9. Juni: In der Schlacht bei Homburg an der Unstrut erleiden die aufständischen Sachsen eine entscheidende Niederlage gegen den römisch-deutschen König Heinrich IV., der anschließend verheerend durch Sachsen und Thüringen zieht. Einer der Anführer der Aufständischen, Bischof Burchard II. von Halberstadt, wird bei Homburg von königlichen Truppen festgesetzt und am 13. Juni schließlich dem Bischof von Bamberg als Gefangener übergeben.
27. Oktober: Der Sachsenkrieg König Heinrichs IV. endet mit der barfüßigen Unterwerfung der sächsischen Fürsten vor dem König bei Spier. Heinrich hält anschließend zahlreiche sächsische Große an verschiedenen Orten in Haft und vergibt ihre Lehen anderweitig.
In England kommt es zum Aufstand der Grafen. Während König Wilhelm der Eroberer in der Normandie weilt, zetteln die normannischen Barone Ralph de Gaël und Roger de Breteuil zusammen mit dem angelsächsischen Grafen Waltheof II. eine Verschwörung gegen die Krone an. Die Rebellion wird zügig niedergeschlagen. Es war der letzte nennenswerte kollektive Widerstand gegen Wilhelms Herrschaft.
Das Kaiserreich der Song-Dynastie liegt im Streit mit dem nördlichen, khitanischen Liao-Reich um Grenzdemarkationen. Der berühmte chinesische Universalgelehrte und Staatsmann Shen Kuo wird als Gesandter an den Hof der Liao geschickt. Durch das akribische Studium alter Archivdokumente und Landkarten widerlegt er die territorialen Ansprüche der Liao Punkt für Punkt und sichert die Grenzen friedlich ab.
Es bricht ein heftiger Grenzkonflikt zwischen der chinesischen Song-Dynastie und dem vietnamesischen Reich Đại Việt aus. Der vietnamesische General Lý Thường Kiệt führt einen Präventivschlag an und marschiert mit Truppen in die südchinesischen Provinzen ein, um eine bevorstehende chinesische Invasion im Keim zu ersticken.