Zum Inhalt springen

Wellspring

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wellspring
Studioalbum von Kim Do-yeon

Veröffent-
lichung

2026

Label(s)

Tao Forms

Format(e)

LP, CD, Download

Genre(s)

Jazz, Neue Improvisationsmusik

Titel (Anzahl)

7

Länge

49:58

Besetzung

Studio(s)

Oktaven Audio, Mount Vernon (New York)

Chronologie
Brandon Lopez, DoYeon Kim: Syzygy Vol. 1
(2025)
Wellspring —

Wellspring ist ein Musikalbum von Kim Do-yeon. Die im Studio Oktaven Audio in Mount Vernon (New York) entstandenen Aufnahmen erschienen am 1. Mai 2026 auf Whit Dickeys Label Tao Forms.

Als Virtuosin der koreanischen klassischen Musik auf dem Gayageum hat Kim viele Jahre lang mit dem Gitarristen Joe Morris zusammengearbeitet und mehrere Alben mit ihm aufgenommen. Auf ihrem ersten Album unter eigenem Namen tritt sie auch als Vokalistin in Erscheinung („Walking in the Dream“); begleitet wird sie vom Bratschisten Mat Maneri, dem Bassisten Henry Fraser und dem Schlagzeuger Tyshawn Sorey.

  • DoYeon Kim – Wellspring (Tao Forms TAO 20)[1]
  1. The Beats of Distant Thunder 7:05
  2. Walking in the Dream 6:20
  3. Whispers Among Dawn (Kim Do-yeon, Henry Fraser, Mat Maneri, Tyshawn Sorey) 3:43
  4. Sun Shower 6:35
  5. Diffraction (Kim Do-yeon, Henry Fraser, Mat Maneri, Tyshawn Sorey) 4:27
  6. Linear System (Kim Do-yeon, Henry Fraser, Mat Maneri, Tyshawn Sorey) 15:49
  7. Calculus of Our Souls 5:59

Wenn nicht anders vermerkt, stammen die Kompositionen von Kim Do-yeon.

Tyshawn Sorey (2014)

Mit Wellspring würde sich die Musikerin mit doppeltem kulturellen Hintergrund an der Spitze eines atemberaubenden Quartetts präsentieren, „um durch einen Spiegel wie einen Spiegelsaal zu schreiten, der zwischen zwei Kulturen eine Botschaft von wunderbarer Kohärenz widerspiegelt“, meint Franpi Barriaux in Citizen Jazz. Gleiches gelte für Henry Frasers bemerkenswerte Bogentechnik, die den Dreh- und Angelpunkt eines ständigen Wechselspiels zwischen der Mikrotonalität des Gayageum und der Sprache der Improvisation bilde, in das man fasziniert eintauche. DoYeon Kims Anliegen sei nicht die x-te Reflexion über den Dialog zwischen den Traditionen. Es sei eine uneingeschränkte Bekräftigung des Synkretismus einer vielseitigen Musikerin, die auf bemerkenswerte Weise begleitet würde. Maneris Arbeit, die sich im Austausch mit dem Gayageum sehr wohlfühle, sei bemerkenswert; ein Beispiel dafür sei „Sun Shower“, einer der Höhepunkte des Albums, bei dem Kim Do-yeon wieder zum Gesang zurückkehre; doch es sei die Beziehung zwischen der Musikerin und Sorey, die den Schlüssel zu diesem Album bilde, beginnend mit „The Beats of Distant Thunder“. Die Arbeit des Schlagzeugers an den Becken, sein von fernöstlicher Kultur geprägtes Perkussionsspiel, würde eine Brücke schlagen, die nicht nur eine Verbindung schaffe, sondern auch eine neue Sprache, die im wahrsten Sinne des Wortes noch nie gehört wurde.[2]

Zweifellos sei es „Linear System“ – ein Stück, das sich durch die Schönheit der Radikalität auszeichne –, mit dem Kim Do-yeon ihre Aussage und die Daseinsberechtigung ihres Quartetts voll und ganz zum Ausdruck bringe, so Barriaux weiter. Die Aussage entstehe in den Schwebezuständen der Streichinstrumente, unabhängig von den eingesetzten erweiterten Spieltechniken, und gewinne an Kraft, während Tyshawn Sorey das Thema erweitere und – in dem Maße, wie sich die Instrumente voneinander lösen würden – „ein Relief schafft, in dem sich eine wilde Kraft entfaltet, die alles in einem explosiven Höhepunkt auf den Kopf stellen kann“. Der sehr zeitgenössische Ansatz der Musikerin und die äußerst präzise Ausdrucksweise, die sie entwickele, fänden hier ihren glanzvollen und warmherzigen Höhepunkt, der eine kompromisslose Musikerin auszeichne.[2]

Einzelnachweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. ↑ DoYeon Kim – Wellspring. In: Discogs. Abgerufen am 12. Oktober 2026 (englisch).
  2. 1 2 Franpi Barriaux: Wellspring. In: Citizen Jazz. 1. Oktober 2026, abgerufen am 12. Oktober 2026 (französisch).