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Thomas Mann

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Thomas Mann (* 6. Juni 1875 in Lübeck; † 12. August 1955 in Kilchberg bei Zürich) war ein deutscher Schriftsteller, der 1929 den Nobelpreis für Literatur erhielt.

Thomas Mann 1937. Foto von Carl Van Vechten

Leben

1875 bis 1913

Die frühen Jahre

Paul Thomas Mann, der jüngere Bruder von Heinrich Mann (1871-1950), war Sohn des Kaufmanns Thomas Johann Heinrich Mann. Seine Mutter Julia (geborene da Silva-Bruhns) war zur Hälfte brasilianischer Herkunft. Aus dieser Ehe gingen noch die Kinder Julia (1877-1927, Suizid), Carla (1881-1910, Suizid) und Viktor (1890-1949) hervor. Der Familie fehlte es an nichts, Thomas Mann beschrieb in späteren Jahren seine Kindheit als „gehegt und glücklich“.

1891 starb sein Vater an den Folgen eines unheilbaren Blasenkrebses. In Zusammenhang mit seinem Testament hatte er die weitere Verfügung erlassen, dass das Unternehmen sowie auch das Wohnhaus in Lübeck zu verkaufen seien. Seiner Frau und den Kindern standen aus dem Erlös der Verkäufe die Zinsen zu, mit denen sie ihren Lebensunterhalt bestritten.

Thomas Mann zeigte sich in seiner Jugendzeit am Schulunterricht weitestgehend desinteressiert, obgleich er kein unbegabter Schüler war. Lieber ging er seiner früh entwickelten Neigung zum Schreiben nach und beteiligte sich schon 1893 mit Prosaskizzen und Aufsätzen an der von ihm mit herausgegebenen Zeitschrift Der Frühlingssturm. Wie ernst es ihm mit seiner Berufung als Schriftsteller gewesen sein muss, spiegelt auch ein aus dem Jahr 1889 erhalten gebliebener Brief wider, unterschrieb der 14-Jährige ihn doch mit „Thomas Mann. Lyrisch-dramatischer Dichter“. 1894 verließ er aus Antipathie gegenüber der Schule das Gymnasium Katharineum in der Obersekunda und siedelte nach München über, wohin seine Mutter und die Geschwister schon ein Jahr zuvor schon gezogen waren.

Sein Vormund Krafft Tesdorpf, der seit dem Tod des Vaters für die noch nicht volljährigen Kinder bestellt war, bestimmte, dass Thomas Mann nach dem Abgang von der Schule einen bürgerlichen Beruf ergreifen sollte. Mann fügte sich dem Wunsch und arbeitete fortan für eine Feuerversicherungsgesellschaft. Der Bürojob – verrichtet am Stehpult – war langweilig und anspruchslos; die Anekdote, Mann sei während des Abschreibens von Listen heimlich schriftstellerischen Tätigkeiten nachgegangen, ist bis heute unwidersprochen. Sein Debüt als Schriftsteller gab Mann 1894 mit einer Kurznovelle, die den schlichten Titel „Gefallen“ trug. In dem Magazin „Gesellschaft“ veröffentlicht, stieß sie auf Wohlgefallen.

1895 gab Mann seine Tätigkeit bei der Versicherungsgesellschaft auf und begann mit einem Studium an der Technischen Hochschule München. Zunächst schwebte ihm vor, einen journalistischen Beruf zu ergreifen. Die Ziellosigkeit, die seine Schullaufbahn auszeichnete, setzte sich im Studium fort. Als Mann 1896 mit 21 Jahren schließlich volljährig war und einen eigenen Anspruch aus dem Vermögen des Vaters auf ein monatliches Taschengeld in Höhe von 160 bis 180 Goldmark hatte, das ihm ein hinreichendes Auskommen ermöglichte, entschloss er sich, sich von den Zwängen der Lehranstalten endgültig zu befreien und freier Schriftsteller zu werden.

Heinrich und Thomas Mann – Foto um 1900

Erste Buchveröffentlichungen

Kaum war die Idee geboren, zusammen mit Heinrich eine Zeit in Italien zu verbringen, wurde sie schon umgesetzt. Ziel war Rom. 1897 schließlich mieteten sich die Brüder in dem östlich von der Hauptstadt liegenden Städtchen Palestrina ein. Mann schrieb in der Zeit einige Novellen, unter anderem Der kleine Herr Friedemann, und begann mit dem Roman Buddenbrooks. Verfall einer Familie".

Die sporadische Mitarbeit an dem Organ „Das Zwanzigste Jahrhundert – Blätter für die deutsche Art und Wohlfahrt“, dessen Herausgabe Thomas' Bruder Heinrich zeitweilig übernommen hatte, stellte Mann bald wieder ein. Der völkische Grundton, der das Blatt beherrschte, sowie darin enthaltene antisemitische Anklänge waren ungeeignet, sich einem lesenden Publikum vorzustellen. Die Brüder haben sich auf diese Episode später nur ungern ansprechen lassen. Stattdessen arbeitete Mann 1898 ein Jahr lang in der Redaktion des „Simplicissimus“.

1901 wurde Manns erster Roman veröffentlicht: „Buddenbrooks. Verfall einer Familie“.

Das Werk stieß prompt auf positive Resonanz bei den Lesern und in der Literaturkritik. Doch sprach sich in Lübeck schnell herum, dass das Portrait dieser Großfamilie und der in dem Roman erwähnten Figuren nicht rein fiktiv, sondern auf reale Personen der Stadt zurückzuführen sei.

Datei:Buddbuch.jpg
Buddenbrooks – Ausgabe von 1903

Schon kurze Zeit nach dem Erscheinen des Buchs kursierte eine Liste, die die in dem Roman erfolgten Codierungen einzelner Personen preisgab. Besonderen Zuspruch erfuhr eine Lübecker Buchhandlung, die der Kundschaft leihweise eine Entschlüsselungsliste zum Roman zur Verfügung stellte.

Der Roman „Buddenbrooks“ gehört mit zu den bedeutendsten Werken, die Thomas Mann schuf: 28 Jahre nach seinem Erscheinen nahm die Königlich Schwedische Akademie der Wissenschaften in ihrer Begründung für die Verleihung des Nobelpreises für Literatur an Thomas Mann maßgeblich auf diesen Roman Bezug.

Private Wege

1903 zeichneten sich erste Missstimmigkeiten zwischen den Brüdern Thomas und Heinrich ab. Thomas Mann verspürte eine von seinem Bruder vorangetriebene Zurücksetzung als Künstler und schmähte ihn seinerseits wegen der „langweiligen Schamlosigkeit“ seiner Bücher. Der Kontakt brach zwar nicht ab, auch gab es in den Folgejahren immer wieder Annäherungsversuche, aber fortan ging man sich in der öffentlichen Auseinandersetzung um die Kunst in der Literatur besser aus dem Wege.

Datei:Katia Mann2.JPG
Katia Mann – Foto aus dem Jahr 1905

1904 lernte Thomas Mann Katharina (Katia) Pringsheim (Enkelin der Frauenrechtlerin Hedwig Dohm) kennen und begann, um sie zu werben. Das überraschte um so mehr, als es in seinem bisherigen Leben keine näheren Beziehungen zu Frauen, geschweige denn „Weibergeschichten“ wie beim Bruder Heinrich gab. Über seine sexuellen Präferenzen hat Thomas Mann sich zwar nie ausdrücklich geäußert, er hat sie aber auch nicht verschwiegen. Nun entschied er sich für ein Leben, das man zu der damaligen Zeit als gutbürgerlich bezeichnete. Es blieben die Schwärmereien für „Jünglinge“ und für homophile Beziehungen, wie sie Ausdruck in Notizen und zahlreichen literarischen Verarbeitungen, unter anderem in den „Buddenbrooks“ (Hanno/Kai Graf Mölln), „Tonio Kröger“ (Tonio Kröger/Hans Hansen) und „Tod in Venedig“ (Gustav von Aschenbach/Tadzio) fanden.

Katia ließ sich lange bitten, doch am 11. Februar 1905 heiratete sie Thomas Mann. In der Folgezeit kamen die Kinder Erika (1905-1969), Klaus (1906-1949, Suizid), Golo, eigentlich Angelus Gottfried Thomas (1909-1994), Monika (1910-1992), Elisabeth (1918-2002) und Michael (1919-1977, Suizid) zur Welt.

1912 äußerten Ärzte bei Katia den Verdacht auf Tuberkulose, was einen längeren Sanatoriums-Aufenthalt in Davos erzwang. Thomas Mann, der sie besuchte, war angetan von der Atmosphäre des Sanatoriums, den Schilderungen Katias über die dort weilenden Gäste und den eigenen Eindrücken. Sie inspirierten ihn zu seinem Roman Der Zauberberg, den er 1913 begann – aber erst 1924 vollenden sollte; die Arbeiten hieran unterbrach er im Jahr 1915.

1914 bis 1929

Der Erste Weltkrieg

Als 1914 der Erste Weltkrieg ausbrach, gab es eine Reihe von Literaten, die diese Entwicklung guthießen, ja, teilweise bejubelten. Gerhart Hauptmann, Robert Musil, Richard Dehmel und Alfred Kerr zeigten sich von der Richtigkeit der Geschehnisse überzeugt. Thomas Mann vertrat einen eher verhaltenen Patriotismus. Er schrieb an seinen Bruder Heinrich:

„Ich persönlich habe mich auf eine vollständige Veränderung der materiellen Grundlagen meines Lebens vorzubereiten. Ich werde, wenn der Krieg lang dauert, mit ziemlicher Bestimmtheit das sein, was man „ruiniert“ nennt.“ Und er fährt später fort: „In Gottes Namen! Was will das besagen gegen die Umwälzungen, namentlich die seelischen, die solche Ereignisse im Großen zur Folge haben müssen! Muss man nicht dankbar sein für das vollkommen Unerwartete, so große Dinge erleben zu dürfen?“

Thomas Mann hielt den Krieg prinzipiell für notwendig, galt es doch aus seiner Sicht, den „verworfensten Polizeistaat der Welt“ – das zaristische Russland„zu zerschlagen“. Reflexionen zum Thema Krieg, die die Haltung der kriegsbefürwortenden Literaten verteidigten, veröffentlichte Thomas Mann in seinen „Gedanken im Kriege“. Der Kontakt zu seinem Bruder Heinrich, der wie die Literaten Romain Rolland, Hermann Hesse, Stefan Zweig und Arthur Schnitzler zu den Kriegsgegnern zählte, war inzwischen völlig eingestellt.

Vom „unpolitischen Betrachter“ zum Republikaner

Der für Deutschland ungünstige Kriegsverlauf, der sich 1916 durch die Versorgungsengpässe bei der Zivilbevölkerung besonders hart niederschlug, hinterließ Spuren auch bei Thomas Mann. Er, der in dieser Zeit von einigen Erkrankungen, auch neurotischen Charakters, heimgesucht worden war, hatte mit einem Essay begonnen, der 1918 unter dem Titel „Betrachtungen eines Unpolitischen“ veröffentlicht wurde. Eine seiner Thesen lautete, dass die Deutschen vom Grunde her unpolitisch seien; es sei nicht Aufgabe, Politik zu steuern, sondern sie wachsen zu lassen. Doch geriet der Essay zunehmend zu einer Abrechnung vor allen Dingen mit dem Bruder Heinrich. Dessen Essay „Zola“, der wilhelminischen Zeitgeist und Mitläuferschaft anprangerte, sah Thomas Mann nämlich auf sich und seine Haltung gemünzt, und er verrannte sich in überspitzten Formulierungen gegen die Staatsform der Republik. Der Druck des Buches verschleppte sich. Manns Verlag, der nicht grundlegend glücklich über die „Betrachtungen“ war, hatte die Papierration, die dem Essay zugedacht war, für einen Nachdruck der „Buddenbrooks“ verbraucht. Das Buch erschien erst wenige Tage nach dem Ende des Krieges. Thomas Mann hatte da schon überlegt, ob er das Erscheinen nicht doch verhindern sollte, da die Kritik – insbesondere die seiner Frau Katia – ihn innerlich ebenso aufgewühlt hatte wie die Arbeit an dem Werk selbst. Als die Meldung von der Auslieferung übermittelt wurde, kommentierte Mann dies mit dem Vermerk: „In Gottes Namen“.

Bei der Wahl zur Nationalversammlung am 19. Januar 1919, die den Grundstein für die Weimarer Republik legte, enthielt sich Thomas Mann seiner Stimme. Doch gehörte er, wie sein Bruder, zu den prominenten Persönlichkeiten, die den „Aufruf gegen den Unmut“ unterzeichneten. In dem Dokument wurde die Bevölkerung ermahnt, ihre Kräfte in den Dienst des Neuaufbaus der Republik zu stellen. Obgleich die Manns hier unterschriftsmäßig vereint waren, ließ die Aussöhnung der Brüder bis 1922 auf sich warten. Sie wurde durch eine schwere Erkrankung Heinrichs ausgelöst, die Thomas zur Besinnung rief, dass die brüderliche Verbindung stärker sei als die Auseinandersetzungen, die sie in der Vergangenheit geführt hatten.

Die Ermordung des Reichaußenministers Walther Rathenau am 24. Juni 1922 war mitauslösend für Thomas Manns Entscheidung, sich endgültig und grundlegend öffentlich für die Republik und ihre Werte stark zu machen. Mit seiner Rede "Von deutscher Republik" trat Mann zum ersten Mal als politischer Mahner und Befürworter der Republik hervor. Seine These lautete, dass Demokratie und Humanität eins seien und da der Mensch dem Prinzip der Humanität folgen solle, sei die demokratische Staatsform erstrebenswert.

1924 wurde der Roman "Der Zauberberg" veröffentlicht und war auf Anhieb ein großer Erfolg. Es folgten Unordnung und frühes Leid sowie „Über die Ehe“. 1925 begann Mann mit der Arbeit an der „Joseph“-Tetralogie. Modell für die Konturen des Joseph standen die jungen Menschen, von denen sich Thomas Mann verzaubert fühlte. Auch der 17-jährige Klaus Heuser, ein Freund der Kinder Manns, den Thomas Mann 1927 kennen lernte und über den er notierte, er sei seine „nach menschlichem Ermessen letzte Leidenschaft“, wird in die Figur des Joseph eingeflossen sein.

Thomas Mann beteiligte sich als Gründungsmitglied der „Sektion Dichtkunst“ bei der Preußischen Akademie der Künste aktiv an der Stärkung des Ansehens der Literatur. Insbesondere wandte er sich gegen das damals geltende „Schmutz und Schund-Gesetz“, mit welchem die schriftstellerische Freiheit eingeschränkt wurde.

Der Nobelpreis

Der Nobelpreis für Literatur kam für Thomas Mann nicht überraschend. Jahre zuvor war darüber spekuliert worden und er hatte schon 1927 auf diese Auszeichnung gehofft. Am Nachmittag des 12. November 1929 erreichte ihn die positive Nachricht aus Stockholm. Konsterniert war Mann darüber, dass das Nobelpreiskomitee sich im Wesentlichen nur auf seinen Roman „Buddenbrooks“ bezog. Ursächlich dafür war der „Königsmacher“ in dem Komitee, der schwedische Literaturwissenschaftler Fredrik Böök, der dem Roman „Der Zauberberg“ keinerlei Wertschätzung entgegenbringen mochte und ihn in einigen Kritiken verrissen hatte. Das Preisgeld betrug 200.000 Reichsmark, nach heutigen Verhältnissen mehr als eine halbe Million Euro. Einen Teil davon verwendete Mann, um die enormen Geldschulden, die seine Kinder Erika und Klaus gemacht hatten, zu tilgen (Klaus Mann: „Wir hatten zwar nichts davon, aber es erhöhte doch unsere Stimmung“), das Haus wurde finanziert, zwei Autos (ein offener Buick, eine Horch-Limousine) gekauft, der Rest wurde angelegt. Schon in Stockholm hatte ein jüdischer Journalist die Manns gebeten, das Geld doch "draußen stehen zu lassen", doch diese konnten sich nicht vorstellen warum. Als die Manns 1933 Deutschland verließen, verloren sie daher einen großen Teil ihres Vermögens wie eben auch den Immobilien- und Sachbesitz.

1930 bis 1944

Die „Deutsche Ansprache“

Die Reichstagswahl vom September 1930 hatte den Nationalsozialisten einen gewaltigen Stimmenzuwachs beschert. Thomas Mann, der wie viele andere Skeptiker die politische Kraft der NSDAP mit Misstrauen beobachtet hatte, entschloss sich zu einem „Appell an die Vernunft“, eine Rede, die er am 17. Oktober 1930 im Berliner Beethovensaal hielt und die als „Deutsche Ansprache“ in die Geschichte einging. Unter das vornehmlich sozialdemokratische und republikanische Publikum hatte sich ein Dutzend Nationalsozialisten gemischt, die mit Zwischenrufen zu stören versuchten. Es gelang ihnen nicht. Thomas Mann nannte den Nationalsozialismus unumwunden

„eine Riesenwelle exzentrischer Barbarei und primitiv-massendemokratischer Jahrmarktsrohheit“,
„Massenkrampf, Budengeläut, Halleluja und derwischmäßiges Wiederholen monotoner Schlagworte, bis alles Schaum vorm Munde hat“.

Er fragte, ob das deutsch sei. Er fragte, ob „das Wunschbild einer primitiven, blutreinen, herzens- und verstandesschlichten, hackenzusammenschlagenden, blauäugig gehorsamen und strammen Biederkeit, diese vollkommene nationale Simplizität in einem reifen, vielerfahrenen Kulturvolk wie dem deutschen“ zu verwirklichen sei. Der Beifall in dem Saal war immens, gleichwohl, er drang nicht nach draußen. Thomas Mann gehörte zu den wichtigsten prominenten Gegnern des Nationalsozialismus und seine Stimme hatte wegen seines hohen Ansehens im Ausland großes Gewicht. Doch seine zahlreichen Appelle verhallten ungehört.

Im Februar 1933 unternahmen Thomas Mann und seine Frau eine längere Auslandsreise, die sie erst nach Paris, dann nach Arosa führte. Von der Bücherverbrennung vom 10. Mai 1933 blieben Thomas Manns Werke zwar verschont, nicht so die seines Bruders Heinrich. Als aber alle Mitglieder der „Sektion Dichtkunst“ der Preußischen Akademie der Künste aufgefordert wurden, die neuen Machtverhältnisse zu akzeptieren und eine Treueerklärung gegenüber der nationalsozialistischen Regierung abzugeben, trat Mann freiwillig von seinem Amt zurück. Er und Katia hatten sich längst entschieden, vorerst nicht nach Deutschland zurückzukehren.

Erste Jahre im Exil

Der Entschluss, Deutschland den Rücken zu kehren, fiel nicht leicht, da die Manns ihr Sachvermögen zurücklassen mussten. Finanzielle Engpässe gab es aber nicht, da ein erheblicher Teil des Nobelpreis-Geldes sogleich in die Schweiz transferiert worden war und auch Bargeld aus Deutschland gerettet werden konnte. Manns Verlag hatte ihn inständig gebeten, die Deutschen in dieser schweren Stunde nicht allein zu lassen und sich bereit erklärt, seine Neuerscheinungen auf den Markt zu bringen. Erste Station ihres Exils war Südfrankreich; schließlich zogen die Manns in die Schweiz, wo sie in Küsnacht in der Nähe von Zürich wohnten. Thomas Manns Bewegungsfreiheit wurde dadurch eingeschränkt, dass sein deutscher Pass abgelaufen war und eine Passverlängerung vom persönlichen Erscheinen Thomas Mans in München abhängig gemacht wurde, wo bereits ein "Schutzhaftbefehl" auf ihn wartete. Das Verfahren der Ausbürgerung, von dem 1934 37 prominente Deutsche, unter ihnen Albert Einstein betroffen waren, war in seinem Fall zunächst auf Eis gelegt. Allerdings nutzten die Finanzbehörden – sich berufend auf aufgefundene Verlagsverträge, aus denen sich eine erhebliche Steuerschuld Manns aus den Jahren 1929 und 1930 ergeben sollte –die Gelegenheit, sein Haus und seine Möbel in München zu konfiszieren.

1934 und 1935 unternahmen die Manns ihre ersten Reisen in die USA. Die US-Amerikaner waren interessiert an dem prominenten Schriftsteller und gewährten ihm ohne gültigen Pass die Einreise. Seinen sechzigsten Geburtstag beging Mann in Küsnacht, er wurde von den Schweizern überwältigend gefeiert. Am 19. November 1936 wurde Thomas Mann auf seinen Antrag hin im tschechischen Konsulat die tschechische Staatsbürgerschaft verliehen. Im Tagebuch vermerkt er hierzu knapp: "Sonderbares Ereignis". Wenige Wochen später wurde ihm (gleichzeitig mit seiner Frau Katia und den Kindern Golo, Elisabeth und Michael) die deutsche Staatsbürgerschaft aberkannt. Zugleich entzogen die Nazis Thomas Mann die ihm 1919 von der Universität Bonn verliehene Ehrendoktorwürde, in die er am 13. Dezember 1946 wiedereingesetzt wurde.

„Wo ich bin, ist Deutschland“

Die endgültige Übersiedlung der Manns in die USA fiel zeitlich zusammen mit den politischen Entwicklungen in Österreich, die in den "Anschluss an das Reich" münden sollten. Bei der Ankunft der Manns in New York am 21. Februar 1938 wurde Mann von Reportern zu einer Stellungnahme zu den Ereignissen gebeten und gefragt, ob er das Exil als eine schwierige Last empfinde. Seine Antwort wurde tags darauf in der „New York Times“ abgedruckt:

“It is hard to bear. But what makes it easier is the realization of the poisoned atmosphere in Germany. That makes it easier because it’s actually no loss. Where I am, there is Germany. I carry my German culture in me. I have contact with the world and I do not consider myself fallen.”

(Es ist schwer zu ertragen. Aber was es leichter macht, ist die Vergegenwärtigung der vergifteten Atmosphäre, die in Deutschland herrscht. Das macht es leichter, weil man in Wirklichkeit nichts verliert. Wo ich bin, ist Deutschland. Ich trage meine deutsche Kultur in mir. Ich lebe im Kontakt mit der Welt und ich betrachte mich selbst nicht als gefallenen Menschen.)

Erste Station seines Exils in den USA war Princeton. Thomas Mann erhielt eine Gastprofessur an der dortigen Universität. Zugleich arbeitete er an seinem Roman über Johann Wolfgang von Goethe, der 1939 unter dem Titel „Lotte in Weimar“ erschien.

„Deutsche Hörer!“

Der Ausbruch des Zweiten Weltkriegs am 1. September 1939 löste Bestürzung im In- und Ausland aus und bewog Thomas Mann zu zahlreichen Aktivitäten. Er war Mitglied in mehreren Ausschüssen, die Emigranten unterstützten, unter anderem im „Committee for Jewish and Christian Refugees“ und im „Unitarian Service Committee“. 1940 begann Mann mit der Radiosendung „Deutsche Hörer!“. In monatlichen Abständen ausgestrahlt, wurden Manns emotionalen und warnenden Ansprachen in Kalifornien auf Platte aufgezeichnet und per Luftpost nach New York gebracht. Über Kabel wurden die Aufnahmen nach London übertragen, von wo aus die dort ansässige BBC die fünf- bis achtminütigen Aufnahmen über Langwelle nach Deutschland ausstrahlte. Diese externen Versuche, das Monopol des Volksempfängers zu durchbrechen, banden die Alliierten in ihre allgemeine Demoralisierungstaktik und Propaganda gegenüber Deutschland ein. Ein Anzeichen dafür ist bereits der Titel „Deutsche Hörer!“, der bereits das erfolgreiche Erreichen der deutschen Bevölkerung suggeriert. Vor dem Hintergrund der Totalität des Nationalsozialismus waren die Sendungen tatsächlich erfolgreich: Mann ereichte wenige, aber treue Zuhörer.

Die Einnahmen aus der Sendung spendete Mann dem British War Relief Fund. Eine der bekanntesten seiner Ansprachen ist die Sendung vom 14. Januar 1945 [1] :

„Wäre dieser Krieg zu Ende! Wären die grauenhaften Menschen erst beseitigt, die Deutschland hierhin gebracht haben, und könnte man anfangen, an einen Neubeginn des Lebens, an ein Forträumen der Trümmer, der inneren und äußeren, an den allmählichen Wiederaufbau, an eine verständige Aussöhnung mit den anderen Völkern und ein würdiges Zusammenleben mit ihnen zu denken! – Ist es das, was ihr wünscht? Spreche ich damit eure Sehnsucht aus? Ich glaube es. Ihr seid des Todes, der Zerstörung, des Chaos übersatt, wie sehr euer Heimlichstes zeitweise danach verlangt haben möge. Ihr wollt Ordnung und Leben, eine neue Lebensordnung, wie düster und schwer sie sich für Jahre auch anlassen wird.“

Manns bewusst apokalyptische Ausdrucksweise war nicht zufällig gewählt. Allerdings degradierte er Hitler und seine später als "Paladine" bekannt gewordenen Helfer in bissigen Teilen seiner Reden auch zu Witzfiguren, um eine allzu starke Dämonisierung zu verhindern:

„Nun denn, der Krieg ist schrecklich, aber den Vorteil bringt er mit sich, dass er Hitlern davon abhält, Kulturreden zu halten.“

In den Ansprachen wechseln sich moralische als auch bürgerlich-soziale Distanzierungen häufig ab.

Als einer der wenigen Verachter des Nationalsozialismus erfuhr Mann von Hitler Reaktionen. In einer in einem Bierkeller in München gehaltenen Rede diffamierte Hitler einen Aufruf Manns zum Widerstand, woraufhin Mann diese rhetorische Schwäche des "Führers" aussschlachtete. Besonders betonte er die Richtigkeit seiner Vorhersagen:

Deutsche Hörer! … Ich suchte mit meinen schwachen Kräften hintan zu halten, was kommen musste … - den Krieg, an dem eure lügenhaften Führer Juden und Engländern und Freimaurern und Gott weiß wem die Schuld geben, während er doch für jeden Sehenden gewiss war von dem Augenblick an, wo sie zur Macht kamen und die Maschine zu bauen begannen, mit der sie Freiheit und Recht niederzuwalzen gedachten.

Die unter dem Namen „Deutsche Hörer!“ bekannt gewordenen Radiosendungen boten nach dem Krieg in Deutschland viel Diskussionsstoff. Während einige behaupteten, Mann habe in seinen Reden eine Kollektivschuld aller Deutschen suggeriert, vertraten andere den Standpunkt, Mann sei lediglich mit der Mentalität der Weimarer Republik und dem sozialen Klima der ersten Jahre des Nationalsozialismus sehr hart ins Gericht gegangen.

Lebensbeichte

1941 waren die Manns nach Pacific Palisades, gelegen zwischen Santa Monica und Malibu, nördlich von Los Angeles/Kalifornien, übergesiedelt. Dort lebten sie zunächst in einem gemieteten Haus am Amalfi Drive, bevor sie ein eigens errichtetes Wohnhaus am San Remo Drive beziehen konnten. Der Versuch, die US-amerikanische Staatsbürgerschaft zu erlangen, verschleppte sich und konnte erst 1944 realisiert werden. In den Jahren 1943 bis 1947, unterbrochen im Jahre 1946 von einer schweren Operation wegen Lungenkrebses, welche in Chicago durchgeführt wurde, arbeitete Mann am Doktor Faustus. Das Leben des deutschen Tonsetzers Adrian Leverkühn, erzählt von einem Freunde. Für dieses Projekt hatte Mann im Vorfeld musikwissenschaftliche Lehrbücher sowie Biographien über Wolfgang Amadeus Mozart, Ludwig van Beethoven, Hector Berlioz, Hugo Wolf bis hin zu Alban Berg studiert. Mit zeitgenössischen Komponisten wie Igor Strawinsky, Arnold Schönberg und Hanns Eisler nahm er Kontakt auf, um sich in Sachen Komposition unterweisen zu lassen. Dokumentarisches und Historiographisches aus der Lutherzeit und dem 30-jährigen Krieg gehörten zur Vorbereitung des Romans ebenso wie Grimmelshausen und Sprichwörtersammlungen des Mittelalters. „Leverkühn“ als „lebenskühn“, so wollte Mann diese facettenreiche Gestalt verstanden wissen. Er nannte das Buch seine „Lebensbeichte" und schrieb später:

„(Serenus) Zeitbloom ist eine Parodie meinerselbst. In Adrians Lebensstimmung ist mehr von meiner eigenen, als man glauben sollte – und glauben soll.“

1945 bis 1955

Thomas Mann und das Nachkriegsdeutschland

Als einige Zeitungen nach Ende des Kriegs Thomas Mann als ersten Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland ins Gespräch gebracht hatten, wies dieser das Ansinnen erschrocken von sich, meinte aber selbstbewusst - und mit einem für ihn typischen ironischen Anflug: »Ich habe ein gewisses fürstliches Talent zum Repräsentieren, wenn ich einigermaßen frisch bin«. Ob diese Idee jemals in die Tat umgesetzt worden wäre, bleibt fraglich, denn Mann hatte zwischen sich und dem Nachkriegsdeutschland einen Keil getrieben: In seinem offenen Brief „Warum ich nicht nach Deutschland zurückkehre" vertrat er die These von der Kollektivschuld der Deutschen. Drohbriefe und Verrisse seines „Dr. Faustus“ waren die Folge. Es brauchte einige Jahre, bis die Deutschen sich mit Mann versöhnten.

Rückkehr nach Europa

Von den USA war Thomas Mann nach dem Tod des US-amerikanischen Präsidenten Franklin D. Roosevelt im Jahr 1945 zunehmend enttäuscht. Sein Entschluss, nach Europa zurückzukehren, verfestigte sich, als er im Juni 1951 vor dem Repräsentantenhaus im Kongress als „one of the world’s foremost apologists for Stalin and company“ bezeichnet wurde. Er, wie schon zuvor die deutschen Emigranten Hanns Eisler und Bertolt Brecht, musste Rechenschaft über seine Aktivitäten vor dem „Committee on Un-American Activities“ ablegen. Genau ein Jahr später, im Juni 1952, gingen die Manns in die Schweiz zurück, wo sie zunächst in einem gemieteten Haus in Erlenbach bei Zürich, ab 1954 dann in der angekauften Villa in Kilchberg, Alte Landstasse, über dem Zürichsee lebten.

Grab Thomas Manns auf dem Friedhof Kilchberg

Schon 1949 hatte Thomas Mann anlässlich der Feiern zu Goethes 200. Geburtstag Deutschland einen Besuch abgestattet, und zwar in Frankfurt am Main wie in Weimar, was von der Öffentlichkeit misstrauisch beäugt, von Mann aber mit dem Satz kommentiert wurde: „Ich kenne keine Zonen. Mein Besuch gilt Deutschland selbst, Deutschland als Ganzem, und keinem Besatzungsgebiet.“ Die Deutschland-Besuche wurden von der Schweiz aus zu einer festen Einrichtung. 1954 setzte Mann die 1922 begonnene Arbeit am Roman „Die Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“ fort, der ein Fragment geblieben ist. Zum 150. Todestag von Friedrich Schiller 1955 veröffentlichte Mann den Essay „Versuch über Schiller“ und hielt Reden. Die Stadt Lübeck ernannte ihn zum Ehrenbürger.

Am 20. Juli 1955 wurde während eines Aufenthaltes im holländischen Seebad Nordwijk bei Mann eine Thromboseerkrankung festgestellt. Am 18. Juli sprach er erstmalig mit seiner Frau von dem ziehenden Schmerz im linken Bein, der ihm "kürzlich angeflogen" und nun beginne, ihm lästig zu fallen. Der hinzugezogene Arzt verordnete Bettruhe. Am 23. Juli flog das Ehepaar Mann nach Zürich zurück. Die ärztliche Behandlung blieb erfolglos, am 12. August starb Thomas Mann achtzigjährig im Zürcher Kantonsspital an der Ruptur der unteren Bauchschlagader als Folge einer Arteriosklerose.

Selbstspiegelung und Rezeption

Tagebücher

Thomas Mann hat sein Leben lang Tagebuch geschrieben. Die Tagebuch-Hefte aus der Zeit vor 1933 hat er verbrannt, lediglich Hefte von 1918 bis 1921 blieben erhalten, weil die Aufzeichnungen in diesen Tagebüchern für die Arbeit an „Doktor Faustus“ benötigt wurden. Die erhaltenen Tagebücher umfassen also die Zeiträume von September 1918 bis Dezember 1921 sowie von März 1933 bis Juli 1955. Veröffentlicht werden durften sie auf sein Geheiß hin erst 1975 - im Jahr seines hundertsten Geburtstags. Manns schriftliche Verfügung hatte gelautet, die Tagebücher dürften erst 20 Jahre nach seinem Tod veröffentlicht werden. Dementsprechend war die Erwartung des Publikums groß, die Reaktion auf die Veröffentlichung jedoch überwiegend Ausdruck von Enttäuschung. Nur von nicht fachlich versierten wurde die Offenlegung der homoerotischen Seite Manns als überraschend empfunden. Ansonsten riefen die höchstpersönlichen Bekenntnisse gleich Kritiker auf den Plan, die den Vorwurf des Narzissmus erhoben. Aus heutiger Sicht sind Manns Aufzeichnungen wichtiges Zeugnis, das das Bild über den Schriftsteller auch im Privaten abrundet und den Zugang zu seinen Werken erleichtert.

Wirkung – Damals und Heute

Die Wirkung von Manns Werken in wenige Worte zu fassen, ist unmöglich. Zwei Besonderheiten lassen sich dennoch hervorheben: Mann war schon zu Lebzeiten umstritten und blieb es bis über den Tod hinaus. Und er hatte keine „Schüler“, es bekannte sich niemand dazu, sozusagen von ihm und durch ihn schriftstellerisch beeinflusst worden zu sein.

Dass Mann nicht nur Freunde, sondern auch erklärte Feinde hatte, ist nicht ausschließlich eine Frage des Zeitlaufs gewesen.

Seine literarischen Erfolge, sein bürgerlich-repräsentativer Lebensstil und nicht zuletzt seine Fähigkeit zu prägnantem Polemisieren trugen ihm Feindschaften ein. Dementsprechend gespannt war das Verhältnis zu manchen Schriftstellerkollegen. Robert Musil bezeichnete ihn als „Großschriftsteller“, Bertolt Brecht nannte ihn einen „regierungstreuen Lohnschreiber der Bourgeoisie“, Alfred Döblin bezeichnete ihn als den Herrn, „der die Bügelfalte zum Kunstprinzip“ erhebt. Freundschaftliche Beziehungen unterhielt TM insbesondere mit Hermann Hesse.

Das Verhältnis der Nationalsozialisten zu Thomas Mann, der sich schon seit den frühen 1920er Jahren öffentlich gegen die rechtsextremen politischen Tendenzen in Deutschland gewendet hatte, war nach der "Machtergreifung" 1933 zunächst gespalten. In München wurden zwar Haus und Vermögen beschlagnahmt und sogar ein "Schutzhaftbefehl" erlassen. Manches deutet aber darauf hin, dass eine Rückkehr des international bekannten Nobelpreisträgers Thomas Mann ins "Reich" zumindest den Machthabern in Berlin hochwillkommen gewesen wäre. So durfte noch im März 1934 der Roman "Der junge Joseph“ beim Berliner "S. Fischer Verlag" erscheinen. Erst nachdem Thomas Mann im Februar 1936 mit seinem Offenen Brief an Eduard Korrodi in der "Neuen Zürcher Zeitung" den öffentlichen und eindeutigen Bruch mit den deutschen Machthabern herbeigeführt hatte, erfolgten Ausbürgerung und Versteigerung des zurückgebliebenen Münchener Hausrats.

Warum Mann keine bekennenden Schüler hat, wurde im Jahr seines 100. Geburtstags wissenschaftlich beleuchtet. Der Literaturwissenschaftler Peter Pütz („Thomas Manns Wirkung auf die deutsche Literatur der Gegenwart“) bringt es auf den Punkt: Manns Wirkung liege „nicht in der Nachfolge, sondern im Gegenentwurf“. Da niemand neben Mann bestehen kann, besteht er nur gegen ihn. Und Marcel Reich-Ranicki resümiert: „Dutzende von Schriftstellern erklärten, niemand sei ihnen gleichgültiger als der Autor des „Zauberberg“. Aber sie beteuerten es mit vor Wut und wohl auch Neid bebender Stimme." („Nachprüfung. Aufsätze über deutsche Schriftsteller von gestern“, Stuttgart 1980, S. 110).

Werke

Romane

Erzählungen und Novellen

Essays

Aufnahmen

Von folgenden Werken existieren orginal Tonbandaufnahmen von Thomas Mann, der seine eigenen Werke mit hörbarem Genuß rezitierte.

  • Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull
  • Tonio Kröger
  • Das Eisenbahnunglück
  • Das Wunderkind
  • Deutsche Hörer!
  • Versuch über Schiller
  • Schwere Stunde
  • Der Erwählte
  • Über die Entstehung der Buddenbrooks

Literaturverzeichnis

Biographien

  • Klaus Harpprecht: Thomas Mann - Eine Biographie, 2 Bände, Rowohlt-Verlag, Reinbek 1996, ISBN 3498028731
  • Peter de Mendelssohn: Der Zauberer - Das Leben des deutschen Schriftstellers Thomas Mann, Erster Teil 1875 - 1918, S. Fischer Verlag, Frankfurt a.M., 1975, ISBN 3-10-049402-4
  • Peter de Mendelssohn: Der Zauberer - Das Leben des deutschen Schriftstellers Thomas Mann, Jahre der Schwebe 1919 und 1933, nachgelassene Kapitel, Register, S. Fischer Frankfurt a. M., 1992, ISBN 3-10-049405-9
  • Donald A. Prater: Thomas Mann - Deutscher und Weltbürger. Eine Biographie, C. Hanser: München & Wien 1995, ISBN 3-44615-363-2

Literaturwissenschaftliche Werke

  • Heinz Ludwig Arnold (Hrsg.): Thomas Mann. TEXT + KRITIK. Zeitschrift für Literatur, Sonderband, 2., erweiterte Aufl. 1982. edition text + kritik. ISBN 3-88377-124-4
  • Jeffrey B. Berlin: Approaches to Teaching Mann's Death in Venice and Other Short Fiction, The Modern Language Association of America, New York 1992, ISBN 0-87352-709-7 (cloth) ISBN 0-87352-710-0 (pbk.)
  • Helmut Koopmann (Hrsg.): Thomas-Mann-Handbuch, 2. Aufl. Kröner Verlag, Stuttgart 1995, ISBN 3-520-82802-2

(Unsortiertes)

  • Hermann Kurzke: Thomas Mann - Epoche - Werk - Wirkung, C.H. Beck Verlag, München 1997, ISBN 3-406-431364
  • Thomas Klugkist: 49 Fragen und Antworten zu Thomas Mann, S. Fischer: Frankfurt 2003 ISBN 3100422198
  • Alexander Martin Pfleger: "Thomas Manns Rezeption von Versdramen Gerhart Hauptmanns" in: Gerhart-Hauptmann-Blätter, Jahrgang VI (2004), Heft I, S. 4 - 8
  • Kurt Sontheimer: Thomas Mann und die Deutschen, Langen Müller, München 2002 (überarbeitete Neuauflage des 1961 bei der Nymphenburger Verlagshandlung erschienenen Titels), ISBN 3-7844-2861-4

Datenbank

Die Datenbank der Thomas-Mann-Sammlung "Dr. Hans-Otto Mayer" (Schenkung Rudolf Groth) in der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf verzeichnet laufend Monographien und Aufsätze aus Sammelbänden und Fachzeitschriften sowie umfangreiche wissenschaftlich relevante Artikel aus Zeitungen und Zeitschriften zu Thomas Mann und seiner Familie. Die Datenbank enthält mehr als 5200 Titelsätze von Sekundärliteratur, die seit 1995 erschienen ist. Jährlich kommen ca. 800 Datensätze hinzu. Die Datenbank ist im Internet frei zugänglich: http://www.ub.uni-duesseldorf.de/ueber_uns/sonder/mann/index_html

Filmographie

Eine Auswahl von Filmen, die nach Romanen, Novellen und Motiven von Thomas Mann entstanden sind:

Vertonung

Siehe auch

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