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Wolverine: Waffe X

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Wolverine: Waffe X (orig: Weapon X) ist ein Comic, der 1991 von Barry Windsor-Smith gezeichnet und geschrieben wurde. Beim Lettering wurde er von Jim Novak unterstützt. Der Comic wurde in den Ausgaben Marvel Comics presents: Weapon X #72–84 veröffentlicht.

Die kanadische Regierung plant, einen unbesiegbaren Superagenten zu schaffen. Logan, ein verbiesterter und versoffener Herumtreiber, scheint ihnen aufgrund seiner Regenerationsfähigkeiten und der Klingen, die er aus seinen Knöcheln fahren kann, dafür sehr geeignet. Sie entführen ihn und überziehen sein Skelett mit unzerstörbaren Adamantium, berauben ihn dabei aber auch seiner Menschlichkeit. Logan agiert nun wie ein wildes Tier und sie lassen ihn nackt nacheinander gegen ein Rudel Wölfe, einen Grizzly und einen sibirischen Tiger antreten, wobei er stets als Sieger hervorgeht. Schließlich entkommt er aus seiner Zelle und konfrontiert die drei Wissenschaftler, welche die Oberaufsicht auf seine Fortschritte haben; den namentlich ungenannten Professor, Dr. Abraham Cornelius und die medizinische Helferin Carol Hines. Logan tötet Cornelius und verstümmelt den Professor, lässt Hines aber unbehelligt.

Dem Leser wird nun gezeigt, dass die Konfrontation sich nur in Logans Gedanken abgespielt hat und die drei Wissenschaftler sie besorgt auf dem Bildschirm mitangesehen haben. Logan schafft es am Ende dann wirklich, zu fliehen.

Veröffentlichungen

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Weapon X erschien erstmals 1991 als Fortsetzungsgeschichte in zwölf Kapiteln als Teil der Reihe Marvel Comics Presents. Die Geschichte wurde auf die Ausgaben #73 (Februar 1991)[1] bis #84 (Juli 1991)[2] aufgeteilt; in der Regel mit acht Seiten pro Ausgabe. In Heft #72 (Januar 1991) erschien Weapon-X: Prologue, welches ebenfalls zur Story gehört.[3] Weapon X wurde auf Englisch mehrfach auch als Sammelband wiederveröffentlicht. Neben der deutschen Veröffentlichung gibt es beispielsweise noch Übersetzungen auf Französisch, Italienisch, Portugiesisch, Schwedisch und Russisch.[1][2]

Das geheime Projekt Weapon X einer staatlichen Genforschungsanlage wurde erstmals in The Incredible Hulk #180 (Oktober 1974) eingeführt, geschrieben von Len Wein und gezeichnet von Herb Trimpe.[4] Hier werden Wesen, Menschen und Mutanten in lebende Waffen verwandelte, um verdeckte Missionen wie Attentate oder die Beseitigung potenzieller Bedrohungen für die Regierung durchzuführen. In der Geschichte von Barry Windsor-Smith wird erstmals erzählt, wie Logan zu seinem Skelett aus Adamantium gekommen ist. Hier wird zum ersten Mal seine Origin dargestellt.[5][6]

Larry Hama, der die monatliche Wolverine-Hefte von 1990 bis 1997 - so lange wie keiner vor ihm oder nach ihm - schrieb, sagt, dass er „...die Geschichten von Chris Claremont, Frank Miller und Barry Windsor-Smith als kanonisch betrachtete und alles andere ignorierte.“ und im Vorwort zur ersten Buchausgabe von Weapon X (1993) „..Hier ist eine Mutanten-Superheldengeschichte, in der keine einzige weibliche Figur in einem hautengen Anzug vorkommt, keine einzige Bildunterschrift mit blumiger Prosa zu finden ist, keine einzige Zeichnung des Hauptcharakters in seinem erkennbaren (und markenrechtlich geschützten) Superheldenkostüm zu sehen ist; keine Cameos oder „Gastauftritte“ anderer Charaktere aus dem Marvel-Universum!... einfach ein Kunstwerk.“[6]

In der Zeichentrickserie X-Men in der Folge „Weapon X, Lies, and Video Tape“ wird auf die Ereignisse der Storyline eingegangen. Wolverine und Beast reisen zu dem Ort, wo das geheime Projekt „Weapon X“ stattgefunden hat. Wolverine erlebt genau die Ereignisse aus der Comicgeschichte noch einmal in seinen Erinnerungen.[7]

Der Film X-Men Origins: Wolverine (2009) hat als Grundlage ebenfalls die Storyline „Wolverine: Waffe X“.[8]

In den beiden Filmen X-Men: Apocalypse (2016) und Logan – The Wolverine (2017) wird auch jeweils auf die Ereignisse des Comics eingegangen.

Die Psychologin Suzana Flores untersucht den Character Wolverine wie einen „echten“ Patienten. Unter Einbeziehung von Aussagen aus dem Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders (5. Auflage) kommt sie zum Schluss, dass ein Großteil von Wolverines Verhalten eine Reaktion auf erlebte Traumata ist. Und diese Ursache sind die Experimente, denen er im Rahmen des Programms „Weapon X“ ausgesetzt war. Sie erklärt, dass seine Fähigkeiten und Verhaltensweisen mehr eine Reaktion auf die durch die Folter erlebten Traumata sind, denn echte Superkräfte.[9]

Einzelnachweise

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  1. 1 2 Marvel Comics Presents (Marvel, 1988 series) #73 [Direct]. Abgerufen am 1. September 2025.
  2. 1 2 Marvel Comics Presents (Marvel, 1988 series) #84 [Direct]. Abgerufen am 1. September 2025.
  3. Marvel Comics Presents (Marvel, 1988 series) #72 [Direct]. Abgerufen am 7. September 2025.
  4. The Incredible Hulk #180. Abgerufen am 7. September 2025.
  5. Amazing Heroes. Band 188. Fantagraphics Books, Februar 1991, S. 30 f.
  6. 1 2 Christopher Larochelle: Back Issue! Band 161. TwoMorrows Publishing, September 2025, S. 23 bis 36.
  7. Wolverine: Waffe X bei IMDb
  8. Wolverine: Waffe X bei IMDb
  9. Suzana Flores: Untamed: The Psychology of Marvel's Wolverine. McFarland & Company, 2018, Seiten 34 bis 53 (englisch) (online).