Walter Gleim
Carl Walter Gleim (* 18. August 1890 in Treysa[1]; † 17. November 1944 in Drossen) war ein deutscher Offizier, zuletzt Generalintendant der Luftwaffe im Zweiten Weltkrieg.
Leben
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Gleim studierte nach seinem Abitur Rechtswissenschaft und legte 1912 das erste juristische Staatsexamen ab. 1913 wurde er an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster mit der Dissertation Die allgemeine Deliktsklage und das bürgerliche Gesetzbuch zum Doktor der Rechte promoviert. Daraufhin absolvierte er das Rechtsreferendariat, unterbrochen vom Kriegsdienst im Ersten Weltkrieg. 1919 legte er das zweite juristische Staatsexamen ab.
1919 trat Gleim in den Reichsdienst sein. Er war zunächst bis 1920 Vertragsassessor bei der Reichsmarinewerft Wilhelmshaven. Von 1920, als er zum Regierungsrat ernannt wurde, bis 1933 war er in der Reichsfinanzverwaltung tätig. 1934 wurde er zum Oberregierungsrat befördert und wechselte als Intendant in das Reichsluftfahrtministerium. Dieses Amt hatte er bis 1938 inne; 1935 wurde er zum Ministerialrat ernannt. Von Juni 1938 bis Juni 1939 war er Luftgauintendant im Luftgaukommando VI Münster. Im August 1938 wurde er zum Ministerialdirigenten bzw. Generalintendanten ernannt. Daraufhin war er von Juli 1939 bis Oktober 1940 Luftgauintendant im Luftgaukommando III Berlin. Von Oktober 1940 bis März 1944 war er Leiter der Abteilung „Raumplanung, Land- und Forstwirtschaft“ in der Amtsgruppe „Allgemeine Verwaltung“ unter Amtsgruppenleiter Wilhelm Untrieser im Luftwaffenverwaltungsamt des Reichsluftfahrtministeriums. Von März bis November 1944 war er zur besonderen Verwendung im Reichsluftfahrtministerium bzw. beim Oberkommando der Luftwaffe.
Im November 1944 starb Gleim im Alter von 54 Jahren an den Folgen eines Schlaganfalls in Drossen.
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Karl Friedrich Hildebrand: Die Generale der deutschen Luftwaffe 1935–1945, Teil II, Band 1: Abernetty–v.Gyldenfeldt. Biblio Verlag, Osnabrück 1990, ISBN 3-7648-1701-1.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Walter Gleim auf der Website des Projekts Beamte nationalsozialistischer Reichsministerien
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Geburtsurkunde Nr. 64/1890, Standesamt Treysa, Geburtsnebenregister 1890 Signatur HStAM 920 7975, Hessisches Staatsarchiv Marburg
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Gleim, Walter |
| ALTERNATIVNAMEN | Gleim, Carl Walter (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Offizier |
| GEBURTSDATUM | 18. August 1890 |
| GEBURTSORT | Treysa |
| STERBEDATUM | 17. November 1944 |
| STERBEORT | Drossen |
- Ministerialdirigent (NS-Staat)
- Militärperson (Luftwaffe der Wehrmacht)
- Generalintendant (Armee)
- Person im Zweiten Weltkrieg (Deutsches Reich)
- Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)
- Jurist (Nationalsozialismus)
- Person (Reichsfinanzwesen)
- Finanzbeamter
- Beamter (Weimarer Republik)
- Jurist in der Finanzverwaltung
- Absolvent der Universität Münster
- Deutscher
- Geboren 1890
- Gestorben 1944
- Mann