Virtuelle Festplatten im VHD-Format können ab Windows 7 über die dort enthaltene Datenträgerverwaltung und mit dem Kommandozeilenprogramm Diskpart[2][3] entweder mit einer festen oder einer dynamisch wachsenden Größe angelegt werden. Die maximale Größe für dynamische und differentielle VHDs beträgt 2Tebibyte (rund 2,2Terabyte), die maximale Größe von VHDs fester Länge ist an sich nicht limitiert, in der Praxis jedoch durch die maximale Dateigröße von 16Tebibyte (rund 17,6Terabyte) je Datei (bei NTFS) begrenzt.[4][5] Bei der dynamischen Größe wird beim Erzeugen lediglich die maximale Größe festgelegt, welche die Containerdatei nicht überschreiten darf. Bei der festen Größe wird die Datei exakt so groß wie beim Erzeugen angegeben – wobei es keine Rolle spielt, ob sie tatsächlich mit Daten gefüllt ist oder nicht.[6]
Mit Windows8 und Windows Server 2012 wurde das Dateiformat als „VHDX“ erweitert und kann nun mit Festplattenabbildern mit einer maximalen Größe von bis zu 64Tebibyte (rund 70Terabyte) umgehen.[7] Auch der Explorer wurde entsprechend erweitert, damit direkt auf derartige Speicherabbilder zugegriffen werden kann.[8]
Der größte Nachteil ist, dass eine dynamisch wachsende oder differentielle Festplatte im Nachhinein (mit Windows-Bordmitteln) nicht erweitert oder verkleinert werden kann. Lediglich eine Festplatte mit fester Größe kann nachträglich erweitert werden.[4] Dafür stehen jedoch externe Werkzeuge (wie z.B. der VHD Resizer)[9] zur Verfügung. Zudem können die Daten auch manuell in größere oder kleinere (virtuelle) Festplatten umkopiert und so quasi deren Größe geändert werden, was jedoch sehr zeitaufwändig sein kann.[10]
Das VHD-Format soll als Standard-Dateiformat – allgemein für Speicherabbilder und besonders etwa auch für Datensicherungen – in das Virtualisierungs-Portfolio von Microsoft aufgenommen und verbreitet werden.[11][12]
Mit dem Programm Disk2VHD von Windows Sysinternals können die Daten von physischen Festplatten in virtuelle Festplatten(abbilder) übertragen werden, um diese beispielsweise in VirtualBox einbinden und so ganze Rechner migrieren zu können.[13]
↑Vorabversion Build 7989 von Windows 8 kursiert im Internet – Heise, am 22. Juni 2011; Auch wenn Heise (wahrscheinlich nur aus Gewohnheit oder Nachlässigkeit [bei Microsoft abgeschrieben]) auch „Terabyte“ geschrieben hat, so sind hier eigentlich „Tebibyte“ gemeint (siehe dazu ggf. auch unter ‚NTFS‘ mit „Größe einer Datei“ und „16 TiB“).
↑Hyper-V – Format der virtuellen Festplatte: Übersicht (englisch) – Microsoft TechNet, zuletzt geändert am 1. November 2013 (abgerufen am 14. Juni 2017); u.a. mit „Unterstützung für virtuelle Festplatten mit einer Speicherkapazität von bis zu 64 TB“, wobei davon auszugehen ist, dass hier eher die technischen Tebibyte (und nicht die kundenfreundlichen Terabyte) gemeint sind, da derartige Begrenzungen nur im Binärsystem und ebenda im Zusammenhang mit der Größe sogenannter Datentypen (wie beispielsweise 16- und 32-Bit-Integer) sowie auch Sektor-/Blockgrößen oder Anzahl der Zylinder bestehen (siehe dazu ggf. auch unter Datenblock und Festplattengeometrie; vergleiche auch Byte#Vergleich)