Watson (Eigenschreibweise watson) ist die deutsche Lizenzausgabe des gleichnamigen Schweizer Nachrichtenportals, redaktionell und inhaltlich aber von diesem getrennt. Die Newsseite wird in Deutschland von der zur Ströer SE & Co. KGaA gehörenden Ströer Next Publishing GmbH betrieben.[1] Die politische Ausrichtung wird linksliberal eingeordnet.[2]
Das Projekt startete 2018 mit einer 25-köpfigen Redaktion.[3][4] Ziel ist es, ein journalistisches Vollprogramm für die Zielgruppe „Generation Mobile“, also der 20- bis 35-Jährigen, anzubieten.[5] Am 22. März 2018 wurde die deutsche Ausgabe gelauncht.[1]
Die ursprüngliche Chefredakteurin Gesa Mayr und ihre Stellvertreterin Anne-K. Gerstlauer verließen Watson am 8. November 2018 aufgrund unterschiedlicher Auffassung über die redaktionelle Ausrichtung[6], woraufhin CCO Arne Henkes kommissarisch die Leitung übernahm. Ab dem 1. April 2019 leitete Kinga Rustler als Chefredakteurin das Portal.[7][8] Sie hat die Ausrichtung strategisch überarbeitet und Nachrichten und Informationen für junge Menschen wieder in den Fokus gerückt.[9]
Im Januar 2022 übergab Kinga Rustler die Chefredaktion an Swen Thissen, um sich übergreifenden Aufgaben in der Ströer Content Group zu widmen.[12] Das Redaktionsteam bestand Mitte 2022 aus rund 40 Personen.[13]
Zum 1. September 2025 wurde die bisherige Stellvertreterin von Thissen, Ronja Brier, zur Chefredakteurin ernannt. Thissen wechselte in die Chefredaktion des ebenfalls von Ströer betriebenen Portals t-online. Brier betonte zum Amtsantritt die Ausrichtung als gesamtheitliches Nachrichtenangebot für eine junge Zielgruppe.[14]
Im Juni 2021 organisierte Watson in Kooperation mit dem Landesmedienzentrum Baden-Württemberg und der Fachstelle Extremismusdistanzierung ein virtuelles Fachgespräch zum Thema „Feindbild Medien“.[15] Inhalt der Veranstaltung war der Umgang von Journalisten mit den Vorwürfen einer angeblich „gleichgeschalteten Lügenpresse“ durch Demonstrationen und extremistische Ideologien.