Zum Inhalt springen

„Deep Purple“ – Versionsunterschied

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
[ungesichtete Version][ungesichtete Version]
Inhalt gelöscht Inhalt hinzugefügt
Zeile 144: Zeile 144:


=== Umbesetzung und Ausstieg Blackmores ===
=== Umbesetzung und Ausstieg Blackmores ===
Nachdem die Verpflichtung des [[Bad Company]]-Sängers [[Paul Rodgers]] scheiterte <ref>[http://www.rocksbackpages.com/article.html?ArticleID=9548 Chris Charlesworth im Melody Maker am 14. Juli 1973: "Paul Rodgers was asked to join us, but there were just too many things in the way. Apart from just the contractual side of it, he told us he would be letting down too many people that he respects and admires." Ian Paice told me last week, putting an end to the speculation that Rodgers would be Ian Gillan's replacement in the next version of Deep Purple.]</ref>, verpflichtete die Band den damals unbekannten [[David Coverdale]]. Als Bassist schloss sich [[Glenn Hughes]] an, vormals bei der Band [[Trapeze]] aktiv, der Coverdale vor allem in den hohen Stimmlagen auch gesanglich unterstützte. Die folgenden Aufnahmen ''Burn'' und ''Stormbringer'' waren Blues- und Soul-orientierter als ihre Vorgänger. Es folgten die üblichen Promotions-Tourneen für die beiden Platten.
Nachdem die Verpflichtung des [[Bad Company]]-Sängers [[Paul Rodgers]] scheiterte <ref> Chris Charlesworth im Melody Maker am 14. Juli 1973 auf [http://www.rocksbackpages.com/article.html?ArticleID=9548]: "Paul Rodgers was asked to join us, but there were just too many things in the way. Apart from just the contractual side of it, he told us he would be letting down too many people that he respects and admires." Ian Paice told me last week, putting an end to the speculation that Rodgers would be Ian Gillan's replacement in the next version of Deep Purple.</ref>, verpflichtete die Band den damals unbekannten [[David Coverdale]]. Als Bassist schloss sich [[Glenn Hughes]] an, vormals bei der Band [[Trapeze]] aktiv, der Coverdale vor allem in den hohen Stimmlagen auch gesanglich unterstützte. Die folgenden Aufnahmen ''Burn'' und ''Stormbringer'' waren Blues- und Soul-orientierter als ihre Vorgänger. Es folgten die üblichen Promotions-Tourneen für die beiden Platten.
Bekannt ist ihr Auftritt beim ''California Jam'' am 6. April 1974, dem größten Deep-Purple-Konzert mit etwa 200.000 verkauften Karten, bei dem die Band gemeinsam mit [[Emerson, Lake and Palmer]] und [[Black Sabbath]] auftrat. Am Ende der Show zerstörte Ritchie Blackmore mehrere Gitarren, demolierte eine TV-Kamera und ließ seine Verstärker mit Benzin abbrennen.
Bekannt ist ihr Auftritt beim ''California Jam'' am 6. April 1974, dem größten Deep-Purple-Konzert mit etwa 200.000 verkauften Karten, bei dem die Band gemeinsam mit [[Emerson, Lake and Palmer]] und [[Black Sabbath]] auftrat. Am Ende der Show zerstörte Ritchie Blackmore mehrere Gitarren, demolierte eine TV-Kamera und ließ seine Verstärker mit Benzin abbrennen.



Version vom 19. Dezember 2006, 17:02 Uhr

Deep Purple
Gründung: 1968
Auflösung: 1976
Comeback: 1984
Genre: Hard Rock
Website: http://www.deep-purple.com/
Gründungsmitglieder
Gesang: Rod Evans (1968/1969)
Gitarre: Ritchie Blackmore (1969-1975, 1984-1993)
Bass Nick Simper (1968/1969)
Hammond-Orgel/Keyboard: Jon Lord (1968-2002)
Schlagzeug: Ian Paice
Weitere ehemalige Mitglieder
Gesang: David Coverdale (1973-1976)
Bass/Gesang: Glenn Hughes (1973-1976)
Gitarre: Tommy Bolin (1975/1976)
Gesang: Joe Lynn Turner (1989-1992)
Gitarre: Joe Satriani (1993/1994)
Aktuelle Besetzung
Gesang: Ian Gillan (1969-1973, 1984-1989, seit 1992)
Gitarre: Steve Morse (seit 1994)
Bass: Roger Glover (1969-1973, seit 1984)
Hammond-Orgel/Keyboard: Don Airey (seit 2002)
Schlagzeug: Ian Paice (seit Gründung)

Deep Purple ist eine britische Rockband, die im April 1968 gegründet wurde und mit ihrem Stil, der vom Klang der Hammond-Orgel, markanten Gitarrenriffs und Soli, sowie einer soliden Rhythmusarbeit geprägt ist, zu den ersten und einflussreichsten Vertretern des Hard Rock zählt. Zu ihren bekanntesten Songs zählen Smoke on the Water, Black Night, Woman from Tokyo, Child In Time und Highway Star. Insgesamt verkaufte die Band weltweit über 100 Millionen Schallplatten.[1]

Bandgeschichte

Die Bandgeschichte war immer von häufigem Personalwechsel geprägt. In den bisher dreißig aktiven Jahren bestand sie zumeist nur wenige Jahre aus den gleichen Mitgliedern. Die verschiedenen Besetzungen werden häufig mit der englischen Bezeichnung „Mark“ (Mk) benannt.

Gründung und erste Erfolge

Deep Purple entstand aus der Band Roundabout, die sich aus Ritchie Blackmore, Jon Lord, Chris Curtis (Gesang), Dave Curtis (Bass) und Bobby Woodman (Schlagzeug) zusammensetzte. Schon im März 1968, nur einen Monat nach der Gründung der Band, verließen Chris und Dave Curtis sowie Bobby Woodman die Band. Sie wurden durch Rod Evans (Gesang), Nick Simper (Bass) und Ian Paice (Schlagzeug) ersetzt.

Nach einer kurzen Tour durch Skandinavien änderte die Band ihren Namen in Deep Purple. Der Bandname lässt sich zwar aus dem Englischen als „tiefes Purpur“ übersetzen und gilt dort als Slangbegriff für LSD,[2] tatsächlich bezieht sich der Name jedoch auf den Song When The Deep Purple Falls von Peter DeRose.

Die Band spielte in der Mark-I-Besetzung drei Alben ein.

Das Debütalbum Shades of Deep Purple aus dem Jahr 1968 zeigte eine Mischung verschiedener musikalischer Ansätze, die mit der "typischen Deep-Purple-Musik" der 70-er Jahre noch wenig Verwandtschaft zeigt. Das Album selbst wurde innerhalb von nur drei Tagen aufgenommen. Der noch an der Popmusik der Beatles und anderer Bands (River Deep, Mountain High von Ike und Tina Turner) orientierte Sound war in seiner "Härte" für die damalige Zeit teilweise ungewöhnlich. Er wird daher von Kritikern als Grundlage für die Entwicklung des Hard Rocks und späteren Heavy Metals angesehen.[3] Das Album enthält neben eigenen Songs auch einige Coverversionen, unter anderem Help von den Beatles, Jimi Hendrix' Hey Joe und das von Joe South geschriebene Hush. Mit letzterem hatte die Band großen Erfolg in den USA, wo die Single Platz 4 der Charts erreichte. Nach der Veröffentlichung tourte Deep Purple als Vorband von Cream durch die USA.

Noch im gleichen Jahr veröffentlichte die Band ihr zweites Album The Book of Taliesyn, das teilweise auch progressive Merkmale, und die später oft verwendeten klassischen Zitate (hier in einer Kurzversion von Beethovens zweitem Satz seiner siebten Sinfonie in Exposition,) aufweist. Ein Beispiel für die Verwendung klassischer Instrumente und Formen ist der Mittelteil von Anthem, in dem ein vierstimmiges Fugato der Streicher erklingt.

Datei:AnthemStrings.png
Die ersten beiden Stimmeinsätze des Fugatos aus dem Titel "Anthem" (Hörbeispiel)

Das dritte, schlicht Deep Purple betitelte Album erschien 1969. Manche Songs, wie das zwölfminütige April, welches eine Dreiteilung (Orchester - Band - Orchester) aufweist, verweisen auf klassische Modelle und Ästhetik. Das Lied mit eine Länge von über zwölf Minuten wurde bezeichnenderweise mit einem Orchester aufgenommen und ist mit Werken anderer Progressive-Rock-Bands der Zeit, wie The Nice oder ELP vergleichbar. Der sich dann im Album "In Rock" anbahnende vehemente Ausbruch ist hier noch kaum, und nur in einzelnen Momenten spürbar, angedeutet.

Erste Wechsel und wachsende Popularität

Der „Kern“ der Band um Blackmore, Lord und Paice hatte aber hauptsächlich den britischen Markt im Visier, sodass Evans und Simper Ende 1969 durch den Sänger Ian Gillan und den Bassisten Roger Glover ersetzt wurden. Die beiden hatten zuvor schon mehrere Jahre lang in der Band Episode Six zusammen gespielt. Mit der Verpflichtung dieser Musiker entstand die Mk II-Besetzung.

Zunächst standen primär Lord und seine Musikvorstellungen im Rampenlicht. Der klassisch ausgebildete Musiker hatte ein Werk für Rockband und Orchester geschrieben, Concerto For Group And Orchestra, das gemeinsam mit dem Royal Philharmonic Orchestra in der Royal Albert Hall unter der Leitung von Malcolm Arnold uraufgeführt wurde. Es war eines der ersten Versuche, klassische Musik und Rockmusik zu kombinieren. Obwohl das Projekt vom Publikum und Teilen der Kritiker wohlwollend aufgenommen wurde, waren einige Bandmitglieder, vor allem Blackmore, damit nicht zufrieden. Unter anderem aufgrund der Angst vor einem Imageverlust der Band wurde beschlossen, einen neuen Weg einzuschlagen.[4]

Das 1970 veröffentlichte Album In Rock kann als ein Wendepunkt in der Geschichte der Band gesehen werden. Auf dem Album sind sowohl markante Hard-Rock-Riffs Blackmores, als auch klassische Kadenzen und Spielereien von Lord zu hören. Dennoch haben sich die harten Rockriffs von Blackmore gerade hier und in der weiteren Bandgeschichte durchgesetzt. Die "klassischen Elemente" erscheinen zunehmend als "notfalls auch aufzugebende Zutat" einer primär Hard-Rock-orientierten Musik. Mit der sicheren Basis von Paice und Glover entwickelte sich der Stil zu einer sehr rhythmusbetonten "straighten" Musik weiter. Dabei sticht besonders Gillans Stimme durch ihren großen Tonumfang (inkl. Schreien bzw. Kreischen) während einiger Songs wie Child in Time) deutlich hervor.

Dieses Album bedeutete den endgültigen Durchbruch der Band und fokussierte internationale Aufmerksamkeit. Auch die folgenden Alben, Fireball und Machine Head, die immer mehr von Blackmores Gitarrenspiel beeinflusst wurden, steigerten die Popularität der Band. Neben In Rock zählen diese zu den bedeutendsten Deep-Purple-Alben.[5] Machine Head enthält auch den wohl bekanntesten aller von Deep Purple geschriebenen Songs, Smoke on the Water. Die Single zu diesem Lied ist bis heute die meistverkaufte in der Bandgeschichte. Der Song zählt noch heute zu den bekanntesten Rocksongs überhaupt.

Da die Band sehr häufig auf Tour war, kam es zu Spannungen und Konflikten zwischen den Musikern. Zu den Aufnahmen von Who Do We Think We Are im Jahr 1973 gingen die Bandmitglieder getrennt ins Studio. Zunächst hieß es, man wolle die Band komplett auflösen, später wurden nur Gillan und Glover ausgetauscht, vermutlich vor allem wegen der Differenzen mit Blackmore.

Umbesetzung und Ausstieg Blackmores

Nachdem die Verpflichtung des Bad Company-Sängers Paul Rodgers scheiterte [6], verpflichtete die Band den damals unbekannten David Coverdale. Als Bassist schloss sich Glenn Hughes an, vormals bei der Band Trapeze aktiv, der Coverdale vor allem in den hohen Stimmlagen auch gesanglich unterstützte. Die folgenden Aufnahmen Burn und Stormbringer waren Blues- und Soul-orientierter als ihre Vorgänger. Es folgten die üblichen Promotions-Tourneen für die beiden Platten. Bekannt ist ihr Auftritt beim California Jam am 6. April 1974, dem größten Deep-Purple-Konzert mit etwa 200.000 verkauften Karten, bei dem die Band gemeinsam mit Emerson, Lake and Palmer und Black Sabbath auftrat. Am Ende der Show zerstörte Ritchie Blackmore mehrere Gitarren, demolierte eine TV-Kamera und ließ seine Verstärker mit Benzin abbrennen.

1975 warf Blackmore das Handtuch und verließ nach einigen Querelen die Band, um seine eigene Band Rainbow zu gründen.

Krise und Auflösung

Die Band tat sich schwer, einen geeigneten Ersatz für Blackmore zu finden, da dieser Gründungsmitglied war und den Stil weitgehend geprägt hatte. Schließlich konnte man sich auf den US-amerikanischen Fusion-Gitarristen Tommy Bolin einigen, den Coverdale vorgeschlagen hatte. Bolin hatte zuvor bereits unter anderem auf Billy Cobhams Album Spectrum mitgewirkt. Bolins Erneuerungsbemühungen waren nicht von Erfolg gekrönt: Das Album Come Taste The Band erwies sich, gemessen an den Verkaufszahlen der vorherigen Alben, als kommerzieller Flop.

Schwere Drogenprobleme von Hughes und Bolin, aber auch unterschiedliche musikalische Vorstellungen der Mitglieder zerstörten den Zusammenhalt der Band. Coverdale, Lord und Paice lösten daher im März 1976, nach einem letzten Konzert in Liverpool, die Band auf.

Ein tragisches Ende fand der Gitarrist Tommy Bolin. Nur wenige Monate nach der Auflösung starb er nach einem Schwächeanfall am 4. Dezember 1976 im Alter von 25 Jahren. Noch am Abend zuvor hatte er ein Konzert im Vorprogramm von Jeff Beck gegeben. Als Todesursache wurde eine Überdosis Heroin in Verbindung mit Alkohol angegeben.

In den folgenden Jahren widmeten sich die Künstler besonders Soloprojekten. Blackmore konnte mit Rainbow großen Erfolg erlangen. Roger Glover arbeitete als Produzent, unter anderem für namhafte Bands wie Judas Priest, Nazareth und Elf. Später veröffentlichte er zwei Soloalben, bevor er sich 1978 ebenfalls Rainbow anschloss. Lord und Paice waren gefragte Live- und Studiomusiker (Gary Moore, Whitesnake, Cozy Powell, Pete York).

1980 versuchte der ehemalige Sänger Rod Evans mit einigen unbekannten Musikern unter dem Namen Deep Purple die Band fortzuführen. Da das Projekt auf harsche Kritik und breite Ablehnung der Fans stieß, scheiterte das Projekt kläglich. Weil er nicht die Namensrechte hatte, verklagte Warner Bros. die Band, sodass sie sich auflösen musste.[7]

Coverdale gründete Whitesnake, wo sich 1978 auch Lord einfand. Wenig später wurde auch noch Paice nachgeholt. Gillan baute zunächst die Ian Gillan Band um sich herum auf und schloss sich 1983 kurzzeitig Black Sabbath an.

Comeback und Anknüpfen an alte Erfolge

Deep Purple bei einem Auftritt in Berlin, 2003

Im Jahr 1984, acht Jahre nach der Auflösung, unternahm der britische Plattenkonzern PolyGram erhebliche Anstrengungen, um Deep Purple in der Mk-II-Besetzung wieder ins Leben zu rufen. Da der Erfolg von Rainbow schwand, Lord und Paice mit der Ausrichtung von Whitesnake nicht mehr zurecht kamen und Gillan bei Black Sabbath den Hut nehmen musste, nahmen sie das angebotene Geld bereitwillig an und rauften sich zusammen, um Perfect Strangers aufzunehmen. Das Album verkaufte sich gut. Es folgte eine wie immer gut besuchte Tour, im englischen Knebsworth spielte die Band gemeinsam mit den Scorpions, Meat Loaf und UFO vor etwa 80.000 Fans.

1987 spielte man das Album The House Of Blue Light ein, im Jahr darauf Nobody's Perfect und eine neue Version des ersten Hits Hush. 1989 wurde Ian Gillan erneut entlassen, weil er mit Blackmore in Streit über die musikalische Ausrichtung geraten war. Für ihn wurde auf Initiative Blackmores hin der frühere Rainbow- und Yngwie-Malmsteen-Sänger Joe Lynn Turner verpflichtet. Damit bestand die Band zur Mehrheit (Glover, Blackmore, Turner) aus der letzten festen Rainbow-Besetzung. Es entstand das Album Slaves and Masters, von dem klanglich deutliche Parallelen zu den späten Rainbow gezogen werden können. Allerdings wurde der neue Sänger von den Fans nicht akzeptiert, was einer der Gründe dafür war, dass Turner die Band nach nur einem Album und einer Tour wieder verlassen musste.

Ian Paice bei einem Live-Auftritt 2005

Gegen den Widerstand Blackmores wurde Gillan auf Betreiben von Lord, Paice und Glover wieder in die Band geholt. Damit war es möglich, das folgende Album The Battle Rages On erneut in Mk-II-Besetzung einzuspielen, auf dem sich unter anderem die bekannten Songs Anya und Solitaire finden. Die Differenzen in der Band bestanden jedoch weiterhin: Im Anschluss an eine Europa-Tournee zum Album verließ Blackmore freiwillig die Band im November 1993. Da man noch ausstehende Auftritte in Japan hatte, half Joe Satriani für die Termine aus. Er wurde gebeten, Blackmore dauerhaft zu ersetzten, konnte wegen seines Plattenvertrages aber nicht bei der Band bleiben.

Morses Einstieg

Roger Glover und Steve Morse

Obwohl es sich als schwieriges Unterfangen erwies, die Fanbasis von einer neuen Deep-Purple-Besetzung ohne Ritchie Blackmore zu überzeugen, fand man schließlich mit dem Gitarrenvirtuosen Steve Morse (vorher unter anderem bei den Dixie Dregs) einen hinlänglich akzeptierten Ersatz. Morses neue Interpretationen des existierenden Blackmore-Materials erschufen einen eigenständigen Sound und lösten damit gemischte Gefühle aus. Mit seinem Einstieg fanden seither zahlreiche weniger bekannte Songs aus den 1970ern Einzug ins Live-Set, die aufgrund von Blackmores Weigerung nie oder nur in seltenen Ausnahmefällen live gespielt worden waren. Diese sind etwa auf den Alben Live at the Olympia '96 und Live at Montreux zu hören. In dieser Besetzung spielten Deep Purple Purpendicular und Abandon ein.

Deep Purple nach 2000

2001 erkrankte Jon Lord während einer Tournee, sodass die Band kurzzeitig Don Airey für ihn engagierte, der schon mit Ozzy Osbourne, Jethro Tull und Rainbow gespielt hatte. Im März des folgenden Jahres beschloss Lord seinen Ausstieg bei Deep Purple, um sich einer Solokarriere widmen zu können. Nach den positiven Erfahrungen auf der vorangegangenen Tour verpflichtete man Airey als hauptamtlichen Keyboarder.

In diesem Line-Up wurde 2003 das Album Bananas veröffentlicht. Die Aufnahme von Airey wurde von vielen Seiten als Bereicherung aufgefasst, man nahm den "frischen Wind", den er in die Band und in das Songwriting gebracht habe, sehr wohlwollend auf.

Deep Purple trat im Rahmen der weltweiten Live-8-Benefizkonzerte am 2. Juli 2005 in Barrie auf. Im Oktober 2005 erschien Rapture Of The Deep, es folgte eine Welttournee Anfang 2006 (in Deutschland zusammen mit Alice Cooper). Ebenfalls Anfang 2006 erschien die 4-CD-Box Live Across Europe 1993, die zwei komplette Konzerte (Stuttgart und Birmingham, England) der letzten Deep-Purple-Tour in der Mk-II-Besetzung enthält.

Mitgliederübersicht

Das Personalkarussell von Deep Purple

Die von zahlreichen Wechseln geprägte Bandgeschichte von Deep Purple ist nachfolgend anhand der Besetzungen dargestellt.

Bei der Tabelle sowie der nachfolgenden Diskografie ist zu beachten, dass bei der Zählweise Uneinigkeit über die Nummerierung von Joe Satrianis Gastspiel herrscht, der wegen seines Plattenvertrags nur als Übergangslösung für zwei Live-Touren in Japan und Europa zur Verfügung stand und sich an keinen Studioaufnahmen beteiligen konnte. Einige Quellen sehen diese Formation dennoch als vollwertige Besetzung Mk VI an und zählen die beiden nachfolgenden Formationen jeweils um eines höher, so dass hier ein gewisses Verwechslungspotenzial besteht.


Zeitspanne Titel Gesang Gitarre Keyboard Bass Schlagzeug
04/1968 - 06/1969 Mk I Rod Evans Ritchie Blackmore Jon Lord Nick Simper Ian Paice
06/1969 - 06/1973 Mk II Ian Gillan Ritchie Blackmore Jon Lord Roger Glover Ian Paice
10/1973 - 04/1975 Mk III David Coverdale Ritchie Blackmore Jon Lord Glenn Hughes Ian Paice
06/1975 - 07/1976 Mk IV David Coverdale Tommy Bolin Jon Lord Glenn Hughes Ian Paice
04/1984 - 04/1989 Mk II Ian Gillan Ritchie Blackmore Jon Lord Roger Glover Ian Paice
12/1989 - 04/1992 Mk V Joe Lynn Turner Ritchie Blackmore Jon Lord Roger Glover Ian Paice
04/1992 - 11/1993 Mk II Ian Gillan Ritchie Blackmore Jon Lord Roger Glover Ian Paice
12/1993 - 07/1994 „Mk Va“ Ian Gillan Joe Satriani Jon Lord Roger Glover Ian Paice
11/1994 - 02/2002 Mk VI Ian Gillan Steve Morse Jon Lord Roger Glover Ian Paice
Seit 03/2002 Mk VII Ian Gillan Steve Morse Don Airey Roger Glover Ian Paice

Musikalischer Stil

Datei:Deep Purple Smoke on the Water.png
Bekannter Riff aus Smoke on the Water

Die Musik Deep Purples ist vor allem durch den E-Gitarrensound und die Hammondorgel geprägt.

Bedingt durch die klassische Ausbildung Lords liegen die musikalischen Wurzeln der Band nicht nur im Blues, sondern auch in der klassischen Musik. Vor allem bei den Aufnahmen und Auftritten der Gründungsformation kam es mehrfach zur Zusammenarbeit mit Orchestern. Zudem ist aus zahlreichen Orgelsoli herauszuhören, dass Lord auch Wert auf klassische Zitate und Kadenzen legte. Der typische Klang der Hammondorgel ist einer der wesentlichen Bestandteile der Songs. Besonders in der "Blütezeit" der Band, den frühen 1970ern, waren die Liveauftritte deutlich von der offen ausgetragenen Konkurrenz zwischen Lords Orgel und Blackmores Gitarre geprägt.

Blackmore spielte als Begleitung in den Songs zum Großteil Powerchords, auf deren Basis er zahlreiche eingängige Riffs schuf, etwa das bekannte Intro zu Smoke on the Water. Seine Soli wurden auf den Konzerten stets improvisiert, wobei er häufig auf die pentatonische-Tonleiter, aber auch, wie in den Titeln Lazy, Mitzi Dupree, oder When a blind man cries auf die Bluestonleiter zurückgriff.

Auf der Bluestonleiter basierende Figur aus Lazy (Hörbeispiel)

Jedoch verwandte er bereits damals, lange vor seinem Wechsel zur Mittelalterrockband Blackmore’s Night, Elemente und Anregungen klassischer Musik. Zwei Soli wurden sogar auf der Liste "Top 100 Greatest Guitar Solos" des Guitar World Magazines platziert. Während seiner Zeit bei Deep Purple spielte er beinahe ausschließlich Fender Stratocaster in Kombination mit einem Marshallverstärker.

Datei:Deep Purple Black Night.png
Intro von Black Night (Hörbeispiel)

Steve Morse prägt die aktuellen Songs durch seinen eigenen Stil mit. Da seine Wurzeln im Jazz/Fusion und Country-Bereich liegen, haben sich diese Einflüsse auch auf die Songs von Deep Purple übertragen. Neben geradlinigem Hard Rock, dem sich Deep Purple treu geblieben ist, schafft er durch seine Spielweise kompliziertere, teils auch mit ungeradtaktigen (z.B. „Picture Of Innocence“, „Bananas“) oder mit Folk und Country-Elementen („Hey Cisco“, „The Aviator“, „A Touch Away“) verzetzte Arrangements. Er verwendet darüber hinaus bislang bei Deep Purple nicht verwandte Spieltechniken wie das Chicken Pickin („Ted The Mechanic“) oder Harp Harmonics („Sometimes I Feel Like Screaming“, „Seventh Heaven“). (Siehe dazu den Artikel Steve Morse)

Datei:AviatorPart.png
Folkgitarre auf Deep Purples Titel The Aviator (Hörbeispiel)

Im Gegensatz zu Blackmore, der sich bei der Begleitung häufig auf Powerchords beschränkte, spielt Morse besonders zu den Strophen abwechslungsreichere Figuren. Der spannungsreiche Gegensatz zur Orgel bleibt dabei, z. B. bei Liveversionen von „Speed King“, bestehen. Morse widersteht der Versuchung und anfänglichen Fan-Erwartung, eines sklavischen Nachspiels "klassischer" Blackmore-Solos, und interpretiert in alten Band-Titeln die Soloparts gänzlich neu. Dies hindert ihn jedoch nicht daran, auch prägnante Parts, wie etwa das Solo aus „Highway Star“, zu übernehmen.

Bedeutung für die Rockmusik

Deep Purple zählt neben Black Sabbath und Led Zeppelin zu den ersten und bedeutendsten Bands des Hard Rock und gilt als richtungsweisend für die spätere Entwicklung des Metal.

"Pursuing a heavier rock direction, Purple quickly became one of the most successful an influential bands of early `70s; joined Black Sabbath and Led Zeppelin in spreding gospel of multi-decibel, piledriver british rock around the world." [8]

In den 1970er Jahren wurde jedoch noch nicht zwischen Hard Rock und dem erst Ende der 70-er Jahre aufkommenden Heavy Metal unterschieden, so dass die Band manchmal auch fälschlicherweise dem Heavy Metal zugeordnet wird. Aus heutiger, objektiverer Sicht kann sie aber klar als Hard-Rock-Band, bzw. Rockband mit Blueseinflüssen, kategorisiert werden.

Neben Led Zeppelin und Black Sabbath gilt Deep Purple als Pionier in diesem Genre. Highway Star aus dem Album Machine Head, der schnellere Teil aus Child in Time, sowie Burn werden von manchen sogar als frühe Speed-Metal-Songs eingestuft. Viele erfolgreiche Bands und Musiker der 80-er und 90-er-Jahre wie Iron Maiden, Europe, Yngwie Malmsteen, Ronnie James Dio, Metallica [9], bekunden den wesentlichen Einfluss der Musik der Band für ihre eigene musikalische Entwicklung entweder explizit in Interviews, oder indirekt in ihrer Musik. Besonders der Stil Blackmores beeinflusste viele Gitarristen, wie Yngwie Malmsteen, Steve Vai, John Norum oder Joe Satriani, so dass seine Ästhetik und auch Technik von vielen Musikern aufgegriffen wurde und wird.

Eine große Zahl von Songs wurden von anderen Bands gecovert. Schon 1973 spielte Thin Lizzy unter dem Namen Funky Junction ein Tributealbum mit den bekanntesten Songs ein. Die Progressive-Metal-Band Dream Theater führte 2006 sogar bei zwei Konzerten das Purple-Livealbum Made in Japan vollständig auf. Auch der Gitarrist Yngwie Malmsteen veröffentlichte bereits einige neue Versionen der Songs. Weitere Coverversionen nahmen unter anderem Bruce Dickinson (Iron Maiden), die Puhdys, Van Halen, Sonata Arctica, Dio, J.B.O., Black Sabbath, Six Feet Under und Overkill auf.[10]

Diskografie

Studio-Alben

  • 1968 • Mk. I • Shades Of Deep Purple
  • 1968 • Mk. I • The Book of Taliesyn
  • 1969 • Mk. I • Deep Purple / April
  • 1970 • Mk. II • In Rock
  • 1971 • Mk. II • Fireball
  • 1972 • Mk. II • Machine Head
  • 1973 • Mk. II • Who Do We Think We Are
  • 1974 • Mk. III • Burn
  • 1974 • Mk. III • Stormbringer
  • 1975 • Mk. IV • Come Taste The Band
  • 1984 • Mk. II • Perfect Strangers
  • 1987 • Mk. II • The House Of Blue Light
  • 1990 • Mk. V • Slaves & Masters
  • 1993 • Mk. II • The Battle Rages On...
  • 1996 • Mk. VI • Purpendicular
  • 1998 • Mk. VI • Abandon
  • 2003 • Mk. VII • Bananas
  • 2005 • Mk. VII • Rapture Of The Deep

Reguläre Live-Alben

  • 1969 • Mk. II • Concerto For Group And Orchestra
  • 1972 • Mk. II • Made In Japan
  • 1974 • Mk. III • Live In London
  • 1975 • Mk. III • Made In Europe
  • 1975 • Mk. IV • Last Concert in Japan
  • 1988 • Mk. II • Nobody's Perfect
  • 1994 • Mk. II • Come Hell Or High Water
  • 1996 • Mk. VI • Live At The Olympia '96
  • 1999 • Mk. VI • Live At The Royal Albert Hall
  • 1999 • Mk. VI • Total Abandon: Live In Australia
  • 2000 • Mk. VI • Live At The Rotterdam Ahoy
  • 2001 • Mk. VI • The Soundboard Series

Nachveröffentlichte Live-Alben

  • 1968 • Mk. I • Live In Inglewood (VÖ: 2004)
  • 1969 • Mk. II • Kneel & Pray (VÖ: 2004)
  • 1970 • Mk. II • Gemini Suite Live (VÖ: 1998)
  • 1970 • Mk. II • Scandinavian Nights (VÖ: 1988)
  • 1970 • Mk. II • Space Vol. 1 & 2 (VÖ: 2005)
  • 1970 • Mk. II • Live In Aachen 1970 [Official Archive] (VÖ: 2006)
  • 1970-1972 • Mk. II • Deep Purple In Concert (VÖ: 1980)
  • 1972 • Mk. II • Denmark 1972 (VÖ: 2004)
  • 1974 • Mk. III • Live In London (VÖ: 1982)
  • 1974 • Mk. III • Live at the California Jam (VÖ: 1996)
  • 1974 • Mk. III • Just Might Take Your Life (VÖ: 1996, 2004)
  • 1974 • Mk. III • Perks And Tit (VÖ: 2004)
  • 1974 • Mk. III • The Final Concerts (VÖ: 1996)
  • 1975 • Mk. III • Live In Paris 1975 (VÖ: 2004)
  • 1975 • Mk. IV • This Time Around: Live in Tokyo (VÖ: 2001)
  • 1976 • Mk. IV • On The Wings Of A Russian Foxbat (VÖ: 1995)
  • 1985 • Mk. II • In The Absence of Pink (VÖ: 1991)
  • 1993 • Mk. II • Live Across Europe 1993 (VÖ: 2006)
  • 1996 • Mk. VI • Live At Montreux 1996 (VÖ: 2006)

Live-Videos und -DVDs

  • 1969 • Mk. VII • Concerto for Group and Orchestra (VÖ: 2003)
  • 1969 • Mk. VII • Special Edition EP (VÖ: 2003)
  • 1972/1973 • Mk. II • Live In Concert 1972/73 (VÖ: 1988, 2005)
  • 1974 • Mk. III • Live in California 74 (VÖ: 1974, 2006)
  • 1993 • Mk. II • Come Hell Or High Water (VÖ: 2001)
  • 1995 • Mk. VI • Bombay Calling (VÖ: 2000)
  • 1996 • Mk. VI • Live at Montreux (VÖ: 2006)
  • 1996 • Mk. VI • Live Encounters (VÖ: 2003)
  • 1999 • Mk. VI • In Concert with the London Symphony Orchestra (VÖ: 2000)
  • 1999 • Mk. VI • Live in Australia: Total Abandon (VÖ: 2000)
  • 2001 • Mk. VI • Perihelion (VÖ: 2001)

Compilations

  • 1972 • Purple Passages
  • 1974 • Mark I and II
  • 1975 • 24 Carat Purple
  • 1978 • When We Rock, We Rock, and When We Roll, We Roll
  • 1979 • The Mark II Purple Singles
  • 1980 • Deepest Purple: The Very Best of Deep Purple
  • 1985 • The Anthology
  • 1992 • Knocking at your Back Door - The Best in the 80's
  • 1993 • Singles A's and B's
  • 1993 • Progression
  • 1994 • The Roots of Deep Purple: The Complete Episode Six
  • 1994 • Smoke on the Water - The Best of
  • 1995 • Child in Time
  • 1996 • Black Night - The Best Of
  • 1997 • Deep Purple-The Collection
  • 1997 • Rock Giants
  • 1997 • The Originals
  • 1997 • Collection
  • 1998 • 30: Very Best of Deep Purple (1CD)
  • 1998 • 30: Very Best of Deep Purple (2CD)
  • 1998 • Power House
  • 1998 • When We Rock
  • 1998 • Purple Chronicle: The Best Selection 25th Anniversary
  • 1998 • Purplexed
  • 1999 • Shade [1968-1998]
  • 1999 • Friends & Relatives (2CD)
  • 2000 • Smoke on the Water
  • 2001 • Best of Deep Purple: Live & Stereo
  • 2001 • Collectors Edition
  • 2001 • Very Best Album Ever Series
  • 2002 • Listen, Learn, Read On (6CD)
  • 2002 • A Singles Anthology 1968-76
  • 2002 • Highway Star - Best Of (24 Karat Gold-CD)
  • 2002 • Extended Versions
  • 2002 • Special Edition Gold
  • 2002 • Live & Rare Best Tracks [Japan Only]
  • 2002 • Greatest Hits [Japan Only]
  • 2003 • Winning Combinations: Deep Purple and Rainbow
  • 2003 • Anthem
  • 2003 • 20th Century Masters
  • 2003 • Universal Masters Collection
  • 2003 • Essential
  • 2003 • Purple and Other Colours (2CD)
  • 2003 • Smoke on the Water & Other Hits
  • 2003 • Deep Purple Singles [Australia Only]
  • 2004 • 1990-1996 (3CD)
  • 2004 • The Early Years
  • 2004 • The Best & Live (2CD)
  • 2005 • Deep Purple: The Platinum Collection (3CD)
  • 2005 • Speed King - The Fastest Tracks
  • 2005 • Best 1200 [Japan Only]
  • 2005 • The Ultra Selection
  • 2006 • Deep Purple & Friends - Original Songs
  • 2006 • Colour Collection
  • 2006 • Very Best of [Japan Only]
  • 2006 • The Collection
  • 2006 • Highway Stars
  • 2006 • Under The Gun [UK Only]

Rehearsal-Aufnahmen

  • 1975 • Mk. IV • Days May Come & Days May Go
  • 1975 • Mk. IV • 1420 Beachwood Drive

Fußnoten

  1. http://www.mdr.de/dabei-ab-zwei/mixtour/2967805.html
  2. http://www.tk-online.de/centaurus/generator/tk-online.de/dossiers/sucht/08__lsd/02__lsd/lsd__nav.html
  3. http://www.allmusic.com/cg/amg.dll?p=amg&sql=10:qmfozffheh4k
  4. http://www.babyblaue-seiten.de/index.php?albumId=631&content=review
  5. http://www.allmusic.com/cg/amg.dll?p=amg&sql=10:1s120r8ac48z
  6. Chris Charlesworth im Melody Maker am 14. Juli 1973 auf [1]: "Paul Rodgers was asked to join us, but there were just too many things in the way. Apart from just the contractual side of it, he told us he would be letting down too many people that he respects and admires." Ian Paice told me last week, putting an end to the speculation that Rodgers would be Ian Gillan's replacement in the next version of Deep Purple.
  7. http://www.thehighwaystar.com/specials/bogus/
  8. The New Illustrated Rock Handbook, Salamander Books Ltd., London, 1986, ISBN 0-86101-248-8, Seite 57 und 58
  9. Der Drummer Lars Ulrich hat in Interviews mehrfach den prägenden Einfluss seines ersten Rockkonzertes (Deep Purple 1973), und hierbei besonders Blackmores, hervorgehoben]
  10. http://www.coverinfo.de

Literatur

  • Didi Zill, Michael Rudolf: Deep Purple. Fotografien. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2002, ISBN 3-89602-406-X
  • Jürgen Roth, Michael Sailer: Deep Purple. Die Geschichte einer Band. Hannibal, Höfen 2005, ISBN 3-85445-251-9
Commons: Deep Purple – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien