Ich bin ein sehr alter Benutzer (Konto angelegt 2009) und zugleich ein junger (Bearbeitungen erst seit September 2023). Ich kam hierher wegen des Schreibens von Artikeln. (Am 1. Jänner 2026 waren es 165). Meine Texte sind durchschnittlich ziemlich lang (etwa 13 KB), wobei die Länge vom gefundenen Quellmaterial abhängt: Je mehr Quellen, desto mehr Artikel. (Ist doch logisch, oder?)
Cally Monrads Tochter Synnøve Reimers ist zwar nicht wikipedia-relevant, aber sie war (nicht gleichzeitig) mit den beiden Cousins Frede Castberg und Frits von der Lippe verheiratet. Beide hatten (solange ich sie noch nicht gefunden hatte) noch keinen Artikel. Beide tragen berühmte Namen, d.h. gehören zu prominenten Familien. Ich hatte also genug zu tun, um die Stammlisten (hier und hier auch) anzulegen und dann deren relevante Mitglieder „abzuarbeiten“.
So kommt eben eins zum anderen. In der Folge verzweigten sich die Pfade, hin zu anderen Familien und deren Mitglieder. Überdurchschnittlich viele von ihnen waren Frauen und in deren (früher) Bewegung tätig, was verschiedene Artikel über Frauenvereine und -zeitschriften verursacht hat, aber auch über Männer, die die Frauenbewegung unterstützt haben.
Als mich die Nachricht erreichte, ich sei „Aktiver Sichter“ geworden, fühlte ich mich verantwortlich und sichtete. Schnell lernte ich, dass Vandalismus in vorhandenen Artikeln gar nicht so ein großes Problem ist. (Edit-Wars schon, aber die werden von Rechthabern und nicht von Rechtlosen geführt.) Nein, ein Artikel, der bereits bei der Neuanlage verhunzt ist (irrelevant, hagiografisch, unbelegt, wertend), ist fast nie mehr heilbar. Es braucht also eine Eingangskontrolle. (Es wird Benutzer geben, die mich aus den Löschdiskussionen kennen.)
Wikipedia verdankt die ihr geschenkte Wertschätzung jenen Artikeln, die ausführlich, sachlich und belegt (nachprüfbar) informieren und als Planeten um die Sonne der Aufklärung kreisen, und nicht zum Asteroidengürtel der Texttrümmer (aka „gültige Stubs“) gehören, die den Leser uninformiert und verwirrt zurücklassen.
Was dem einen sin Uhl, ist dem andern sin Nachtigall. Die Meinungen, ob etwas sachlich, profund belegt und in ausgewogener Mitte zwischen Lakonie und Wortschwall dargestellt ist, gehen oft auseinander. Dass die Auseinandersetzungen in zivilem Tonfall ausgetragen werden sollen, ist oft ein frommer Wunsch. Die wirklich Frommen haben uns mit dem Machloket ein Wort für Meinungsverschiedenheiten als „gleichermaßen ernstzunehmende Ausdrucksformen der Wahrheitssuche“
hinterlassen. Ich und wir alle sollten uns öfters daran erinnern.