Work (Album)
| Work | ||||
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| Livealbum von Uwe Oberg | ||||
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Veröffent- |
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Aufnahme |
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Format(e) |
CD, Download | |||
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Titel (Anzahl) |
6 | |||
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1:08:36 | ||||
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Besetzung |
Piano: Uwe Oberg | |||
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Aufnahmeort(e) |
Jazzclub im Domicil, Saarbrücken | |||
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Work ist ein Musikalbum von Uwe Oberg. Die am 10. Juli 2008 live im Jazzclub im Domicil in Saarbrücken entstandenen Aufnahmen erschienen am 20. Oktober 2015 auf hatOLOGY.
Hintergrund
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Pianist Oberg bezieht sich bei dieser Einspielung explizit auf Thelonious Monk "und dessen kristalline Reduktions-Klänge", und er spürt außerdem "der emotionalen Logik" eines Charles Mingus nach („Fables of Faubus“), notierte Thomas Fitterling. Weitere Bezüge stellen Obergs Interpretationen von Kompositionen Ornette Colemans und von Fred Frith/Robert Wyatt dar.[1] Die 2008 aufgenommene CD erschien zeitgleich mit der Veröffentlichung des Duoalbums Turns (Leo) mit Silke Eberhard und eines weiteren Soloalbums, des 2012 aufgenommenen Twice, at Least (Leo).
Titelliste
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Uwe Oberg: Work (hatOLOGY 740)[2]
- Hill 4:12
- Fable of Faubus (Charles Mingus) / W.R.U. (Ornette Coleman) 13:11
- Kelvin / Cresent (John Coltrane) 20:05
- Pannonica (Thelonious Monk) 9:50
- Ole Olo / Muddy Mouse (Fred Frith, Robert Wyatt) 11:13
- Work (Thelonious Monk) 10:15
Wenn nicht anders vermerkt, stammen die Kompositionen von Uwe Oberg.
Rezeption
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Für einen Pianisten sei ein unbegleitetes Soloalbum nach wie vor die Königsdisziplin, meint Thomas Fitterling (Ronso). Bei Uwe Oberg würde zudem das konzentrierte Format der eigenwilligen persönlichen Klangsprache in idealtypischer Weise entsprechen. Oberg sei ein Meister der Improvisation, der europäischen Tradition ebenso wie der schwarzamerikanischen. Formstrenge und Lakonik seien bei allem Freiheitsbewusstsein oberste Kategorien in seinem Spiel. Oberg verbinde die Motive Monks und Mingus’ in pendelnder Überlappungstechnik mit der abstrakten Schönheit eines Ornette Coleman, ähnlich arbeite er sich in kühnen Aneignungsprozessen aus eigener Kompositionsperspektive an Motiven eines John Coltrane und Fred Frith ab. Bei aller Überraschung würden die Klangballungen transparent bleiben und eine Faszination mit Sogwirkung entwickeln. Folgerichtige, lineare Bassbegleitungen halten die Hörerfahrung im konstanten Fluss, wo Stride-Momente aufscheinen, sei das stimmig und nie einer Verlegenheit geschuldet. Die sei ein durchgängig spannender Soloklaviervortrag ganz ohne schwelgerisches Weh und Ach.[1]
Work sei eine vollendete Soloaufnahme des deutschen Pianisten Owe Oberg, meint Mark Corroto in All About Jazz. In den sechs Titeln bzw. acht Kompositionen würde er eindrucksvoll sein überbordendes Können und seinen Einfallsreichtum unter Beweis stellen. Wie schon bei seiner vorherigen Platte für Hatology, Lacy Pool (2006), stehe die Musik und die Klangqualität an erster Stelle. Der erste Eindruck dieses Albums sei, dass Oberg hier verschiedene Ansätze zur Schau stelle, doch nach mehrmaligem Anhören offenbare sich seine Gesamtphilosophie. Der Pianist würde jede Komposition entfalten, „als wäre sie in Schichten aus Seidengaze gehüllt“. Der abstrakte Klangteppich eröffne Mingus’ „Fables of Faubus“, wobei eine dichte linke Hand Platz für die vertraute Melodie mache, die sich gegen den einstigen Gouverneur von Arkansas richte.[3]
Oberg entfalte seine Musik und hülle sie dann wieder in Stride-Piano ein, bevor eine raffinierte Fingerfertigkeit Colemans „W.R.U.“ (aus dessen LP Ornette! (Atlantic, 1962)) präsentiert, so Corroto weiter. Obergs Ansatz rücke mit Stücken von Monk, einem Künstler, den er in früheren Aufnahmen bevorzugte, in den Fokus. „Pannonica“ werde relativ geradlinig gespielt, sofern man Thelonious’ Musik überhaupt als geradlinig bezeichnen kann. Oberg würde die Musik und den Musiker ehren, indem er das Stück nicht zerlegt und neu zusammensetzt. „Work“ mit einer Pause, einer gewissen Monk’schen Pause, als ob der große Mann zuhörte.[3]
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Work von Uwe Oberg. In: Bandcamp. (englisch).
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 thomas Fitterling: Work – Uwe Oberg. In: Rondo. 1. März 2026, abgerufen am 31. März 2026.
- ↑ Uwe Oberg – Work. In: Discogs. Abgerufen am 30. März 2026 (englisch).
- 1 2 Mark Corroto: Uwe Oberg: Work. In: All About Jazz. 13. März 2016, abgerufen am 31. März 2026 (englisch).