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Volumenstrom

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Wassermenge)
Physikalische Größe
Name Volumenstrom (Durchfluss)
Formelzeichen Q
Größen- und
Einheitensystem
Einheit Dimension
SI m3·s−1 L3·T−1
Siehe auch: Fluss (Physik), Massenstrom, Abfluss

Der Volumenstrom, auch Durchflussrate oder Durchflussmenge ist eine physikalische Größe aus der Fluidmechanik. Sie gibt an, wie viel Volumen eines Mediums pro Zeitspanne durch einen festgelegten Querschnitt transportiert wird. Zumeist ist das Medium eine Flüssigkeit oder ein Gas. Die SI-Einheit des Volumenstroms ist m³/s, gebräuchlich sind je nach Größenordnung des Volumenstroms auch viele andere Einheiten.

Der Volumenstrom wird mittels Durchflussmessern gemessen.

Q=V˙=dVdt

mit

Q: Volumenstrom
V: Volumen
t: Zeit

Zusammenhang mit Strömungsgeschwindigkeit

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Der Volumenstrom Q hängt mit der mittleren Strömungsgeschwindigkeit vA durch die Querschnittsfläche A zusammen über die Beziehung:

Skizze zur Erklärung eines Strömungsprofils. In einer Rohrleitung ist die Strömungsgeschwindigkeit einzelner Stromfäden über den Querschnitt nicht konstant. An der Rohrwand ist die Strömungsgeschwindigkeit null und bei ungestörten Strömungen in der Mitte maximal. Die Form des Strömungsprofils hängt von der Reynolds-Zahl ab.
Q=vA⋅A

Mit dieser Formel lässt sich bei bekannter Querschnittsfläche (Rohre, Kanäle) der Volumenstrom errechnen, wenn die Fließgeschwindigkeit am durchströmten Querschnitt bekannt ist.

Die Strömungsgeschwindigkeit in einem Querschnitt ist im Allgemeinen nicht konstant über den Querschnitt (siehe Darstellung), für laminare Strömung ergibt sich die mittlere Strömungsgeschwindigkeit allgemein zu

vA=1A⋅∫Av(y,z)⋅dA

mit

v(y,z): Geschwindigkeit an der Stelle (y,z) des Querschnitts, mit Strömung in x-Richtung.

Kontinuitätsgesetz

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Skizze zur Erklärung der Erhaltung des Volumenstroms eines inkompressiblen Fluids bei Änderung des durchströmten Querschnitts.

Bei sich änderndem Querschnitt gilt für Strömungen inkompressibler Fluide das Kontinuitätsgesetz:

Q=A1⋅v1=A2⋅v2

Dabei ist A1 der Querschnitt, durch den das Fluid mit einer mittleren Geschwindigkeit v1 strömt. Ändert man den Querschnitt auf A2, so ändert sich die mittlere Strömungsgeschwindigkeit auf v2. Anders ausgedrückt: Für inkompressible Fluide ist der Volumenstrom eine Erhaltungsgröße bei Querschnittsänderungen der Strömung.

Flüssigkeiten sind in erster Näherung inkompressibel, d. h. ihre Dichte ändert sich nicht, wenn man den Strömungsquerschnitt bei konstantem Volumenstrom aufweitet oder einschnürt (und somit den Druck ändert). Für Gase gilt dies dagegen nicht, da sie kompressibel sind.

Zusammenhang mit Massenstrom

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Der Massenstrom qm hängt über

qm=m˙=dmdt=ρ⋅V˙=ρ⋅Q

mit dem Volumenstrom Q zusammen, falls die Dichte ρ über den Querschnitt konstant ist. Sonst muss dieses Produkt über den Querschnitt integriert werden.

Normvolumenstrom

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Das Volumen einer gegebenen Stoffmenge Gas ist abhängig von Druck und Temperatur. Da beide Größen in Rohrleitungsnetzen oder industriellen Prozessen nicht konstant sind, wird der Volumenstrom von Gasen oft als Normvolumenstrom angegeben. Dazu wird das in einer bestimmten Zeitspanne gemessene Volumen (Betriebsvolumen) auf ein Normvolumen mit festgelegtem Druck und Temperatur umgerechnet. Es gilt[1]

QN=Q⋅p⋅TNpN⋅T ,

dabei sind p und T tatsächlich vorherrschender Druck und Temperatur während der Betriebsvolumenmessung und pN und TN Druck und Temperatur der Normbedingungen (beispielsweise pN=1,01325bar und TN=273,15K, die Normbedingungen variieren weltweit und umfassen auch noch weitere Bedingungen wie Luftfeuchte). Hierbei müssen T und TN als absolute Temperatur verstanden werden. Diese hängt mit der Celsius-Temperatur t wie folgt zusammen: T/K=t/∘C+273,15.

In manchen Bereichen der Naturwissenschaft und Technik werden Volumenströme kurz als -fluss bezeichnet, z. B. der Abfluss in der Hydrologie, vgl. Fluss (Physik). In Technik und Wirtschaft kann auch ein Brennstoffdurchsatz, eine Fördermenge, eine Förderleistung oder das Saugvermögen einer Pumpe als Volumenstrom angegeben sein. In der Medizin spricht man analog vom Herzzeitvolumen oder synonym vom Herzminutenvolumen mit der Einheit l/min.

Einzelnachweise

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  1. ↑ Horst-Walter Grollius: Grundlagen der Pneumatik. Carl Hanser Verlag GmbH Co KG, 2012, ISBN 978-3-446-43398-4, S. 47.