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π-System

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Ein π-System, auch durchschnittstabiles Mengensystem oder kurz schnittstabiles System genannt, ist ein spezielles Mengensystem, das im axiomatischen Aufbau der Wahrscheinlichkeitstheorie und der Maßtheorie verwendet werden kann.

Gegeben sei ein Mengensystem 𝒮⊂𝒫(Ω), also eine Teilmenge der Potenzmenge einer Grundmenge Ω. 𝒮 heißt ein π-System, durchschnittstabiles Mengensystem oder schnittstabiles System, wenn für beliebige zwei Mengen A,B aus dem Mengensystem 𝒮 gilt, dass A∩B∈𝒮 ist.

Für eine beliebige Grundmenge Ω sei das Mengensystem

𝒮:={A⊂Ω∣|A|<∞}

aller endlichen Teilmengen gegeben. Für zwei beliebige A,B∈𝒮 ist nun |A∩B|≤min⁡(|A|,|B|), der Schnitt endlicher Mengen ist immer endlich. Also ist auch A∩B∈𝒮, es handelt sich somit um ein schnittsstabiles System.

Durchschnittsstabile Mengensysteme treten an einigen Stellen in der Wahrscheinlichkeitstheorie und Stochastik auf. So ist die Durchschnittsstabilität eine wichtige Voraussetzung an den Erzeuger einer σ-Algebra, um nur auf diesem Erzeuger die stochastische Unabhängigkeit der Zufallsvariablen überprüfen zu müssen.

Wichtigste Anwendung ist der sogenannte dynkinsche π-λ Satz. Ist 𝒮 ein π-System, dann stimmen die von 𝒮 erzeugte σ-Algebra und das erzeugte Dynkin-System überein, es gilt also

σ(𝒮)=δ(𝒮).