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Zillertaler Türkenjäger

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Die Zillertaler Türkenjäger sind eine vermutlich niedersächsische Musikgruppe, die mit in hohem Maße judenfeindlichen, ausländerfeindlichen sowie minderheiten- und frauenfeindlichen Texten operiert und daher in der neonazistischen Szene Deutschlands einen hohen Bekanntheitsgrad erlangt hat. Die Band, deren Mitglieder nicht namentlich bekannt sind, ist damit eine der zurzeit bekannteren Neonazi-Bands.

Auffällig wurde die Band zum ersten Mal im Mai 1997, als eine von ihr produzierte CD "12 Doitsche Stimmungshits" erschien, in der bekannte Schlagermeldodien mit rechtsextremistischen und neonazistischen Texten unterlegt wurden; der Name spielte dabei auf die Zillertaler Schürzenjäger an, eine Musikgruppe, die Volkstümliche Musik produziert. Die CD mit Titeln wie "Der Sonderzug nach Mekka", "Am Tag, als Ignaz Bubis starb", "Da sprach der Negerhäuptling aus Uganda" etc. wurde von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien entsprechend wegen dieser Inhalte indiziert: Die Lieder der Band bewegen sich durchweg im Bereich der Volksverhetzung. Mittlerweile werden, wie in der Szene allgemein üblich, die Aufnahmen der Band in erster Linie über das Internet sowie als CDs gehandelt/getauscht, die privat auf Basis dieser Internet-Daten gebrannt wurden.

Die CD "12 Doitsche Stimmungshits" der Zillertaler Türkenjäger ist wegen Volksverhetzung gemäß § 130 StGB bundesweit beschlagnahmt worden, mit Beschlüssen vom:

  1. Amtsgericht Oldenburg, Beschluss vom 9.11.97, Aktenzeichen 44 Gs 3280/97;
  2. AG Winsen (Luhe), Beschl. vom 30.3.98, Az: 7 Gs 113/98;

und bundesweit eingezogen mit Beschluss des AG Ulm vom 13.1.98, Az: 11 Ls 11 Js 10227/97.

Die Verbreitung und Bewerbung steht nach § 130 StGB unter Strafe und kann mit einer Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder einer Geldstrafe bestraft werden.