Uta Graff
Uta Graff (* 1970 in Kiel) ist eine deutsche Architektin und Universitätsprofessorin.
Werdegang
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Uta Graff studierte Architektur an der Technischen Universität Braunschweig und an der ETH Zürich und war als Architektin bei Peter Zumthor in der Schweiz und bei gmp Architekten in Berlin tätig. Von 2003 bis 2007 arbeitete sie als Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Studiengang Architektur der Universität der Künste Berlin (UdK) im Bereich Entwerfen und Städtebau bei Alfred Grazioli und von 2006 bis 2009 im Bereich Stadterneuerung und Entwerfen bei Adolf Krischanitz und hatte verschiedene Lehraufträge im Studiengang Architektur der UdK inne.[1] Als Gastprofessorin lehrte sie im Masterstudiengang an der Chinesisch-Deutschen Kunstakademie (CDK) in Hangzhou (China) und am UNI.K, dem Studio für Klangkunst und Klangforschung der UdK Berlin. Von 2010 bis 2012 war Uta Graff Professorin im Studiengang Architektur der Hochschule für angewandte Wissenschaften in Würzburg. Seit 2012 ist sie Ordinaria für Entwerfen und Gestalten am Department of Architecture der TUM School of Engineering and Design der Technischen Universität München (TUM).[2]
Uta Graff ist Mitglied der Bayerischen Architektenkammer und des Deutschen Werkbunds Bayern. Sie ist als Gutachterin und Mitglied in Berufungskommissionen an zahlreichen Hochschulen und Universitäten und als Jurymitglied bei Wettbewerbsverfahren tätig.
Gemeinsam mit Ferdinand Ludwig und Katharina Voigt ist sie Initiatorin und Lead Editor der internationalen wissenschaftlichen Publikation Dimensions. Journal of Architectural Knowledge, die zweimal jährlich im Transcript Verlag erscheint.[1]
Bauwerke
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Als Projektleiterin bei Peter Zumthor:
- 2000: Schweizer Pavillon – Expo 2000, Hannover
In Partnerschaft mit Glass Kramer Löbbert:
Auszeichnungen und Preise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Für den Bau des envihab erhielt Graff zusammen mit dem Architekturbüro Glass Kramer Löbbert folgende Preise:[4]
- 2014: Anerkennung – Gestaltungspreis der Wüstenrot Stiftung für envihab, Köln-Porz[5]
- 2014: Preis des Deutschen Stahlbaues für envihab, Köln-Porz[6]
- 2015: Anerkennung – Deutscher Architekturpreis für envihab, Köln-Porz[7]
- 2017: Kölner Architekturpreis für envihab, Köln-Porz[8]
2016 wurde Graff Jurymitglied bei der Vergabe des Preises des Deutschen Stahlbaues.[9]
Publikationen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- mit Ferdinand Ludwig, Katharina Voigt (Hrsg.): Dimensions. Journal of Architectural Knowledge.
- Querschnitt. Fachbereich Architektur - Technische Universität Braunschweig. Verlag das Beispiel Darmstadt 1995.
- mit Universität der Künste Berlin (Hrsg.): Adolf Krischanitz: Architektur ist der Unterschied zwischen Architektur. Hatje Cantz, Ostfildern 2010 mit Beiträgen von Hermann Czech, Otto Kapfinger und Marcel Meili.
- Uta Graff (Hrsg.): Raumkunst, Kunstraum. Konferenzschrift. Technische Universität, Fakultät für Architektur, München 2013, ISBN 978-3-941370-32-6.
- mit Jan Müller-Wieland: Wort, Klang, Raum. Technische Universität, München 2015, ISBN 978-3-941370-56-2.
- Räume = Spaces. Technische Universität München, Fakultät für Architektur, München 2015, ISBN 978-3-941370-61-6 (deutsch, englisch).
- Skizze, Zeichnung, Modell. Elementare Werkzeuge des architektonischen Entwerfens. Aviso, Zeitschrift für Wissenschaft und Kunst in Bayern. 2018 (1).
- In Material gedacht / Thinking through Material. mit Beiträgen von Andreas Bründler, Piero Bruno und Thomas Kröger, Edition Detail, München 2018, ISBN 978-3-95553-464-6.[10]
- mit Dietrich Fink, Nils Rosteck, Julian Wagner (Hrsg.): Architects on Architects. Hirmer Verlag, München 2019, Deutsche Ausgabe ISBN 978-3-7774-3309-7, Englische Ausgabe ISBN 978-3-7774-3504-6.
- mit Katleen Nagel, Felix Zeitler (Hrsg.): Schwarze Räume. Ein architektonisches Phänomen / Black Spaces. An Architectural Phenomenon. mit Beiträgen von Donatella Fioretti, Astrid Staufer und Francesca Torzo. Edition Detail. 2020. ISBN 978-3-95553-512-4.
- mit Ferdinand Ludwig, Katharina Voigt (Hrsg.): Research Perspectives in Architecture, Dimension. Journal of Architectural Knowledge, issue 01, transcript, 2021. (Digitalisat).
- Uta Graff (Hrsg.): Vertigo - Wohnen in der Höhe. TUM School of Engineering and Design, Department of Architecture, München 2023, ISBN 978-3-948278-36-6.
- mit Hannah Rochelt und Jonas Virsik (Hrsg.): Spuren. Lesarten von Landschaften und Räumen / Traces. Reading Landscape and Space. Edition Detail, München 2024. ISBN 978-3-95553-646-6.
- mit Benita Meißner (Hrsg.): Ressource Research Reset. Transformationen saktraler Räume. DG Kunstraum, 2025, ISBN 978-3-932322-64-8.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- TU München: Offizielle Webseite zu Uta Graff
- Literatur von und über Uta Graff im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Dimensions – Journal of Architectural Knowledge. (englisch).
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 Uta Graff. TUM, Lehrstuhl für Entwerfen und Gestalten, abgerufen am 7. Februar 2024.
- ↑ Team. TUM, abgerufen am 6. Februar 2024.
- ↑ Uta Winterhager: Forschungsinstitut :envihab. In: Bauwelt, Band 13. 2014, abgerufen am 28. April 2026.
- ↑ DLR_Galerie. Glass Kramer Löbbert, abgerufen am 21. April 2024.
- ↑ Gestaltungspreis - Baukultur in Deutschland. In: Wüstenrot Stiftung. 6. März 2015, abgerufen am 20. Mai 2022 (deutsch).
- ↑ BauNetz: Kubus von großer Klarheit - Deutscher Stahlbaupreis 2014 verliehen. 28. April 2014, abgerufen am 20. Mai 2022.
- ↑ Deutscher Architekturpreis 2015. Abgerufen am 20. Mai 2022.
- ↑ :envihab – Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin. In: Kölner Architekturpreis. Abgerufen am 20. Mai 2022 (deutsch).
- ↑ Preis für klassischen Industriebau. Bauwelt, abgerufen am 7. Februar 2024.
- ↑ In Material gedacht. Bauwelt 16/2019, abgerufen am 7. Februar 2024.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Graff, Uta |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Architektin und Universitätsprofessorin |
| GEBURTSDATUM | 1970 |
| GEBURTSORT | Kiel |