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Valentin Schuster

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Valentin Schuster (* 1986 in Waidhofen an der Thaya) ist ein österreichischer Jazzmusiker (Schlagzeug, Komposition).

Leben und Wirken

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Schuster wuchs in Niederösterreich auf; in seinem Elternhaus lief immer das Radio oder irgendeine Platte, so dass er einer breiten Palette von Musik ausgesetzt war. Vom achten bis zum zwölften Lebensjahr erhielt er Klavierunterricht, bevor er zum Schlagzeug wechselte. Er hatte Unterricht an der lokalen Musikschule. Während des Wehrdienstes war er 2004/05 Mitglied der Militärmusik Niederösterreich. 2005 bis 2010 absolvierte er das Bakkalaureatsstudium im Fach Jazzschlagzeug an der Kunstuniversität Graz bei Howard Curtis und Wolfgang Tozzi; erste Aufnahmen entstanden mit dem KUG Jazz Orchestra (Klang Debüts Jazz, 2009). Nach dem Abschluss des Masterstudiums Jazzschlagzeug 2011 und des Bakkalaureatsstudiums Instrumentalpädagogik an der KUG (beide mit Auszeichnung) zog er nach Berlin, wo er bis heute lebt und arbeitet.

Ab 2008 spielte Schuster in der Gruppe Aura:L Sculptures (mit Laura Winkler, Adrian Kleinlosen, Benny Omerzell, Michael Ringer). 2011 gründet er (zunächst für sein Masterabschlusskonzert) sein Trio Edi Nulz (mit dem Gitarristen Julian Pajzs und dem Bassklarinettisten Siegmar Brecher), für das er auch komponierte und zwischen 2012 und 2017 fünf Alben bei Sessionwork Records, bei Unit Records und bei Boomslang Records vorlegte. 2023 erweiterte es sich mit The Great Harry Hillman zu The True Harry Nulz;[1][2] im Folgejahr löste es sich auf.

2026 legte Schuster mit seinem Quartett Wobble8 das Album The Moon Is Not There When Nobody Looks vor, das sich nur schwer in gängige musikalische Kategorien einordnen lässt. „Dieses sich ständig wandelnde Puzzle rast atemlos von Doom-Metal-Attacken über dramatische Prog-Rock-Flüge bis hin zu feurigen, kathartischen Free-Jazz-Ausbrüchen; es verschiebt sich unablässig und macht sich Instabilität, Komplexität und das Staunen zu eigen“, beschrieb Kritiker Eyal Hareuveni die Musik der Gruppe.[3] Mit der Keyboarderin Olga Reznichenko, dem Gitarristen Jan Frisch und der Elektronikerin Laure Boer wirkte er im Improvisationsquartett Crutches zusammen, das 2025 das Album Four Lttr Wrds veröffentlichte[4] und beim Joe-Festival in Essen 2025[5] und bei der Cologne Jazzweek 2026 auftrat.[6]

Des Weiteren wirkte Schuster zwischen 2008 und 2011 im Experimental-Rock-Trio Krachberg (mit Julian Pajzs, Lukas Raumberger) mit und war 2015/16 mit der Band PeroPero international auf Tournee. Außerdem arbeitete er mit The Hirsch Effekt, Bob Brookmeyer, Don Menza, Fritz Pauer, Juan García-Herreros, Klaus Dickbauer und Jim McNeely.

In Berlin ist Schuster seit 2012 auch als Lehrer für Schlagzeug, Perkussion und Rhythmus-Training, etwa an der Neuen Musikschule Bernau, tätig. Weiterhin ist er künstlerischer Leiter des Workshops „Nordic Grooves“ in Heidenreichstein.

Diskographische Hinweise

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  • Edi Nulz: An der vulgären Kante (Unit Records, 2016)[7]
  • Edi Nulz: El perro grande (Boomslang Records, 2018)
  • The True Harry Nulz: Fur Fish Banana (Boomslang Records, 2023, mit Nils Fischer, Siegmar Brecher, Dominik Mahnig, Samuel Huwyler, David Koch, Julian Pajzs)
  • Wobble8: The Moon Is Not There When Nobody Looks (Boomslang Records, 2026, mit Sofia Salvo, Sebastian Pfeifer, Dan Peter Sundland)[8]

Einzelnachweise

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  1. ↑ Edi Nulz. In: musicaustria.at. 2024, abgerufen am 22. September 2026.
  2. ↑ The True Harry Nulz – „Fur Fish Banana“. In: Mica. 2023, abgerufen am 22. September 2026.
  3. ↑ Eyal Hareuveni: Wobble8 «The Moon is not there when nobody looks». In: Salt Peanuts. 22. September 2026, abgerufen am 22. September 2026 (englisch).
  4. ↑ Four Lttr Wrds von Crutches. In: Bandcamp. 21. Februar 2025, abgerufen am 21. Oktober 2026.
  5. ↑ Mitschnitt des Deutschlandfunks, Die Jazz-Radiowoche. In: Jazzzeitung. 8. August 2026, abgerufen am 20. Oktober 2026.
  6. ↑ Jazzorama x Cologne Jazzweek: CRUTCHES + Jamsession. In: artheater.de. 8. September 2026, abgerufen am 21. Oktober 2026.
  7. ↑ Michael Ternai: Edi Nulz – An der vulgären Kante. In: MICA. 10. Februar 2016, abgerufen am 22. September 2026.
  8. ↑ Michael Ternai: WOBBLE8 – „The Moon is not there when nobody looks“. In: MICA. 22. September 2026, abgerufen am 22. September 2026.