Minden 05
| Minden 05 | |||
| Basisdaten | |||
|---|---|---|---|
| Name | Mindener Spielvereinigung 05 e. V. | ||
| Sitz | Minden, Nordrhein-Westfalen | ||
| Gründung | 15. Mai 1905 | ||
| Auflösung | 1992 | ||
| Farben | rot-weiß | ||
| Erste Fußballmannschaft | |||
| Spielstätte | Weserstadion | ||
| Höchste Liga | Verbandsliga Westfalen | ||
| Erfolge | Aufstieg in die Verbandsliga Westfalen 1969 | ||
| |||
| Union Minden | |||
| Basisdaten | |||
|---|---|---|---|
| Name | Union Minden e. V. | ||
| Sitz | Minden, Nordrhein-Westfalen | ||
| Gründung | 16. März 1992 | ||
| Farben | rot-weiß | ||
| 1. Vorsitzender | Luca Dahlhoff | ||
| Website | union-minden.de | ||
| Erste Fußballmannschaft | |||
| Cheftrainer | Sebastian Hull | ||
| Spielstätte | Weserstadion | ||
| Plätze | 6800 | ||
| Liga | Bezirksliga Westfalen 1 | ||
| 2025/26 | 10. Platz | ||
| |||
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Jahre 1992 fusionierte Minden 05 mit den Vereinen SC Minden und VfL Minden zu Union Minden. Einige ehemalige Mitglieder gründeten im Jahre 2002 den VfL Minden erneut. Union Minden startete in der Saison 1992/93 in der Kreisliga A und schaffte 1995 den Aufstieg in die Bezirksliga. Zwei Jahre später folgte der Aufstieg in die Landesliga. Größter Erfolg war die Vizemeisterschaft in der Saison 1999/2000 hinter den Amateuren von Arminia Bielefeld, die allerdings 25 Punkte Vorsprung auf die Unioner hatten. Acht Jahre später wurden die Mindener erneut Vizemeister, dieses Mal mit einem Punkt hinter dem TuS Dornberg. Bitter dabei war, dass die Unioner aus den letzten beiden Spielen nur einen Punkt holten. Überschattet wurde die Saison durch das Spiel der Mindener bei der zweiten Mannschaft des SC Verl, bei dem der Unioner Steven Jones mit zwei anderen Spielern am Kopf kollidierte und dabei ein Schädel-Hirn-Trauma und eine Hirnblutung erlitt.[11] Zur Saison 2011/12 verließ ein großer Teil der Stammspieler den Verein. Mit einer deutlich verjüngten Mannschaft stiegen die Unioner am Saisonende in die Bezirksliga ab, wo die Mindener erneut gegen den Abstieg kämpften. Im April 2017 musste der Verein den Tod von Trainer Andreas Schwemling verkraften, der vor einer Trainingseinheit auf dem Platz zusammengebrochen war.[12]
Ein Jahr später ging es dann für die Mindener hinunter in die Kreisliga A, wo der Verein nach der Fusion von 1992 begann. Der direkte Wiederaufstieg wurde 2019 als Vizemeister hinter dem TuS Petershagen/Ovenstädt verpasst. Auch während der COVID-19-Pandemie wurde der Wiederaufstieg verpasst. Seit 2021 hat ein neuer Vorstand um den langjährigen Oberliga-Stürmer Marcel Todte den Verein neu aufgestellt. Mit runderneuertem Kader gelang im Mai 2023 die Meisterschaft und die damit verbundene Rückkehr in die Bezirksliga. Geschäftsführer Marcel Todte trug mit mehr als 30 Toren als Torschützenkönig in seiner ersten Saison als Spieler auch auf dem Platz einen Teil zum Aufstieg bei, der drei Spieltage vor Schluss vor dem Rivalen TuS Petershagen/Ovenstädt eingefahren wurde. Nach nur einer Saison folgte 2024 der erneute Abstieg in die Kreisliga A, dem ein Jahr später der erneute Aufstieg in die Bezirksliga folgte dank der bessere Tordifferenz gegenüber dem TuS Petershagen/Ovenstädt. Das Aufsteiger-Trainerteam von 2023, Tim Meyer und Malte Wallbaum wurden vier Spieltage vor Saisonende abgesetzt. Uwe Oberländer übernahm die Mannschaft zum dritten Mal und führte die Mannschaft doch noch zur Meisterschaft. Zur Saison 2026/2027 übernahm Sebastian Hull als Spielertrainer die Mannschaft, dazu kehrte die zweite Mannschaft 2026 in die Kreisliga A zurück.
Persönlichkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Union Minden brachte mit Daniel Alabi, Tim Danneberg, Charalambos Makridis und Thilo Versick vier spätere Fußballprofis hervor. Umgekehrt spielte mit Josip Rašić ein ehemaliger Profi für die Mindener.
Trivia
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Dezember 2018 sorgte die Union für Aufsehen, als sie einen ausrangierten Doppeldeckerbus als Vereinsheim präsentierten. Damit ist der Verein der erste in Ostwestfalen-Lippe mit einem rollenden Vereinsheim.[13] Dieser bietet den Zuschauern im Weserstadion eine zusätzliche Anlaufstelle und stellt mit seinen vielen Erinnerungsstücken aus der Historie eine Besonderheit dar.
Weserspucker-Turniere
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]1986 fand in der Mindener Kampa-Halle das erste Weserspucker-Turnier für Traditionsmannschaften statt. Bis 2019 wurden 34 Auflagen gespielt, der erste Sieger war Hannover 96, letzter Sieger war der VfL Wolfsburg. Heinz Albersmeier, Horst Lenz und Manfred Kruse entwickelten die Idee, ehemalige Profispieler in der heimischen Halle nochmal zum Spielen zu bewegen. Unter anderem Weltmeister Horst Eckel, Europameister wie Fredi Bobic oder Dieter Eilts, Uli Borowka oder auch mit Martin Max ein weiterer Bundesliga-Torschützenkönig gaben sich die Ehre. Auch Kommentatoren wie Werner Hansch, Michael Rummenigge oder der langjährige Fifa-Schiedsrichter Bernd Heynemann waren mit von der Partie. Seit 2019 wird ein ebenso hochbesetztes Weserspucker-Junior-Turnier veranstaltet, bei welchem die E-Jugendlichen der Profi-Clubs an den Start gehen. Sieger 2023, 2024 und 2025 war RB Leipzig. 2026 gewann Hannover 96.
24-Stunden-Lauf
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Seit 1989 veranstaltet der Verein alle zwei Jahre ein überregional bekanntes karitatives Breitensportevent, den 24-Stunden-Lauf. Die 17. Auflage fand am 16. und 17. Juni 2023 statt. Alleine beim letzten Lauf kamen 28.200 € zusammen.[14] Insgesamt wurden bisher über 300.000 Euro für karitative Einrichtungen in Minden und Umgebung erlaufen. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier war Schirmherr des Laufes, an welchem sich die lokale Industrie in großem Maße mit Laufteams und Sponsoring einbringt. Ende Juni 2025 wurde der Lauf zum ersten Mal im Mindener Weserstadion absolviert. 52 Laufteams gingen an den Start, mit 37.500 € wurde ein Rekord aufgestellt, mehr als 1000 Menschen liefen alleine auf der Schlussrunde.
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Mindener SpVg 05. Fußballabzeichen.at, abgerufen am 20. September 2013.
- ↑ Deutscher Sportclub für Fußball-Statistiken: Fußball in Westdeutschland 1902/03 - 1932/33. Berlin 2009, S. 83.
- ↑ Deutscher Sportclub für Fußball-Statistiken: Fußball in Westdeutschland 1945–1952. Hövelhof 2011, S. 108, 153.
- ↑ Deutscher Sportclub für Fußball-Statistiken: Fußball in Westdeutschland 1952–1958. Hövelhof 2013, S. 65, 114, 202.
- ↑ Deutscher Sportclub für Fußball-Statistiken: Fußball in Westdeutschland 1958–1963. Hövelhof 2013, S. 121.
- ↑ Sebastian Külbel: A-Jugend des SV Minden 05 wurde vor 50 Jahren Fußball-Westfalenmeister. Mindener Tageblatt, abgerufen am 9. Juli 2018.
- ↑ Deutscher Sportclub für Fußball-Statistiken: Fußball in Westdeutschland 1963/64–1966/67. Kerpen 2018, S. 285.
- ↑ Deutscher Sportclub für Fußball-Statistiken: Fußball in Westdeutschland 1963/64–1966/67. Kerpen 2018, S. 72, 291.
- ↑ Deutscher Sportclub für Fußball-Statistiken (Hrsg.): Fußball in Westdeutschland 1970/71–1973/74. 2025, S. 72, 192.
- ↑ Mindener SV. In: Tabellenarchiv. Archiviert vom am 15. April 2021; abgerufen am 1. Mai 2025.
- ↑ Patrick Schwemling: Steven Jones ist mit beiden Beinen zurück im Leben. FuPa, abgerufen am 9. Juli 2018.
- ↑ Patrick Schwemling: Torsten Kreie übernimmt Union Minden. FuPa, abgerufen am 11. Juli 2018.
- ↑ Union Minden besitzt erstes rollendes Vereinsheim in OWL. FuPa, abgerufen am 14. Dezember 2018.
- ↑ Union Minden | Offizielle Webseite von Union Minden e. V. Abgerufen am 22. Februar 2024.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Koordinaten: 52° 16′ 59,4″ N, 8° 55′ 5,5″ O

