Wolfram, Parzival 1,1ff (Prolog) – Ist zwiffel hertzen noch gebur... (Heidelberg, Codex Palatinus Germanicus) Um 1200 beginnt Wolfram von Eschenbach mit dem RittereposParzival.
Manuskript des Nibelungenliedes Um 1200 entsteht das Nibelungenlied.
Philipp II. August und Johann Ohneland besiegeln ihren Frieden mit einem Kuss, Darstellung aus den Chroniques de Saint-Denis, 14. Jahrhundert
22. Mai: Im Vertrag von Le Goulet söhnen sich König Philipp II. von Frankreich und der englische König Johann Ohneland aus. In dem Vertrag akzeptiert der französische König Johann als Erben der festländischen Besitzungen des Angevinischen Reiches. Johann erkennt im Gegenzug den französischen König als seinen Lehnsherrn für seine Besitzungen in Frankreich an. Er muss dabei einige Grenzgebiete seines Reiches wie die Grafschaft Évreux, den Großteil des Vexin und das Berry an den französischen König abtreten. Im Gegenzug muss Johanns Neffe Arthur seine Erbansprüche aufgeben und dazu seinem Onkel als Herzog der Bretagne den Lehnseid leisten. Eine Heirat bekräftigt die Übereinkunft: Philipps Sohn Ludwig wird mit Blanka von Kastilien verlobt, einer Nichte Johanns. Blanka bringt die Herrschaften Châteaudun, Issoudun und Graçay mit in die Ehe, die bereits am nächsten Tag geschlossen wird.
28. Dezember: König Knut VI. erlässt das Gesetz über Totschlag, in dem Strafmaß und Regress bei Totschlag geregelt werden. Dieses Gesetz zählt zu den nachweislich frühesten Erlassen der königlichen Gesetzgebung in Dänemark.
um 1200: Die Satzung der Knudsgilde in Flensburg wird in dänischer Sprache aufgezeichnet. Vorbild ist die bereits bestehende Knudsgilde in der Stadt Schleswig.
um 1200: Auf Grund der starken Stellung der Katharer und der Ausbreitung der Waldenser erreichen die gegen die Kirche gerichteten ketzerischen Strömungen einen Höhepunkt ihres Einflusses.