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(3254) Bus

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Asteroid
(3254) Bus
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Eigenschaften des Orbits Animation
Oskulation für Epoche: 21. November 2025 (JD 2.461.000,5)
Orbittyp Hauptgürtelasteroid
Asteroidenfamilie
Große Halbachse 3,967 AE
Exzentrizität 0,153
Perihel – Aphel 3,358 AE  4,576 AE
Perihel  Aphel  AE   AE
Neigung der Bahnebene 4,4°
Länge des aufsteigenden Knotens 42,8°
Argument der Periapsis 302,4°
Zeitpunkt des Periheldurchgangs 25. Mai 2029
Siderische Umlaufperiode 7 a 329 d
Siderische Umlaufzeit {{{Umlaufdauer}}}
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit {{{Umlaufgeschwindigkeit}}} km/s
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit 14,87 km/s
Physikalische Eigenschaften
Mittlerer Durchmesser 31,1 km ± 0,4 km
Abmessungen
Masse Vorlage:Infobox Asteroid/Wartung/Masse kg
Albedo 0,07
Mittlere Dichte g/cm³
Rotationsperiode 6 h 37 min
Absolute Helligkeit 11,3 mag
Spektralklasse {{{Spektralklasse}}}
Spektralklasse
(nach Tholen)
Spektralklasse
(nach SMASSII)
T
Geschichte
Entdecker Edward L. G. Bowell
Datum der Entdeckung 17. Oktober 1982
Vorläufige Bezeichnung 1982 SW4, 1982 UM
Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten vom JPL Small-Body Database. Die Zugehörigkeit zu einer Asteroidenfamilie wird automatisch aus der AstDyS-2 Datenbank ermittelt. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten.

(3254) Bus ist ein Asteroid jenseits des äußeren Hauptgürtels, der am 17. Oktober 1982 vom US-amerikanischen Astronomen Edward L. G. Bowell an der Anderson Mesa Station des Lowell-Observatoriums in Arizona bei einer Helligkeit von 16,5 mag entdeckt wurde. Nachträglich konnte festgestellt werden, dass er bereits drei Wochen zuvor am 26. September am Krim-Observatorium in Nautschnyj fotografiert worden war.

Der Asteroid ist benannt zu Ehren des US-amerikanischen Astronomen Schelte John „Bobby“ Bus (* 1956), wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lowell-Observatorium. Bus war maßgeblich an der erfolgreichen Planung und Durchführung der U.K. Schmidt-Caltech Asteroid Survey (UCAS) im Jahr 1982 beteiligt. Beobachtungen am Siding-Spring-Observatorium in Australien und die anschließende Analyse am California Institute of Technology (Caltech), dem Jet Propulsion Laboratory (JPL) und dem Lowell-Observatorium führten dabei zur Bestimmung von über tausend Umlaufbahnen lichtschwacher Kleinplaneten, die dadurch fast alle potenziell wiederauffindbar wurden.

(3254) Bus wird zwar zu den Hauptgürtelasteroiden gezählt, bewegt sich aber weit außerhalb der Hecuba-Lücke und ist ein Mitglied der Hilda-Gruppe. Diese bewegt sich in einer 3:2-Bahnresonanz mit dem Planeten Jupiter um die Sonne.[1] Obwohl der gegenseitige Bahnabstand (Minimum orbit intersection distance, MOID) von Jupiter und (3254) Bus immer wieder zwischen 0,75 und 0,91 AE schwankte, sind sich die beiden Himmelskörper durch die Bahnresonanz in den vergangenen 10.000 Jahren nie näher gekommen als bis auf etwa 1,57 AE (234 Mio. km).[2]

Wissenschaftliche Auswertung

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Eine Auswertung von Beobachtungen durch das Projekt NEOWISE im nahen Infrarot speziell für Mitglieder der Hilda-Gruppe führte 2012 für (3254) Bus zu vorläufigen Werten für den Durchmesser und die Albedo im sichtbaren Bereich von 31,1 km bzw. 0,07.[3]

Photometrische Messungen des Asteroiden fanden erstmals statt am 19. und 20. November 1990 am McDonald-Observatorium in Texas. Aus der aufgezeichneten Lichtkurve wurde eine Rotationsperiode von 6,62 h abgeleitet.[4] Weitere Beobachtungen vom 1. bis 12. Mai 2017 am Center for Solar System Studies (CS3) in Colorado und Kalifornien erbrachten in der Auswertung neben einer möglichen Rotationsperiode von 6,54 h auch einen alternativen Wert von 8,99 h.[5]

Im Jahr 2023 wurde aus photometrischen Messungen von Gaia DR3 erstmals ein dreidimensionales Gestaltmodell des Asteroiden für zwei alternative Rotationsachsen mit prograder Rotation und einer Periode von 6,62572 h berechnet.[6]

Einzelnachweise

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  1. C. E. Spratt: The Hilda group of minor planets. In: Journal of the Royal Astronomical Society of Canada. Band 83, 1989, S. 393–404, bibcode:1989JRASC..83..393S (PDF; 173 kB).
  2. A. Vitagliano: SOLEX 12.1. Abgerufen am 9. Juli 2020 (englisch).
  3. T. Grav, A. K. Mainzer, J. Bauer, J. Masiero, T. Spahr, R. S. McMillan, R. Walker, R. Cutri, E. Wright, P. R. Eisenhardt, E. Blauvelt, E. DeBaun, D. Elsbury, T. Gautier IV, S. Gomillion, E. Hand, A. Wilkins: WISE/NEOWISE Observations of the Hilda Population: Preliminary Results. In: The Astrophysical Journal. Band 744, Nr. 2, 2012, S. 1–15, doi:10.1088/0004-637X/744/2/197 (PDF; 3,45 MB).
  4. R. P. Binzel, L. M. Sauter: Trojan, Hilda, and Cybele asteroids: New lightcurve observations and analysis. In: Icarus. Band 95, Nr. 2, 1992, S. 222–238, doi:10.1016/0019-1035(92)90039-A.
  5. B. D. Warner, R. D. Stephens: Lightcurve Analysis of Hilda Asteroids at the Center for Solar System Studies: 2017 April thru July. In: The Minor Planet Bulletin. Bulletin of the Minor Planets Section of the Association of Lunar and Planetary Observers, Band 44, Nr. 4, 2017, S. 331–334, bibcode:2017MPBu...44..331W (PDF; 3,99 MB).
  6. J. Ďurech, J. Hanuš: Reconstruction of asteroid spin states from Gaia DR3 photometry. In: Astronomy & Astrophysics. Band 675, A24, 2023, S. 1–13, doi:10.1051/0004-6361/202345889 (PDF; 32,9 MB).