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(4255) Spacewatch

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Asteroid
(4255) Spacewatch
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Eigenschaften des Orbits Animation
Oskulation für Epoche: 21. November 2025 (JD 2.461.000,5)
Orbittyp Hauptgürtelasteroid
Asteroidenfamilie Schubart-Familie
Große Halbachse 3,980 AE
Exzentrizität 0,149
Perihel – Aphel 3,388 AE  4,572 AE
Perihel  Aphel  AE   AE
Neigung der Bahnebene 2,6°
Länge des aufsteigenden Knotens 183,7°
Argument der Periapsis 72,3°
Zeitpunkt des Periheldurchgangs 12. September 2026
Siderische Umlaufperiode 7 a 344 d
Siderische Umlaufzeit {{{Umlaufdauer}}}
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit {{{Umlaufgeschwindigkeit}}} km/s
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit 14,85 km/s
Physikalische Eigenschaften
Mittlerer Durchmesser 15,1 km ± 0,3 km
Abmessungen
Masse Vorlage:Infobox Asteroid/Wartung/Masse kg
Albedo 0,03
Mittlere Dichte g/cm³
Rotationsperiode >20 h
Absolute Helligkeit 13,3 mag
Spektralklasse {{{Spektralklasse}}}
Spektralklasse
(nach Tholen)
Spektralklasse
(nach SMASSII)
Geschichte
Entdecker Spacewatch
Datum der Entdeckung 4. April 1986
Vorläufige Bezeichnung 1977 CN1, 1986 GW
Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten vom JPL Small-Body Database. Die Zugehörigkeit zu einer Asteroidenfamilie wird automatisch aus der AstDyS-2 Datenbank ermittelt. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten.

(4255) Spacewatch ist ein Asteroid jenseits des äußeren Hauptgürtels, der am 4. April 1986 vom Projekt Spacewatch am Kitt-Peak-Nationalobservatorium in Arizona entdeckt wurde. Nachträglich konnte festgestellt werden, dass er bereits am 11. und 12. Februar 1977 am Palomar-Observatorium in Kalifornien fotografiert worden war.

Der Asteroid ist benannt nach dem Spacewatch-Projekt und seinen zahlreichen Unterstützern. Das Programm nutzt einen 2048×2048 CCD-Sensor im Scanmodus am Spacewatch-Teleskop, dem 0,9 m-Spiegelteleskop des Steward Observatory der University of Arizona auf dem Kitt Peak, um Kleinplaneten und Kometen zu entdecken und astrometrische Beobachtungen durchzuführen.

(4255) Spacewatch wird zwar zu den Hauptgürtelasteroiden gezählt, bewegt sich aber weit außerhalb der Hecuba-Lücke und ist ein Mitglied der Hilda-Gruppe. Diese bewegt sich in einer 3:2-Bahnresonanz mit dem Planeten Jupiter um die Sonne. Obwohl der gegenseitige Bahnabstand (Minimum orbit intersection distance, MOID) von Jupiter und (4255) Spacewatch mit einer Periodizität von etwa 2000 Jahren zwischen 0,44 und 0,54 AE schwankte, sind sich die beiden Himmelskörper durch die Bahnresonanz in den vergangenen 10.000 Jahren nie näher gekommen als bis auf etwa 1,95 AE (292 Mio. km).[1] Aufgrund ihrer Bahneigenschaften wird (4255) Spacewatch zur Schubart-Familie gezählt.

Wissenschaftliche Auswertung

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Eine Auswertung von Beobachtungen durch das Projekt NEOWISE im nahen Infrarot speziell für Mitglieder der Hilda-Gruppe führte 2012 für (4255) Spacewatch zu vorläufigen Werten für den Durchmesser und die Albedo im sichtbaren Bereich von 15,1 oder 15,4 km bzw. 0,03.[2]

Photometrische Messungen des Asteroiden fanden erstmals statt vom 3. bis 7. Juni 1994 am La-Silla-Observatorium in Chile. Aus den nur während weniger Stunden aufgezeichneten Lichtkurven konnte nur auf eine Rotationsperiode von mindestens 20 h geschlossen werden.[3]

Einzelnachweise

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  1. A. Vitagliano: SOLEX 12.1. Abgerufen am 9. Juli 2020 (englisch).
  2. T. Grav, A. K. Mainzer, J. Bauer, J. Masiero, T. Spahr, R. S. McMillan, R. Walker, R. Cutri, E. Wright, P. R. Eisenhardt, E. Blauvelt, E. DeBaun, D. Elsbury, T. Gautier IV, S. Gomillion, E. Hand, A. Wilkins: WISE/NEOWISE Observations of the Hilda Population: Preliminary Results. In: The Astrophysical Journal. Band 744, Nr. 2, 2012, S. 1–15, doi:10.1088/0004-637X/744/2/197 (PDF; 3,45 MB).
  3. M. Dahlgren, J. F. Lahulla, C.-I. Lagerkvist, J. Lagerros, S. Mottola, A. Erikson, M. Gonano-Beurer, M. Di Martino: A Study of Hilda Asteroids. V. Lightcurves of 47 Hilda Asteroids. In: Icarus. Band 133, Nr. 2, 1998, S. 247–285, doi:10.1006/icar.1998.5919.