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V-Label

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
links: V-Label mit der Unterschrift vegan, rechts: V-Label mit der Unterschrift vegetarisch
Die zwei unterschiedlichen V-Label im 2023 eingeführten Design.
links: V-Label mit der Unterschrift vegan, rechts: V-Label mit der Unterschrift vegetarisch
Alte Version der beiden V-Label.

Das V-Label ist ein einheitliches Gütesiegel der Europäischen Vegetarier-Union zur Kennzeichnung von vegetarischen und veganen Produkten und Dienstleistungen. Das Label wird auch als Vegi-Label und Vegetarismus-Label bezeichnet. Es ist kein staatlich anerkanntes Label. Das V-Label wurde durch Swissveg erstmals für die Produktkennzeichnung verwendet und später mit Hilfe der Europäischen Vegetarier-Union international verbreitet und wird heute in Deutschland durch ProVeg (ehemals Vegetarierbund, VEBU) vertreten.[1] Die Zeichengeber wollen mit dem Label den Verbrauchern „eine einfache sowie sichere Orientierungshilfe beim täglichen Einkauf“ bieten.[2]

Die Verbreitung ist in Europa unterschiedlich ausgeprägt. Das Label wird von allen Europäischen Vegetarierorganisationen als Kennzeichnung für vegetarische (inkl. vegane) Produkte und Dienstleistungen anerkannt.

Außerhalb Europas gibt es, Stand 2021, Vertretungen in Chile, Peru und Argentinien.

Lizenzgeber in den deutschsprachigen Ländern:

Das V-Label kann für folgende Produktkategorien beantragt werden

  • Waren
    • Lebensmittel (inkl. Getränke, Wein, Nahrungsergänzungsmittel)
    • Kosmetik (inkl. Reinigungs- und Putzmittel)
    • Druckereiprodukte
    • Non Food
  • Dienstleistungen
    • Gastronomie

Als vegan gelten Produkte, die keine Erzeugnisse tierischen Ursprungs enthalten und bei denen in allen Produktions- und Verarbeitungsstufen auf Zutaten, Inhaltsstoffe, Komponenten oder Verarbeitungshilfsstoffe tierischen Ursprungs verzichtet wurde. Untersagt sind auch Zutaten oder Komponenten, die von Natur aus tierischen Ursprungs wären, selbst wenn diese ohne Tiere hergestellt worden sind (z. B. mittels Präzisionsfermentation).[4]

Als vegetarisch gelten Produkte, bei denen Milch, Kolostrum, Eier, Bienenhonig, Bienenwachs, Propolis, Wolle oder Wollfett/Lanolin oder deren Bestandteile bzw. daraus gewonnene Erzeugnisse zugesetzt oder verwendet wurden, die ansonsten aber den Kriterien für vegane Produkte entsprechen.[4]

Dienstleistungen

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Gastronomiegewerbe, die mit dem V-Label ausgezeichnet sind, müssen

  • für die vegetarischen Gerichte die o. g. Kriterien für Lebensmittel erfüllen,
  • unangemeldete Kontrollen der Küche und des Lagers sowie Befragung des Personals durch die Swissveg akzeptieren, die pro Betrieb i. d. R. nicht häufiger als einmal jährlich durchgeführt wird,
  • mindestens ein täglich wechselndes vegetarisches Gericht anbieten,
  • daneben mindestens zwei weitere vegetarische Gerichte anbieten,
  • die vegetarischen Speise auf der Speisekarte mit dem V-Label kennzeichnen und
  • zusätzlich die Einordnung in eine der vier folgenden Untergruppen angeben oder, falls es sich nicht um Selbstbedienung handelt, alternativ das Personal dahingehend schulen, dass es die Kunden nach Anfrage korrekt informieren kann: ovo-lakto-vegetarisch, lakto-vegetarisch, ovo-vegetarisch, vegan / rein pflanzlich.

Ende 2013 nutzten ca. 100 Produzenten, darunter auch große Lebensmittelkonzerne, das V-Label. 2018 wurde das Label von 1.300 Unternehmen genutzt, die 15.000 Produkte lizenziert hatten.[5] Im Gastronomiesektor dagegen war das Label noch wenig verbreitet.[6] Seit Oktober 2021 verwendet auch Burger King das V-Label für vegane Produkte.[7] In der Schweiz kennzeichnet das V-Label seit September 2017 vegan-vegetarische Menüs in sämtlichen IKEA-Restaurants und ist damit erstmals in der Großgastronomie vertreten.[8]

Einzelnachweise

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  1. Wie entstand das V-Label? – Die Geschichte des V-Labels. Abgerufen am 5. November 2021.
  2. Transparenz und Klarheit bei Ihrem Einkauf. Abgerufen am 20. August 2018.
  3. Tätigkeiten der Veganen Gesellschaft Österreich. Vegane Gesellschaft Österreich, abgerufen am 12. August 2022.
  4. 1 2 Kriterien. V-Label, 28. Juni 2023, abgerufen am 20. Mai 2026 (deutsch).
  5. Five Steps to V-Label. V-Label GmbH, abgerufen am 5. Juli 2019 (englisch).
  6. Vegane und vegetarische Restaurants. Europäischen Vegetarier-Union, abgerufen am 24. Dezember 2017.
  7. Pressemitteilung: BURGER KING® ERHÄLT ALS PIONIER IN DER GASTRONOMIE DIE V-LABEL-LIZENZIERUNG VON PROVEG. 19. Oktober 2021, archiviert vom Original; abgerufen am 5. November 2021.
  8. Entwicklung und Meilensteine des V-Labels. Europäischen Vegetarier-Union, abgerufen am 24. Dezember 2017.