Håkon IV. Håkonson bereitet im Frühjahr einen Feldzug gegen Schottland vor, den er selbst anführen will. Mit seinem Feldzug will der König abtrünnige Vasallen auf den westschottischen Inseln einschüchtern, Verbündete gewinnen und die Schwäche Schottlands demonstrieren. Nach den norwegischen Sagas bricht die norwegische Flotte entweder am 5. oder am 11. Juli auf. Sie erreicht zunächst rasch die Shetlandinseln, wo sie zwei Wochen lang im Bressay Sund rastet. Dann segelt die Flotte weiter nach Shapinsay, eine der ebenfalls unter norwegischer Oberhoheit stehenden Orkneyinseln.
Am 30. September zerstört ein Sturm einen Teil der norwegischen Flotte.
2. Oktober: Die Schlacht von Largs zwischen norwegischen und schottischen Einheiten endet ohne eindeutigen Sieger.
König Magnus von Norwegen
16. Dezember: Nach dem Tod von Håkon IV. infolge einer Erkrankung in seinem Winterquartier auf Orkney wird sein Sohn Magnus Lagabætir alleiniger König von Norwegen, nachdem er bereits 1261 gekrönt worden ist.
In England kommt es neuerlich zu Aufständen durch Gilbert de Clare und Roger de Clifford. Simon de Montfort bringt die Cinque Ports in seine Gewalt. In London stürzt eine revolutionäre Gruppe die städtischen Oligarchen und stellt sich auf die Seite der Barone, während sich der König im Tower of London befindet.
15. Juli: Die Rebellen besetzen London, einen Tag später akzeptiert Heinrich III. ihre Forderungen.
9. September: Heinrich muss öffentlich die Provisions of Oxford anerkennen, Simon de Montfort stimmt einem Schiedsspruch des französischen Königs über deren Rechtmäßigkeit zu.
März: Nach dem Tod von Manuel I. wird sein Sohn Andronikos II. Kaiser und Großkomnene von Trapezunt in Kleinasien. Unter seiner Herrschaft wird das Reich zu einem florierenden Handelszentrum.
Frühjahr: Baibars I., Sultan der Mamluken in Ägypten, erobert Karak und nimmt den Emir al-Mughīth ʿUmar gefangen, den er wenig später hinrichten lässt. Auf dem Weg erobert er das christlich-fränkische Nazaret und führte einen ersten Angriff auf Akkon, der allerdings zurückgeschlagen wird. Anschließend beginnt er in Kairo mit großangelegten Rüstungen zur Vorbereitung eines Krieges gegen die christlichen Kreuzfahrerstaaten in der Levante.
Urban IV. verfasst das Apostolische Schreiben Exultavit cor nostrum. Er nimmt damit Kontakt mit dem Führer der mongolischen Dynastie der Ilchane auf.
Urban IV. erlässt eine Regel für den erstmals von ihm so genannten Klarissenorden, in dem Güterbesitz und der Einsatz von Dienerinnen zugelassen sind (daher auch „Urbanistinnen“ oder „reiche Klarissen“ genannt).
In Böhmisch Krumau gründet König Ottokar II. Přemysl das Kloster Heiligenkron und besiedelt es mit Mönchen des niederösterreichischen Zisterzienserklosters Heiligenkreuz. Es gehört damit der Filiation der PrimarabteiMorimond an. Damit kommen auch Ottokars Bemühungen um eine Integration der böhmischen und babenbergischen Länder zu einem neuen, einheitlichen Staat zum Ausdruck. Da das Klostergut unmittelbar an die witigonischen Besitzungen in Südböhmen angrenzt, wird vermutet, dass Ottokar mit der Gründung des Klosters auch die weitere Expansion der Witigonen behindern will.
ab 1263: Raimundus Lullus unternimmt den Versuch, die alleinige Wahrheit der christlichen Lehre zu erweisen und vor allem die arabische Welt zu missionieren.