Werner Post
Werner Heinrich Post (* 28. Januar 1940 in Balve im Sauerland; † 6. Mai 2018 in Bonn) war ein deutscher römisch-katholischer Theologe und Philosoph. Er wirkte als Professor für Philosophie in Bonn und wurde vor allem durch seine Studien zu Karl Marx bekannt.
Leben
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Werner Heinrich Post, Sohn von Franziska Post, geborener Rammelmann, und des Kaufmanns Heinrich Post, erhalt sein Abitur 1959 am Humanistischen Walram-Gymnasium in Menden, Nach dem Studium der Philosophie, Theologie und Sozialwissenschaften zwischen 1959 und 1968 in Paderborn, Frankfurt (gastweise) und zuletzt München. Sein Theologiestudium hatte er 1964 in als Diplom-Theologe in München abgeschlossen, wo er 1968 bei Karl Rahner zum Dr. phil. auch promoviert wurde. Im selben Jahr ging er an die Pädagogische Hochschule Rheinland in Bonn und wurde dort Wissenschaftlicher Assistent und Dozent für Philosophie. Nach der 1976 in Bonn erfolgten Habilitation (Venia legendi für Philosophie) wurde er 1986 Professor für Philosophie an der Pädagogischen Fakultät der Universität Bonn, dann ab 1987 an der Universität Dortmund. Er war verheiratet. Seine Ehe wurde jedoch vor 1986 geschieden. Am 1. Februar 2007 trat er in den Ruhestand. Werner Heinrich Post starb am 6. Mai 2018 in Bonn,[1] einen Tag nach dem 200. Geburtstag von Karl Marx.
Fachlicher Schwerpunkt der Arbeit Werner Posts war die Praktische Philosophie (Rechts- und Sozialphilosophie, Kritische Theorie, Religionsphilosophie, Ästhetik). Sein mit Alfred Schmidt verfasstes Werk Was ist Materialismus? wurde in mehrere Sprachen übersetzt. Post selbst sprach neben Deutsch auch Englisch, Italienisch, Spanisch und Französisch.
Schriften (Auswahl)
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Kritik der Religion bei Karl Marx. Kösel, München 1969 (erschienen auch in spanischer Sprache).
- mit Iring Fetscher: Verdirbt Religion den Menschen? Marxistischer und christlicher Humanismus. Patmos, Düsseldorf 1969.
- Kritische Theorie und metaphysischer Pessimismus. Zum Spätwerk Max Horkheimers. Kösel, München 1971.
- mit Alfred Schmidt: Was ist Materialismus? Kösel, München 1975 (erschienen auch in spanischer und italienischer Sprache).
- Acedia – das Laster der Trägheit. Zur Geschichte der siebten Todsünde. Herder, Freiburg im Breisgau / Basel / Wien 2011, ISBN 978-3-451-34116-8.
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Post, Werner Heinrich. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s Who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 960.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Literatur von Werner Post im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Traueranzeige Werner Post. In: Bonner Generalanzeiger. 12. Mai 2018, abgerufen am 19. Mai 2018.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Post, Werner |
| ALTERNATIVNAMEN | Post, Werner Heinrich |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher römisch-katholischer Theologe und Philosoph |
| GEBURTSDATUM | 28. Januar 1940 |
| GEBURTSORT | Balve, Sauerland |
| STERBEDATUM | 6. Mai 2018 |
| STERBEORT | Bonn |
- Römisch-katholischer Theologe (20. Jahrhundert)
- Römisch-katholischer Theologe (21. Jahrhundert)
- Philosoph (20. Jahrhundert)
- Philosoph (21. Jahrhundert)
- Vertreter der Kritischen Theorie
- Hochschullehrer (Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn)
- Hochschullehrer (Technische Universität Dortmund)
- Deutscher
- Geboren 1940
- Gestorben 2018
- Mann