricht ihm nach dem Sieg die Insel Lemnos als Lehen. Ebenso verpflichten sich die Kapitäne zweier auf der Rückfahrt vom Heiligen Land in Konstantinopel haltmachender venezianischer Galeeren in der Stadt zu bleiben und die Verteidiger zu unterstützen.
27. Februar: Sieben Galeeren mit etwa 700 Lateinern verlassen Konstantinopel in Richtung Italien. Viele andere Venezianer und Genueser, auch Bürger aus der benachbarten genuesischen Siedlung Pera, entschließen sich hingegen, bei der Verteidigung der Stadt zu helfen. Darunter sind viele Angehörige vornehmer Familien wie der venezianischen Corner, Mocenigo, Contarini und Venier, die aus eigenen Mitteln kleine Truppen anwerben.
März: Eine Zählung des byzantinischen Geschichtsschreibers und kaiserlichen Sekretärs Georgios Sphrantzes kommt auf 4973 waffenfähige Griechen und knapp 2000 Ausländer, die für die Verteidigung von Konstantinopel zur Verfügung stehen. Diese geringe Zahl an Verteidigern ist ein Schock für den Kaiser, und er ordnet an, sie geheim zu halten. In den folgenden Wochen werden alle Matrosen der in der Stadt liegenden Schiffe zum Militärdienst verpflichtet. Zusätzlich lässt der Kaiser die verfügbaren Edelmetalle einschmelzen und für den Ankauf aller irgendwie verfügbaren Truppen und für die Reparatur der Mauerwerke verwenden. Durch diese Maßnahmen steigt die Zahl der Verteidiger schließlich auf etwa 6000 Griechen und 3000 Ausländer.
Die 1452 von den Osmanen als Vorbereitung auf den Angriff erbaute Festung Rumeli Hisarı
7. April: Das christliche Konstantinopel wird von den Osmanen vollends eingeschlossen und bis zu seinem Fall belagert.
12. April: Die letzten Schiffe der osmanischen Flotte treffen aus dem Schwarzen Meer ein und Admiral Süleyman Baltaoğlu lässt unverzüglich einen Großangriff auf die die Sperrkette bewachenden Galeeren am Goldenen Horn starten, der aber von den seefahrerisch überlegenen Verteidigern leicht zurückgeschlagen wird.
18. April: Der erste Sturmangriff der Osmanen auf die Stadtmauern wird von den Verteidigern zurückgeschlagen.
Konstantinopel wird am 29. Mai von den Osmanen unter Sultan Mehmed II. erobert. Dies gilt als endgültiges Ende des Byzantinischen Reichs, dessen letzter Kaiser bei der Einnahme der Stadt fällt. Die Halbinsel Peloponnes verbleibt unterdessen noch bis 1460 und das Kaiserreich Trapezunt bis 1461 unter griechischer Herrschaft. Faktisches Ende des Oströmischen Reiches, früher mit dem Ende des Mittelalters gleichgesetzt.
Konstantinopel wird neue Hauptstadt des Osmanischen Reiches, die Hagia Sophia zur Moschee und ist seitdem nicht nur architektonisches Vorbild aller orthodoxen Kirchen, sondern auch aller türkischen Moscheen.
Im Anschluss an die Eroberung Konstantinopels wird nach dem Vorbild der europäischen Ritterorden der Orden des halben Mondes im Osmanischen Reich gegründet.
Gedenktafel für Stefano Porcari im Vicolo delle Ceste
6. Januar: In Rom wird ein geplanter republikanischer Aufstand gegen Papst Nikolaus V. unter der Führung von Stefano Porcari aufgedeckt. Die Verschwörer werden am 9. Januar hingerichtet.
Im jahrelangen Machtkampf am kastilischen Hof setzt sich schließlich Königin Isabella von Portugal gegen Álvaro de Luna durch. König Johann II. lässt seinen ehemaligen Günstling verhaften und nach kurzem Prozess am 2. Juni hinrichten.
10. Oktober: Prinz Suyang inszeniert unter Mithilfe des Gelehrten Han Myung-hoi und anderer Beamter in Korea eine Palastrevolte, durch die sein Neffe Danjong gestürzt und Suyangs jüngerer Bruder Anpyeong zum König der Joseon-Dynastie ausgerufen wird. Prinz Suyang präsentiert sich daraufhin als Retter, übernimmt die Macht im Palast und schickt Anpyeong ins Exil auf die Insel Ganghwado, wo er acht Tage später vergiftet wird. Danjong wird jedoch nicht wieder als Herrscher eingesetzt.