September 2003

Monat im Jahr 2003
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Eine Themenübersicht und Links zu weiteren Nachrichten des Jahres 2003 befinden sich am Ende des Artikels.

Bitte haltet die Formatierungen ein und achtet auf journalistischen Stil:
*Land/Ort. Nachricht

Ereignisse sollten für den Tag eingetragen werden, an dem sie stattfanden. Auf relative Angaben wie 'heute' kann man verzichten. Verwendet die Vergangenheitsform (da die aktuellen Ereignisse schon einen Tag später Schnee von gestern sind).


Aktuelle Nachrichten - Ereignisse des Tages

September 2003

Sonntag, 28. September

Freitag, 26. September

  • Japan/Hokkaido. Die nordjapanische Insel Hokkaido wurde am frühen Morgen von zwei kurz aufeinanderfolgenden schweren Erdbeben erschüttert. Die Beben hatte die Stärke 8 und 7 auf der Richterskala. Etwa 400 Menschen wurden verletzt. Vor einem drohenden Tsunami wurden mehr als 40.000 Menschen evakuiert.
  • Deutschland/Berlin. Der Deutsche Bundestag verabschiedet mit den Stimmen von SPD, Bündnis 90/Die Grünen und CDU das von fast allen Parteien entworfene Gesundheitssystemmodernisierungsgesetz (GMG). Die FDP-Fraktion sowie die beiden PDS-Abgeordneten stimmten gegen den Gesetzentwurf.

Donnerstag, 25. September

  • Israel. 27 Kampfpiloten der israelischen Armee unter Führung des Brigadegenerals Jiftach Spector haben in einer Erklärung 'gezielte Tötungen' aus der Luft abgelehnt und weigern sich diese in Zukunft durchzuführen. Ihrer Meinung nach kommen dabei zu oft Zivilisten zu Schaden. In den vergangenen Jahren wurden etwa 140 militante Palästinenser bei solchen Aktionen getötet, aber auch über 100 Zivilisten. Israelische Politiker kritisierten die Soldaten. Ihnen drohen jetzt Bestrafungen.
  • Irak/Baakuba. In Baakuba nördlich von Bagdad tötete eine Granate 7 Iraker, 13 weitere wurden verletzt. Bereits zuvor wurde bei einem Anschlag auf ein Hotel ein Wachmann getötet.
  • Irak/Bagdad. Die irakische Politikerin Akila el Haschimi starb an ihren schweren Verletzungen. Auf sie war am 20. September ein Attentat verübt worden.
  • Frankreich. Die französische Regierung legte offizielle Zahlen zu den Opfern der Hitzewelle vor: 14.802 Menschen sind infolge der Hitze diesen Sommer gestorben. Zuletzt waren 1976 etwa 6.000 Menschen an den Folgen eines warmen Sommers gestorben.

Mittwoch, 24. September

  • Europa. Das europäische Parlament hat einer Richtlinie zu Softwarepatenten die Zustimmung erteilt. Die ursprüngliche Fassung wurde jedoch nach heftiger Kritik deutlich entschärft.
  • Deutschland. Das Bundesverfassungsgericht entschied im so genannten Kopftuch-Streit, dass das Tragen eines Kopftuches im Unterricht nach Gesetzeslage nicht unzulässig ist. Damit erhielt die Klägerin Fereshta Ludin recht, die wegen ihres Kopftuches nicht in den Lehrerdienst übernommen wurde. Allerdings steht es den Ländern frei, Gesetze zu erlassen, die ein solches Verbot aussprechen.
  • Schweiz/Bern. Laut Forschern des geographischen Instituts der Universität Bern war der vergangene Sommer (2003) der wärmste seit 500 Jahren gewesen. Ebenso war das Jahrzehnt von 1994-2003 das wärmste Jahrzehnt.
  • Palästina. Israelische Soldaten töteten in der Nacht zum Donnerstag vier Palästinenser. Israelische Truppen drangen in ein Flüchlingslager in Gaza ein und erschossen zwei Männer. Weitere zwei Menschen starben bei einem Schusswechsel in Hebron im Westjordanland, 6 Israelis wurden verletzt. Bereits im Laufe des Tages war ein 15jähriger Palästinenser bei einem heftigen Gefecht in der Nähe des Flüchtlingslagers Rafah im gazastreifen erschossen worden. Dabei wurden mindestens 14 weitere Menschen verletzt.
  • Schweden. Der bisherige Verdächtige im Mordfall Anna Lindh wurde überraschend freigelassen. Der verdacht gegen ihn sei ausgeräumt, so die Polizei. Stattdessen wurde ein neuer Verdächtiger festgenommen.

Dienstag, 23. September

  • Irak. Der von den USA eingesetzte irakische Regierungsrat verbot den arabischen Fernsehsendern Al Dschasira und Al Arabija die offizielle Berichterstattung für die kommenden 2 Wochen. Die Sender berichteten angeblich zu negativ über die US-Besatzung und waren eine Kommunikationsplattform für das entmachtete Regime.
  • Dänemark/Schweden. In Dänemark und im Süden Schwedens fiel für mehrere Stunden der Strom aus.
  • Deutschland. Gegen den Batteriehersteller Ansmann wurde eine Geldstrafe verhängt, da er mit Ebay-Händlern Mindestpreise vereinbart hat.
  • Die USA haben dem umstrittenenen israelischen Grenzzaun zugestimmt. Die Mauer soll vor palästinensischen Selbstmordattentätern schützen. Ein Teil des Westjordanlandes wird dabei mit eingeschlossen, um illegale israelische Siedlungen auf Palästinensergebiet mit zu schützen. Das für den Bau nötige Land wird zwangsenteignet.
  • Irak/Bagdad. Vor dem Sitz der UNO in Bagdad ist eine Autobombe explodiert. Der Attentäter und ein Polizist kamen ums Leben, 11 Menschen wurden verletzt.

Sonntag, 21. September

  • Deutschland/Bayern. Bei der Landtagswahl in Bayern erhielt die CSU 60,7% der Wählerstimmen. Die SPD rutschte auf 19,6% ab, die Grünen erhielten 7,7%. Die Freien Wähler und die FDP verfehlten den Einzug in den Landtag. Damit erreicht die CSU als erste Partei im Nachkriegsdeutschland eine 2/3-Mehrheit in einem Landesparlament.

Sonnabend, 20. September

  • Malediven. Auf den Malediven kam es zu Unruhen, nachdem bei einer Gefängnisrevolte ein Häftling ums Leben kam. Angehörige gaben der Polizei die Schuld an dem Tod. Es wurden Regierungsgebäude und 2 Polizeistationen in Brand gesteckt.
  • Lettland. Lettland hat als letztes der 10 Kandidatenländer für den Beitritt zur Europäischen Union gestimmt. 67% der Wähler sprachen sich für den Beitritt aus. Gleichzeitig wurde dem Regierungschef Einars Repse das Vertrauen durch eine der Koalitionsparteien entzogen.
  • Das Mittelrheintal wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.
  • Irak. Bei einem Anschlag ist die schiitische Politikerin Akila el Haschimi schwer verletzt worden. Sie ist ein Mitglied des von der USA eingesetzten irakischen Verwaltungsrats. Bei weiteren Anschlägen starben 3 US-Soldaten.
  • Israel/Tel Aviv. In der israelischen Stadt Tel Aviv demonstrierten 10.000 Israelis für den Abzug der Armee aus den Palästinensergebieten. Die Regierung Ariel Scharons wurde für ihre Unnachgiebigkeit kritisiert. Die Politik der Stärke verhindere eine Friedenslösung.

Freitag, 19. September

  • Nigeria. Ein Berufungsgericht hob das Steinigungsurteil gegen die 31jährige Amina Lawal wegen unzureichender Verteidigungsmöglichkeiten auf. Die Frau war wegen Ehebruch verurteilt worden, nachdem sie 2 Jahre nach ihrer Scheidung ein Kind zur Welt gebracht hat.

Donnerstag, 18. September

Mittwoch, 17. September

Dienstag, 16. September

  • Deutschland/Pforzheim. Ein 24jähriger Mann hat bei einem Amoklauf eine Frau in einem Versandhaus getötet und 3 weitere und sich selbst verletzt. Er beging die Tat mit einem Schwert, das ein Ausstellungsstück dieses Versandhauses war.
  • Japan/Nagoya. Eine Geiselnahme im japanischen Nagoya endete mit einer Explosion, die der Täter auslöste. Dabei starb er selbst und 2 seiner Geiseln. Es gab 23 Verletzte, hauptsächlich umstehende Reporter. Der Geiselnehmer hatte die Tat in der Kurierfirma begangen, um ausstehenden Lohn einzufordern.
  • Die UNESCO hat den 16. September zum Tag der Ozonschicht erklärt. Damit will sie auf die immer noch bestehende Gefahr durch den durch Menschen verursachten Abbau der Ozonschicht hinweisen.

Sonntag, 14. September

Samstag, 13. September

Freitag, 12. September

  • Südkorea. Der Wirbelsturm 'Maemi' verwüstete in der Nacht zum Sonnabend den Süden des Landes. 33 Menschen wurden getötet, weitere 14 werden noch vermisst.
  • Deutschland. Bei einem Zusammenstoß zwischen einem Auto und einem Zug kamen in der Nacht zum Sonnabend in Sachsen-Anhalt die beiden Insassen des Autos ums Leben. Der Fahrer des Autos hatte die geschlossene Halbschranke nicht beachtet.

Donnerstag, 11. September

Mittwoch, 10. September

Dienstag, 9. September

Montag, 8. September

Sonntag, 7. September

Samstag, 6. September

  • Palästina. Der palästinensische Ministerpräsident Mahmud Abbas hat bei Präsident Jassir Arafat ein Rücktrittsgesuch eingereicht. Dieser hat es angenommen. Dem ging ein Machtkampf der beiden voraus.
  • Die USA drängen den Weltsicherheitsrat zu einer Resolution gegen den Iran wegen der Verletzung des Atomwaffensperrvertrages. Ein entsprechender Entwurf soll auf der am Montag beginnenden Konferenz der Internationalen Atomenergiebehörde vorgestellt werden. Washington will mit der Resolution den Iran zur "vollen Mitarbeit" bringen und wirft der teheranischen Regierung vor, am Bau von Atomwaffen zu forschen.
  • Taiwan/Taipei. Rund 150.000 Taiwaner haben in der Hauptstadt Taipei für eine Namensänderung ihres Landes demonstriert. Bisher heisst es Republik China und erhebt Anspruch auf das gesamte China. Die Demonstranten betrachten die Republik als vergangen und den Anspruch auf das Festland als überholt und plädieren für eine Namensänderung auf Taiwan. Taiwan ist international nicht anerkannt.

Freitag, 5. September

  • Der Hurrikan Fabian wütete bis in die Nacht hinein auf den Bermudas-Inseln. 4 Menschen werden vermisst, sie sind vermutlich tot. Der Sturm richtete große Schäden an, die Hälfte der Inselbewohner war ohne Strom. 'Fabian' war mit Windgeschwindigkeiten bis zu 213 Stundenkilometern der stärkste Wirbelsturm seit Jahrzehnten. Am Sonntag schwächte er sich ab, und bewegte sich auf Neufundland zu.
  • Israel/Haifa. Der Forscher Eli Biham der Technion-Israel-Universität hat eine Sicherheitslücke in der Verschlüsselung von GSM-Handys entdeckt. Damit ist es möglich, diese abzuhören.

Donnerstag, 4. September

Mittwoch, 3. September

Dienstag, 2. September

Montag, 1. September

  • Polen. Die "Danziger Forderungen", das Programm der im kommunistischen Regime verbotenen Gewerkschaft Solidarnosc, wird zum Weltkulturerbe der UNESCO erklärt.
  • USA. Präsident George W. Bush startete den Wahlkampf für die Präsidentenwahl 2004 mit einer Rede. Er bezog sich auf Wirtschaftsthemen, verteidigte seine Steuersenkung und versprach mehr Arbeitsplätze.
  • Der Lyriker Rainer Malkowski stirbt im Alter von 63 Jahren.
  • Frankreich debattiert über die Abschaffung eines Feiertags. Noch sind in Frankreich längst nicht alle Toten der Hitzewelle beerdigt. Aber die Wartefristen werden kürzer. Heute will man jedenfalls die Leichenhalle im Lebensmittelgroßmarkt Rungis wieder ihrer eigentlichen Bestimmung als Tiefkühllager zufügen. Weiterhin gibt es sehr unterschiedliche Auffassungen über die Anzahl der Toten, die an den Folgen der Hitzewelle gestorben sind und über die Ursachen. Allgemein wird davon ausgegangen, dass es in Frankreich zu wenig Pflegepersonal gibt. Premierminister Raffarin hatte Pflegepersonal für zusätzliche Arbeit im August eine Sonderprämie versprochen. Von Vertretern des Pflegepersonals wurde dies mit der Begründung abgelehnt, dass so der grundsätzliche Personalmangel kaschiert werde. Auf diesem Hintergrund ist nun in Frankreich eine Debatte entbrannt, die die Diskussion der möglichen Ursachen auf die Diskussion verlagert hat, welchen Feiertag man abschaffen solle. Die Regierung hat vorgeschlagen, den abzuschaffenden Feiertag als einen der Tag Arbeit für die Alten zu deklarieren. Kandidaten sind der Pfingstmontag oder auch der 8. Mai.

wichtige Artikel - Themen - Übersichten zum aktuellen Zeitgeschehen

Siehe auch: Artikel, die nach Abkürzungen betitelt wurden

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