Zum Inhalt springen

August Scheller

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dieser Artikel wurde am 15. Februar 2026 auf den Seiten der Qualitätssicherung eingetragen. Bitte hilf mit, ihn zu verbessern, und beteilige dich bitte an der Diskussion!
Folgendes muss noch verbessert werden: Vollprogramm. XenonX3 – () 12:48, 15. Feb. 2026 (CET)

August Scheller (auch F. Augustin Scheller; * um 1719; † 1790 in Augsburg) war ein deutscher Zeichner, Kupferstecher und Schabkunststecher („Schwarzkünstler“).[1]

Scheller wirkte in der Mitte des 18. Jahrhunderts in seiner Heimatstadt Augsburg. Er war 1753 ein Gründungsmitglied der Herzschen „Gesellschaft der freyen Künste“.[1]

Sein künstlerisches Schaffen umfasst vor allem Porträts Augsburger Persönlichkeiten sowie historische und religiöse Darstellungen. Er arbeitete sowohl mit der Feder und in Tusche (oft laviert) als auch in den Techniken des Kupferstichs und des Mezzotinto.[2] Viele seiner Entwürfe wurden von namhaften zeitgenössischen Stechern wie Jeremias Gottlob Rugendas, Emanuel Eichel, Johann Friedrich Rein oder Georg Hübner ausgeführt.

Seine Signaturen erfolgten meist mit vollem Namen oder dem Monogramm „F. A. S.“[3]

Werke (Auswahl)

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die chronologische Abfolge seiner datierten Blätter lässt eine Hauptschaffensperiode zwischen 1745 und 1770 erkennen.

Nach Schellers Zeichnungen gestochen (Fremdstiche)

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • Augsburger Evangelische Friedensgemälde: Gedenkblätter von 1748, 1752, 1763 und 1764 (letztere gestochen von J. G. Rugendas).
  • Icones synopticae monarchorum etc.: Serie von Kaisern, Päpsten und Fürsten (gestochen von E. Eichel).
  • Porträt Matthäus Herz: Schabblatt (gestochen von J. Fr. Rein).
  • Porträt Friedrich der Große: In ornamentaler Umrahmung mit Schlachtendarstellung (gestochen von G. Hübner, 1757).

Eigenhändige Stiche und Schabblätter

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Porträt von Benedikt Gullmann (1751)

Besonders bekannt sind seine Porträts Augsburger evangelischer Geistlicher:

  • 1745: Bildnis des „evangelischen National-Landpredigers Aaron bei den Malabaren in Ostindien“.
  • 1747: Johann Konrad Mezger (nach J. Chr. Beischlag).
  • 1748: Adolf Demanial (nach G. Spitzel) und Samuel Widemann (nach J. J. Haid).
  • 1749: Gottlieb Preu (nach A. Löscher).
  • 1751: Arzt Benedikt Gullmann (nach T. Laub) und Magdalena Grossin.
  • 1761: Hieronymus Daniel Schleißner.
  • 1768: Friedrich Balthasar Hopfer und Marx Friedrich Hopfer.
  • Varia: Weinversandliste des Regensburger Kaufmanns Johann Christoph Glätzl.

Handzeichnungen und Vorzeichnungen

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • Hans Vollmer (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Band 30: Scheffel–Siemerding. E. A. Seemann, Leipzig 1936, ISBN 978-3-86502-177-9, S. 17.
  • Paul von Stetten: Erläuterungen der in Kupfer gestochenen Vorstellungen, aus der Geschichte der Reichsstadt Augsburg. Augsburg 1765, S. 254.
  • Paul von Stetten: Die vornehmsten Merkwürdigkeiten der Reichs-Stadt Augsburg. Augsburg 1772, S. 101, 106, 114, 118, 122, 126, 127, 130, 132.
  • Paul von Stetten: Kunst-, Gewerb- und Handwerks-Geschichte der Reichs-Stadt Augsburg. Band 1. Stage, Augsburg 1779, S. 431.
  • Lexicon der schwäbischen Schriftsteller. Nördlingen 1771, ISBN 978-3-7428-9333-8, S. 71.
  • Hans Heinrich Füßli: Allgemeines Künstlerlexikon. 2. Abschnitt, 6. Teil: Sa–Sp. Orell, Füßli und Compagnie, Zürich 1812, S. 1478.
  • Andreas Friedrich Waitzmann: Geschichte der Stadt Augsburg von ihrem Anfang bis auf die neuesten Zeiten. Band 2. Jenisch & Stage, Augsburg 1840, S. 183.
  • Georg Kaspar Nagler: Neues allgemeines Künstler-Lexicon. Band 15. Fleischmann, München 1845, S. 182.
  • Georg Kaspar Nagler: Die Monogrammisten. Band 2. Georg Franz, München 1860.
  • Rudolf von Stillfried-Rattonitz: Leben und Kunstleistungen des Malers und Kupferstechers Georg Philipp Rugendas und seiner Nachkommen. Berlin 1879, S. 56.
  • Zeitschrift des Historischen Vereins für Schwaben und Neuburg. Band 34, 1908, S. 11.
  • Albert Haemmerle: Evangelisches Totenregister zur Kunst- und Handwerksgeschichte Augsburgs. 1928, S. 95.
Commons: August Scheller – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. a b Hans Vollmer (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Band 30: Scheffel–Siemerding. E. A. Seemann, Leipzig 1936, S. 20.
  2. Georg Kaspar Nagler: Die Monogrammisten. Band 2. Georg Franz, München 1860, S. 698.
  3. Georg Kaspar Nagler: Neues allgemeines Künstler-Lexicon. Band 15. Fleischmann, München 1845, S. 178 (Online-Version).