Hausen am Albis
| Hausen am Albis | |
|---|---|
| Staat: | |
| Kanton: | |
| Bezirk: | |
| BFS-Nr.: | 0004 |
| Postleitzahl: | 6340 Sihlbrugg 8915 Hausen am Albis 8925 Ebertswil |
| Koordinaten: | 682961 / 233254 |
| Höhe: | 611 m ü. M. |
| Höhenbereich: | 524–915 m ü. M.[1] |
| Fläche: | 13,60 km²[2] |
| Einwohner: | 3951 (31. Dezember 2024)[3] |
| Einwohnerdichte: | 238 Einw. pro km² |
| Ausländeranteil: (Einwohner ohne Schweizer Bürgerrecht) | 17,8 % (31. Dezember 2024)[4] |
| Gemeindepräsident: | Stefan Gyseler (FDP) |
| Website: | www.hausen.ch |
über den Ortsteil Heisch und Hausen (Bildmitte) zum Zugersee Blick vom Aussichtsturm Hochwacht (Albis) über den Ortsteil Heisch und Hausen (Bildmitte) zum Zugersee | |
| Lage der Gemeinde | |
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 1762 | 840 |
| 1850 | 1450 |
| 1900 | 1408 |
| 1950 | 1588 |
| 2000 | 3036 |
| 2005 | 3203 |
| 2010 | 3362 |
| 2015 | 3476 |
| 2020 | 3797 |
| 2022 | 3879 |
| 2024 | 3951 |
- Bevölkerungsdichte: 285,22 Einw./km²
- Konfessionszugehörigkeit: 32,15 % evangelisch-reformiert, 25,93 % römisch-katholisch, 41,92 % andere oder keine konfessionelle Zugehörigkeit (Stand 2022)[14]
Politik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Gemeindepräsident ist Stefan Gyseler (FDP, Stand 2023).[15]
Bei der Nationalratswahl 2019 erreichten die Parteien folgende Wähleranteile: SVP 33,18 %, Grüne 16,74 %, SP 13,71 %, glp 12,42 %, FDP 11,14 %, EVP 4,06 %, CVP 3,93 %, BDP 1,61 %, EDU 1,38 % und andere (8) 1,82 %.[16]
Die Wähleranteile bei der Nationalratswahl 2023: SVP 34,13 % (+0,95 %), SP 17,78 % (+4,07 %), glp 12,10 % (−0,32 %), FDP 10,34 % (−0,80 %), Grüne 9,99 % (−6,75 %), Die Mitte 6,96 % (+1,41 %), EVP 2,91 % (−1,15 %), Aufrecht Zürich 2,00 %, EDU 1,32 % (−0,07 %), andere (11) 2,48 %.[17]
Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Reformierte Kirche, 1250 erwähnt
- Bürglenstutz: höchster Punkt der Albiskette und der Gemeinde
- Ruine Schnabelburg
- Südliche Schnabellücke, historischer Saumweg «Spinnerweg» ins Sihltal
In Hausen gibt es zwei Kirchen:
- Die reformierte Kirche wurde im Jahr 1751 errichtet. An gleicher Stelle hatte zunächst eine romanische Kirche gestanden, welche vor 1250 erbaut worden war, 1491 folgte ein zweiter Kirchbau.[18]
- Die katholische Kirche Herz Jesu stammt aus dem Jahr 1977. Der Vorgängerbau war eine Kapelle aus dem Jahr 1910. Im Turm hängt die 1499 gegossene Marienglocke, welche bis ins Jahr 1905 im Glockenturm der reformierten Kirche gehangen hatte.
Albisbrunn
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Kaltwasser-Heilanstalt Albisbrunn wurde 1839 vom Winterthurer Arzt Christoph Zacharias Wilhelm Brunner gegründet. Eine am Albishang entdeckte Quelle diente für verschiedene Behandlungen und Therapien mit «gutem Wasser». Empfohlen wurden auch Behandlungen von Erschöpfungen und Atemwegserkrankungen.[19] Mit dem Kurbetrieb entstand ein vielfältiges gesellschaftliches Leben. Im Herbst 1851 verbrachte Richard Wagner zwei Monate im Albisbrunn, wo er Heilung von seinen Leiden (Gesichtsrose, Nesselfieber, chronische Darmverstimmungen) erhoffte. Hier entstand seine Konzeption zum Ring des Nibelungen.[20]
Mangels Nachfrage ging der Kurbetrieb nach 1900 in einen reinen Hotelbetrieb über. 1924 errichtete Alfred Reinhart die Stiftung Landerziehungsheim Albisbrunn.
Persönlichkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Louis Spillmann (* 1948), Musikmanager und Label-Gründer
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Hermann Fietz: Die Kunstdenkmäler des Kantons Zürich. Band I: Die Bezirke Affoltern und Andelfingen. Hausen a. A. (= Die Kunstdenkmäler der Schweiz. Band 7). Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte (GSK). Bern 1938, DNB 365803030, S. 27–32 (Digitalisat).
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Offizielle Website der Gemeinde Hausen am Albis
- Statistische Daten der Gemeinde Hausen am Albis
- Martin Illi: Hausen am Albis. In: Historisches Lexikon der Schweiz.
- Bundesamt für Kultur: Husertal (Hausen am Albis) im Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz
- Inventar historischer Verkehrswege der Schweiz: Sihlwald – Schnabellücken – Heisch: «Spinnerweg» ( vom 12. August 2016 im Internet Archive)
- Kulturgeschichtliche Wanderung vom Albispass zum Kloster Kappel ( vom 27. Juli 2014 im Internet Archive). Amt für Raumentwicklung des Kantons Zürich (PDF; 2,2 MB)
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Geographische Kennzahlen – Suche. Gemeindestand 06.04.2025. In: Applikation der Schweizer Gemeinden (admin.ch). Bundesamt für Statistik (BFS), abgerufen am 29. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen wurden die Flächen zum Stand 1. Januar 2025 zusammengefasst).
- ↑ Geographische Kennzahlen – Suche. Gemeindestand 06.04.2025. In: Applikation der Schweizer Gemeinden (admin.ch). Bundesamt für Statistik (BFS), abgerufen am 29. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen wurden die Flächen zum Stand 1. Januar 2025 zusammengefasst).
- ↑ Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung nach Bezirken und Gemeinden, 1991–2024. In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik, abgerufen am 28. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2024 zusammengefasst).
- ↑ Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach institutionellen Gliederungen, Staatsangehörigkeit (Kategorie), Geschlecht und Alter, 2010-2024. Bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2024 zusammengefasst. Abruf am 28. August 2025
- ↑ Heinz Gallmann: Zürichdeutsches Wörterbuch (= Grammatiken und Wörterbücher des Schweizerdeutschen in allg. verständl. Darstellung, begleitet vom Verein Schweizerdeutsch. Band III). 1. Auflage. Verlag Neue Zürcher Zeitung, Zürich 2009, ISBN 978-3-03823-555-2, S. 669.
- ↑ Stiftsarchiv St. Gallen: Urk. III 303 auf e-chartae, abgerufen am 12. Juni 2020.
- ↑ Martin Illi: Hausen am Albis. In: Historisches Lexikon der Schweiz.
- ↑ Postkarte Serie XVIII, Nr. 87, Antiquarische Gesellschaft in Zürich.
- ↑ Peter Ziegler (Hrsg.), Walter Käch, Fritz Brunner: Die Gemeindewappen des Kantons Zürich. Antiquarische Gesellschaft in Zürich, Zürich 1977, S. 55 (doi:10.5169/seals-378952#67).
- ↑ Gemeinde Hausen am Albis ( vom 30. September 2015 im Internet Archive).
- ↑ Hausen am Albis (Archiv vom 24. Februar 2016).
- ↑ Gemeinde Hausen am Albis. Teilrevision Nutzungsplanung. Bau- und Zonenordnung. ÖREB-Kataster, Amt für Raumentwicklung des Kantons Zürich, 16. Dezember 2019 (PDF; 11,0 MB).
- ↑ Quellen: 1762: HLS, 1850–1960: Eidgenössische Volkszählungen (XLS; 927 kB), danach: Gemeindeporträts. Hausen am Albis. Bevölkerung (Personen). Statistisches Amt des Kantons Zürich, 1962–2022.
- ↑ Gemeindeporträts. Hausen am Albis. Konfession. Statistisches Amt des Kantons Zürich, 2022.
- ↑ Gemeinderat. Website der Gemeinde Hausen am Albis.
- ↑ Nationalratswahl 2019. Kanton Zürich, abgerufen am 8. September 2023.
- ↑ Nationalratswahl 2023. Kanton Zürich. 25. Oktober 2023.
- ↑ Zur Entstehung der Kirche ( vom 15. Juli 2013 im Internet Archive) auf ref.ch.
- ↑ Aus Bädern und Kurorten. Albisbrunn. In: Berliner Tageblatt. Morgen-Ausgabe, 12. September 1905, S. 9.
- ↑ Gemeinnützige Gesellschaft des Bezirks Affoltern (Hrsg.): Knonaueramt. Gestern – heute – morgen. Portrait einer zürcherischen Region. Affoltern am Albis 1987, ISBN 3-906258-01-7.


