„Marbod“ – Versionsunterschied
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Die Markomannen wurden [[9 v. Chr.]] von den von [[Drusus]] angeführten [[Römisches Reich|Römern]] besiegt. Marbod führte seinen Stamm aus der drohenden römischen Umklammerung im Maingebiet in das von den [[Boier]]n verlassene [[Böhmen]]. Dort scharte er [[3 v. Chr.]] um die Markomannen einen mächtigen Stammesbund, dem u.a. [[Hermunduren]], [[Langobarden]], [[Semnonen]] und [[Wandalen]] angehörten. |
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Der römische Kaiser [[Augustus]] erkannte diesen Bund als Bedrohung für Rom und versuchte im Jahre [[6]] mit 12 Legionen unter dem Oberbefehl des [[Tiberius]] Marbods Reich zu unterwerfen. Das Markomannenreich sollte in die Zange genommen werden. Caius Sentius Saturnius stieß vom [[Rhein]] aus mit 6 Legionen nach Osten vor, [[Tiberius]] selbst griff von [[Carnuntum]] aus an. Kurz vor dem erfolgreichen Abschluss der Operationen brach im Rücken der Streikräfte des Tiberius, ausgehend von [[Pannonien]] und [[Dalmatien]] ein Aufstand aus. Er griff auf ganz [[Illyrien]] über und gefährdete [[Makedonien]] und [[Italien]]. |
Der römische Kaiser [[Augustus]] erkannte diesen Bund als Bedrohung für Rom und versuchte im Jahre [[6]] mit 12 Legionen unter dem Oberbefehl des [[Tiberius]] Marbods Reich zu unterwerfen. Das Markomannenreich sollte in die Zange genommen werden. Caius Sentius Saturnius stieß vom [[Rhein]] aus mit 6 Legionen nach Osten vor, [[Tiberius]] selbst griff von [[Carnuntum]] aus an. Kurz vor dem erfolgreichen Abschluss der Operationen brach im Rücken der Streikräfte des Tiberius, ausgehend von [[Pannonien]] und [[Dalmatien]] ein Aufstand aus. Er griff auf ganz [[Illyrien]] über und gefährdete [[Makedonien]] und [[Italien]]. |
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Version vom 8. März 2004, 14:58 Uhr
Marbod, lat. Maroboduus, (*vor 8 v. Chr. † 37 in Ravenna) war der bedeutendste markomannische Herrscher.
8 v. Chr. wurde Marbod König der Markomannen, einem suebischen Volksstamm der Germanen der im Maingebiet siedelte.
Die Markomannen wurden 9 v. Chr. von den von Drusus angeführten Römern besiegt. Marbod führte seinen Stamm aus der drohenden römischen Umklammerung im Maingebiet in das von den Boiern verlassene Böhmen. Dort scharte er 3 v. Chr. um die Markomannen einen mächtigen Stammesbund, dem u.a. Hermunduren, Langobarden, Semnonen und Wandalen angehörten.
Der römische Kaiser Augustus erkannte diesen Bund als Bedrohung für Rom und versuchte im Jahre 6 mit 12 Legionen unter dem Oberbefehl des Tiberius Marbods Reich zu unterwerfen. Das Markomannenreich sollte in die Zange genommen werden. Caius Sentius Saturnius stieß vom Rhein aus mit 6 Legionen nach Osten vor, Tiberius selbst griff von Carnuntum aus an. Kurz vor dem erfolgreichen Abschluss der Operationen brach im Rücken der Streikräfte des Tiberius, ausgehend von Pannonien und Dalmatien ein Aufstand aus. Er griff auf ganz Illyrien über und gefährdete Makedonien und Italien.
In dieser bedrohlichen Situation schloss Tiberius mit Marbod ein Bündnis und schickte die Streitkräfte der Donautruppen gegen die Aufständischen in Illyrien. Diese Kämpfe dauerten bis in das Jahr 9, womit die Offensive in Germanien zum Stehen kam. Trotz der angespannten Lage an der Donau blieb es in Germanien ruhig, was als Beweis für den Erfolg der römischen Operationen gesehen werden kann.
Marbod lehnte nach der Schlacht im Teutoburger Wald im Jahre 9 das Bündnisangebot des Arminius ab und führte im Jahre 17 gar Krieg gegen die Cherusker unter Arminius. Trotzdem blieb ihm die erhoffte Unterstützung durch Rom versagt. Tiberius fürchtete die Bildung eines zu mächtigen germanischen Reiches.
Der Kampf gegen Arminius und die Opposition des Sippenadels führten zum Zerfall des Stammesbundes und zum Sturz Marbods im Jahre 19. Marbod floh zu den Römern und wurde 18 Jahre in Ravenna festgesetzt, wo er dann starb.