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Werner Heumann

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Werner Heumann (* 9. Mai 1924 in Hann. Münden; † 22. Oktober 1989 in Kiel) war ein deutscher Brigadegeneral des Heeres der Bundeswehr.

Heumann, Sohn eines Forstgerätewarts, absolvierte von April 1940 bis Oktober 1942 eine Laufbahnausbildung als Beamten-Anwärter bei der Deutschen Reichsbahn in Kassel und Hann. Münden. Am 15. Oktober trat er beim Eisenbahn-Pionier-Bataillon 3 (später Eisenbahn-Pionier-Regiment 3) in Hanau in die Wehrmacht ein und gehörte dem Verband bis September 1943 an. Dort war bei Sewastopol auf der Krim in der Sowjetunion eingesetzt. Von Februar bis Juni 1943 durchlief er den Kriegsoffizierbewerber-Lehrgang mit Kraftfahrer- und Reitlehrgang in jenem Verband, war von Juni bis Juli 1943 dort Hilfsausbilder und von Juli bis September 1943 Maschinengewehr-Schütze. Ab November 1943 war er Ausbilder im Pionier-Bataillon 9 in Aschaffenburg, ab Februar 1944 Gruppenführer in der Korpsabteilung E in den Prypjatsümpfen, ab Juli 1944 Ausbilder im Minenlehrgang beim Pionier-Bataillon 9 in Aschaffenburg und besuchte von September bis Dezember 1944 die Pionierschule in Dessau-Roßlau. Im Januar 1945 wurde er, mit Rangdienstalter 1. September 1944, zum Leutnant der Reserve ernannt. Von Januar bis Februar 1945 war er Ordonnanzoffizier und von Februar bis April 1945 Kompanieführer im Pionier-Bataillon 363 im Raum Aachen, am Rhein und im Ruhrkessel.[1][2][3]

Heumann war von April 1945 bis Juli 1946 in Kriegsgefangenschaft der Vereinigten Staaten. Danach wurde er wieder Beamter bei der Deutschen Bundesbahn und war dort Fahrdienstleiter und Bahnhofsvorsteher in Hann. Münden, Kassel und Speele.[1][2][3]

Am 1. März 1956 wurde Heumann als Oberleutnant in die Bundeswehr übernommen und war zunächst bis Dezember 1956 Hilfsoffizier in der Annahmeorganisation in Köln. Anschließend war er bis Oktober 1958 Adjutant beim Pionierbataillon 5 in Lahnstein, wo er 1957 Hauptmann wurde, und von November 1958 bis März 1961 Lehrer an der Pionierschule in München.[1][2][3]

Von April 1961 bis September 1963 absolvierte Heumann den 4. Generalstabslehrgang Heer an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg, wo er zum Offizier im Generalstabsdienst ausgebildet un im Mai 1963 Major wurde.[4] Danach erfolgte bis April 1963 eine Kommandierung als Stabsoffizier in der Generalstabsabteilung 3 (Operationsführung und -planung, Ausbildung, Organisation) zum Hauptquartier der Alliierten Landstreitkräfte Schleswig-Holstein und Jütland der NATO in Rendsburg. Ab April 1964 war er Generalstabsoffizier für Logistik (G 4) und ab Oktober 1965 für Planung, Ausbildung und Organisation (G 3) der 1. Panzerdivision in Hannover, wurde im Juni 1967 zum Oberstleutnant befördert, war von Oktober 1967 bis September 1970 G 3 im Wehrbereich IV in Mainz, von Oktober 1970 bis Januar 1971 stellvertretender Brigadekommandeur der Panzergrenadierbrigade 13 in Wetzlar,[5.1] wo er im Oktober 1971 zum Oberst ernannt wurde, und von Februar 1974 bis März 1978 Referatsleiter 4 (Einsatzbereitschaft und Alarmplanung) in der Stabsabteilung III (Führung) im Führungsstab des Heeres im Bundesministerium der Verteidigung in Bonn.[1][2][3]

Im April 1978 wurde Heumann Kommandeur der Heimatschutzkommandos 18 in Neuburg an der Donau[5.2] und im Oktober 1980 unter Ernennung zum Brigadegeneral, stellvertretender Befehlshaber sowie Chef des Stabes des Territorialkommandos Schleswig-Holstein[5.3] und zugleich Deutscher Bevollmächtigter im Bereich der Allied Forces Northern Europe der NATO in Kiel.[1][2][3] Mit Ablauf des September 1984 wurde er in den Ruhestand versetzt.[6]

Heumann war verheiratet, evangelisch und hatte zwei Kinder.[1][3]

  • Dermot Bradley, Heinz-Peter Würzenthal, Hansgeorg Model: Die Generale und Admirale der Bundeswehr 1955–1997 – Die militärischen Werdegänge (= Dermot Bradley [Hrsg.]: Deutschlands Generale und Admirale. Teil VIb). Band 2, Teilband 1, Gaedcke – Hoff. Biblio-Verlag, Osnabrück 2000, ISBN 3-7648-2562-6, S. 340–341.
  • Clemens Range: Kriegsgedient – Die Generale und Admirale der Bundeswehr. Translimes Media Verlag, Müllheim-Britzingen 2013, ISBN 978-3-00-043646-8, S. 211.
  • Manfred Sadlowski (Hrsg.): Handbuch der Bundeswehr und der Verteidigungsindustrie 1982/1983. Bernard & Graefe, Bonn 1982, ISBN 3-7637-5262-5, S. 71.

Einzelnachweise

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  1. 1 2 3 4 5 6 Bradley et al. 2000 a.a.O.
  2. 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 Range 2013 a.a.O.
  3. 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 Sadlowski 1982 a.a.O.
  4. Hansgeorg Model, Jens Prause: Generalstab im Wandel: neue Wege bei der Generalstabsausbildung in der Bundeswehr. Bernard und Graefe, München 1982, ISBN 978-3-7637-5241-6, S. 197.
  5. Reinhard Teuber: Die Bundeswehr 1955–1995 (= Kurt Mehner und Reinhard Teuber [Hrsg.]: Schriftenreihe Führung und Truppe. Band 5). Militair-Verlag Klaus D. Patzwall, Norderstedt 1996, ISBN 978-3-931533-03-8.
    1. S. 69
    2. S. 61
    3. S. 51
  6. Clemens Range: Die geduldete Armee: 50 Jahre Bundeswehr. Translimes Media, Berlin 2005, ISBN 978-3-00-015382-2, S. 276.
  7. Der Chef des Bundespräsidialamtes: Bekanntgabe von Verleihungen des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland vom 4. Januar 1983. In: Bundesminister der Justiz (Hrsg.): Bundesanzeiger – Amtlicher Teil. 1983.