Ascoli Piceno

italienische Gemeinde
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Vorlage:Infobox Ort in Italien Ascoli Piceno ist eine italienische Stadt in der Region Marken. In der Antike trug sie den Namen Asculum. Der heutige Name wird auf den eisenzeitlichen Volksstamm der Picener, deren Hauptstadt es gewesen sein soll oder auf ein geheimnisvolles Spechtritual (it. picchio = Specht) der Sabiner zurückgeführt, so von Strabo und Plinius dem Jüngeren.

Geografie

 
Ascoli Piceno, Piazza del Popolo

Ascoli Piceno, Hauptstadt der gleichnamigen Provinz, liegt im Süden der italienischen Region Marken. Der Ort wird von drei mächtigen Bergstöcken umgeben und liegt 30 km landeinwärts von der adriatischen Küste auf einer Höhe von 153 m ü.d.M.

Sehenswert

Der Dom "Sant'Emidio" auf der "Piazza dell'Arringo" war ursprünglich ein romanisches Bauwerk, das mehrfach umgebaut wurde. Gleich neben dem Dom das frühromanische Baptisterium, ein achteckiger Bau. An der Piazza befinden sich auch das Rathaus, der "Palazzo Comunale" (1683 - 1745), in dem sich das städtische Kunstmuseum befindet, unter anderem mit Werken von Cola dell'Amatrice, Crivelli und Tizian.

Geht man weiter, erreicht man den Mittelpunkt der Stadt, die "Piazza del Popolo", übersetzt "der Platz des Volkes", was er für die Asolaner in der Tat auch ist. Dort findet alljährlich das mittelalterliche Reiterturnier "Torneo cavalleresco della Quintana" statt. Hier stehen der "Palazzo dei Capitani del Popolo" aus dem 13. Jahrhundert und die gotische Hallenkirche "San Francesco" (1258 - 1371). An der rechten Seite von "San Francesco" angebaut die "Loggia dei Mercanti", die Markthalle (1513), links der Renaissance-Kreuzgang, in dem vormittags der Markt stattfindet. In den Toiletten des (für sich schon sehenswerten) Jugendstilkaffeehauses Caffè Meletti findet sich unter den (durchsichtigen) Waschtischen ein Stück Stadtmauer. Das Caffè war auch Drehort der Filme I Delfini, Alfredo Alfredo und Il grande Blek. Weitere Sehenswürdigkeiten: die Römerbrücke "Ponte Romano Augustea" mit herrlichem Blick über Altstadt und Fluss; die romanische Kirche "Santi Vincenzo ed Anastasio" (11. Jahrhundert) mit 64 quadratischen Feldern an der Fassade und die Kirche "San Pietro Martire".

Gastronomie

Die „Olive all'ascolana“ (Oliven nach Ascolaner Art) sind für ihre Größe und ihren Geschmack berühmt. Sie werden gefüllt, paniert und frittiert und waren schon bei den Römern geschätzt.

Die Quintana

Datei:Quintana-ascoli.jpg
Auftaktfeier der Quintana vor dem Dom

Das Reitturnier von Ascoli, die Giostra della Quintana, geht auf das Mittelalter zurück (zuerst erwähnt in den Stadtstatuten von 1377). Sie findet jährlich am ersten Sonntag im August statt.

Ähnlich der Landshuter Hochzeit folgt es einem festen Ritual, bei der große Teile der Einwohner sich in historisch getreuen mittelalterlichen Gewändern präsentieren, etwa 1500 nehmen allein an den Paraden am Vormittag teil. Der eigentliche Wettstreit zu Pferd, die Quintana, ist dabei ein Stechen mit der Lanze. Die Vertreter der sechs Stadtteile galoppieren entlang eines Kurses in der Form einer Acht, in deren Mitte sich die übergroße Figur eines Sarazzenen befindet. Wer am schnellsten reitet und den Sarazzen am besten trifft, der gewinnt. Dieses Ritual erinnert an die Sarazzenen, die im Mittelalter mehrfach erfolglos versuchten, Italien zu erobern. Am Abend finden in allen Stadtteilen bunte Feste statt.

Partnerstädte

für Ascoli Piceno,vom Bürgermeister Vincent Delahaye Massy

  • Deutschland  Trier (Deutschland), seit 31. August 1958, vom Bürgermeister Serafino Orlini

für Ascoli Piceno,vom Bürgermeister Heinrich Raskin für Trier.