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Stadtspital Zürich

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(Weitergeleitet von Triemlispital)
Standorte Stadtspital Zürich

Das Stadtspital Zürich ist ein Krankenhaus im Kanton Zürich und eine Dienstabteilung des Gesundheits- und Umweltdepartements der Stadt Zürich. Seit 2019 wird das Stadtspital Zürich als gemeinsames Zentrumsspital geführt, bestehend aus den einst eigenständigen Spitälern Waid und Triemli sowie dem 2023 neu eröffneten Standort an der Europaallee. Das Stadtspital Zürich bildet das zweitgrösste Krankenhaus und verfügt über das grösste Notfallzentrum des Kantons Zürich.[1][2]

Das 1953 eröffnete Stadtspital Zürich Waid[3] liegt auf dem Gebiet der Stadtquartiere Wipkingen und Höngg (Kreis 10). Im Vergleich zur Innenstadt liegt der Spitalkomplex (493 m ü. M.) rund 90 Meter über dem Niveau des Zürichsees, im Norden des Stadtzentrums, am südlichen Höhenzug des Käferbergs.[4]

Das Stadtspital Zürich Waid befindet sich auf der Terrasse des Waidberghangs. Die Bauten des Spitalkomplexes sind längs der Strasse gestaffelt angeordnet und der topografischen Situation angepasst, und die Untergeschosse sind entsprechend auf der Talseite drei-, auf der Hangseite zweigeschossig angelegt. Durch die Längsbauweise der Häuser ist der Garten und Ruhebereich der Patienten von der Tiechestrasse räumlich und akustisch getrennt.[5]

In baugeschichtlicher Hinsicht sind die Bauten des Stadtspitals Zürich Waid typische Vertreter der Nachkriegsarchitektur. Charakteristisch ist die gestaffelte Anordnung, die den Aussenraum einbezieht und unterschiedliche Gartenbereiche definiert. Die unspektakulären Satteldachbauten offenbaren bei näherer Betrachtung eine sorgfältige Detailgestaltung: Hell gestrichene, feingliedrige Balkongeländer, weiss gerahmte Fassadenöffnungen, weiss-blau gefasste Holzfenster, ebenso die Gestaltung der Eingangsbereiche und im Innern. Mit einem Farbkonzept und wechselnden Oberflächenmaterialien wurde versucht, mit einfachen Mitteln ein freundliches, wohnliches Ambiente zu schaffen.

Stadtspital Zürich Triemli (1969)

Das 1970 eröffnete Stadtspital Zürich Triemli befindet sich im Stadtteil Wiedikon (Kreis 3) auf dem Gebiet des Quartiers Friesenberg. Im Gegensatz zur Innenstadt liegt der Spitalkomplex (463 m ü. M.) rund 60 Meter über dem Niveau des Zürichsees, im Südwesten der Stadt Zürich, am Fusse des Uetlibergs.

Das Triemli-Areal umfasst das Hauptgebäude mit Turm und Sockelgebäude, das Ende März 2016 eröffnete Bettenhaus, den Behandlungstrakt für hochspezialisierte Medizin, die Frauenklinik, das Zentrum Inselhof, sowie weitere Schulungs-, Verwaltungs- und Betriebsgebäude.[6]

Der dritte Standort an der Europaallee wurde 2023 bezogen. Er liegt beim Zürcher Hauptbahnhof im Stadtteil Aussersihl (Kreis 4).[7] Eine besondere Eigenschaft am Ausbau des Stadtspitals Zürich Europaallee ist das Einbahnstrassensystem. Der Weg führt die Patientinnen und Patienten in einer Linie vom Eintritt über die Operationsräume und die Tagesklinik bis zum Austritt, ohne dass sich Wege kreuzen. Mit einem warmen Farbkonzept wurde zudem versucht, die klassische sterile Wirkung von Spitalbetrieben aufzubrechen.[8]

Das Stadtspital Zürich zählt zu den grössten Spitälern der Schweiz und ist als Zentrumsspital von überregionaler Bedeutung. Das Stadtspital unterhält Leistungsverträge aus diversen Kantonen.[2] Es ist ein öffentliches Spital für alle Versicherungsklassen des KVG und Selbstzahler.

In der schweizerischen Spitallandschaft hat es den Status eines Zentrumsspitals mit überregionalem Wirkungskreis. Das Spital bietet umfassende medizinische, pflegerische und therapeutische Dienstleistungen an.

Das Stadtspital Zürich führt das grösste Notfallzentrum im Kanton Zürich.[2]

Das interdisziplinäre Notfallzentrum hat an 365 Tagen rund um die Uhr geöffnet.[9][10] Dort arbeiten Ärztinnen und Ärzte aus der Chirurgie und der Inneren Medizin sowie Notfall-Pflegefachpersonen.

Die Kliniken, Institute und Abteilungen im Stadtspital Zürich sind nach medizinischen und organisatorischen Kriterien in Departemente gegliedert. Der Direktionsstab, welcher unter anderem die strategische Unternehmensentwicklung und die Rechtsabteilung beinhaltet, ist keinem Departement zugeordnet. Die medizinische Direktion ist eine Stabstelle ohne Departementszuordnung und unterstützt mit medizinischen Diensten den Spitalbetrieb. Der Fokus liegt dabei auf Qualität, der universitären Altersmedizin, der Kinderklinik, dem Tumorzentrum sowie zentralen medizinischen Dienste.

Integrales Kapazitätsmanagement

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Das Departement integrales Kapazitätsmanagement (IKM) stimmt die OP-, Betten-, Intensiv- und Notfallkapazitäten aufeinander ab, um die Ressourcenplanung zu optimieren. Das IKM ist zentral bei der Festlegung der täglich betriebenen stationären Betten sowie in der Steuerung der Auslastungsverteilung auf den Bettenstationen.

Im Departement Innere Medizin werden Patienten mit Erkrankungen der inneren Organe untersucht und behandelt. In interdisziplinärer Zusammenarbeit wird die medizinische Versorgung im stationären und ambulanten Bereich sichergestellt. Zu diesem Gebiet gehört ebenfalls die Behandlung von onkologischen, kardiologischen und zerebralen Erkrankungen.[11][12] Ebenfalls dem Departement Innere Medizin angegliedert ist die Abteilung für Rheumatologie und das Institut für Nephrologie.

Die chirurgisch tätigen Fachgebiete beinhalten unter anderem die Herzchirurgie, Urologie, Augenklinik, Dermatologie und die Viszeral-, Thorax-, Gefäss-Chirurgie und Angiologie. Ebenfalls dem Departement Chirurgie angegliedert ist die Frauenklinik. Das medizinische Angebot der Frauenklinik richtet sich an Frauen in allen Lebensabschnitten sowie an Kinder (und später Jugendliche) von der Geburt bis zum 16. Lebensjahr.[13][14]

Medizinische Plattformen

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Das Departement Medizinische Plattformen vereinigt eine Vielzahl an medizinischen Dienstleistungen wie die Intensivmedizin und die Notfallmedizin unter einem Dach und bietet seine Dienste allen Kliniken und Institute unseres Spitals an. Das Departement Medizinische Plattformen umfasst zudem das Institut für klinische Pathologie, Labormedizin und die Spitalpharmazie.

Fachpflege und Soziales

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Ein Grossteil der Mitarbeitenden im Stadtspital Zürich ist in der Pflege in diversen medizinischen Fachbereiten tätig. Zudem ist diesem Departement auch der Sozialdienst zugehörig.

Spezialpflege und Therapien

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Das Departement Spezialpflege und Therapien beinhaltet unter anderem die Intensivpflege, Physio- und Ergotherapie sowie die Logopädie.

Das Departement Finanzen kümmert sich um das Patientenmanagement, die Buchhaltung sowie Tarife, Leistungsmanagement und das strategische Controlling.

Human Resources

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Das Departement Human Resources ist zuständig für das gesamte Personalmanagement. Dazu gehört unter anderem die Personalrekrutierung und die Personalentwicklung.

Betrieb und Informatik

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Das Departement Betrieb und Informatik ist für alle Informatikanwendungen und die entsprechende Infrastruktur verantwortlich. Er entwickelt und betreut die medizinischen und administrativen ICT-Applikationen.[15] Zudem stellt es Supportprozesse, meist im Zusammenhang mit der Patientenbehandlung, sicher. Dazu gehört unter anderem die Gastronomie, Infrastruktur, Logistik sowie die Reinigung.

Kliniken, Institute und Abteilungen

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Sanität Zürich (SRZ), Rettungswagen

Dem Stadtspital Zürich sind verschiedene Kliniken, Institute und Abteilungen untergeordnet.[16][17]

Multidisziplinäre Zentren

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Das Stadtspital Zürich unterhält Kooperationen nach innen und aussen. Intern arbeiten Spezialgebiete fächerübergreifend (Experten-Boards, interdisziplinäre Sprechstunden) zusammen. Nach aussen kooperiert das Stadtspital mit Partnerspitälern, nachsorgenden Institutionen und der niedergelassenen Ärzteschaft.[18]

Das Stadtspital Zürich hat folgende Kompetenzzentren:

  • Adipositas-Zentrum
  • Ambulantes Perioperatives Zentrum
  • Ambulantes Zentrum Augenklinik
  • Ambulantes Zentrum Europaallee
  • Brustzentrum
  • Darmkrebs- und Pankreaszentrum
  • Gefässzentrum
  • Gynäkologisches Krebszentrum
  • Herzzentrum

Am Herzzentrum arbeiten Fachpersonen der Kardiologie und der Herzchirurgie zusammen und entscheiden das weitere Vorgehen gemeinsam.[19]

  • Interdisziplinäres Augenzentrum
  • Lungenkrebszentrum
  • Medizinische Interdisziplinäre Tagesklinik
  • Proktologie
  • Prostatakrebszentrum
  • Tumorzentrum
  • Wirbelsäulenzentrum
  • Zentrum für Schmerzmedizin (anästhesiologisch)

Lehr- und Bildungsauftrag

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Als öffentliches Spital ist das Stadtspital Zürich ein akademisches Lehrspital und Partnerspital der Universität Zürich.[20]

Dem damit verbundenen Lehr- und Bildungsauftrag wird mit Kursen, Vorlesungen und Lehrveranstaltungen, wozu auch die klinische Forschung und Entwicklung zu zählen sind, nachgekommen. Weitere mit dem Auftrag als Lehrspital verbundene Aufgaben des Stadtspitals sind die Förderung des interdisziplinären Austauschs, der Wissenstransfer zwischen beruflicher Praxis und universitärer Theorie, Förderung der beruflichen Kompetenz angehender Fachkräfte und die vernetzte Zusammenarbeit mit anderen Spitälern und Bildungsinstitutionen.

Das Stadtspital Zürich ist nebst seinen Aufgaben als Lehrspital[20] der Universität auch ein Ausbildungsspital.[21]

Jährlich absolvierten rund 1000 Lernende und Studierende ihre Ausbildungen und Praktika im Stadtspital Zürich.[21]

Das Stadtspital Zürich bietet unter anderem zu den Themen Reanimation, Wundmanagement, Diabetesberatung und Schmerzbekämpfung Weiterbildungen an. Nachdiplomstudiengänge können im Bereich Intensivpflege, Anästhesiepflege und Notfallpflege am Stadtspital Zürich absolviert werden.

Zahlen und Fakten

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2025 wurden 37‘545 Patientinnen und Patienten stationär behandelt und 89'426 Notfälle sowie 460'893 ambulante Besuche verzeichnet. Es kamen 2932 Kinder zur Welt.[1]

Im Jahr 2025 waren rund 4'664 Mitarbeitende – davon rund 1'875 im Bereich Pflege – im Spital beschäftigt.[1] Zudem leisten Personen im Freiwilligeneinsatz mit individuellen Betreuungsaufgaben Unterstützung in der Patientenbetreuung.

Luftbild Kurhaus Waidberg (1931)

Der Ursprung des Stadtspitals Zürich geht auf die grosse Spitalbettennot zurück, die in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts unhaltbare Ausmasse annahm. Nachdem über mehrere Jahrzehnte hinweg keine politische Einigung möglich war, übernahm die Stadt Zürich mit den zwei schweizweit einmaligen Stadtspital-Grossprojekten die Initiative.

Zur Versorgung der Region Zürich Nord eröffnete 1953 das Stadtspital Zürich Waid, 1970 folgte für die Bevölkerung links der Limmat das Stadtspital Zürich Triemli, das zudem auch überregionale Dienstleistungen erbringt.[22]

Das ambulante Zentrum an der Europaallee wurde im 2023 eröffnet, um den vermehrt ambulant durchgeführten Eingriffen gerecht zu werden.[7] Seit 2019 wird bei gewissen operativen Eingriffen nur noch die ambulante Durchführung vergütet, ausser es liegen besondere Umstände vor, die eine stationäre Durchführung erfordern.[23] So schafft der Standort an der Europaallee eine Entlastung der Operationssäle für die beiden anderen Standorten des Stadtspitals Zürich, welche dadurch vermehrt für stationäre Patientinnen und Patienten genutzt werden können.

  • Stadtspital Triemli, Zürich-Wiedikon: Erweiterung und Umbau Behandlungstrakt, 1999–2007. Hrsg. Stadt Zürich, Hochbaudepartement, Amt für Hochbauten der Stadt Zürich, 2007.
  • Schweizerische Operationsklassifikation (CHOP), ICD-9-CM. Volume 3, Version 10.0, 2008, BFS, Neuchâtel 2007, ISBN 978-3-303-14116-8.
  • Festschrift zur Eröffnung des Stadtspitals Triemli. Zürich 1970.
Commons: Stadtspital Zürich – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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  1. 1 2 3 4 Zahlen & Fakten. In: Stadtspital Zürich. 2025, abgerufen am 28. April 2026.
  2. 1 2 3 Geschäftsbericht 2022 - Stadt Zürich. Abgerufen am 4. Mai 2023.
  3. Fredy Hafner: 60 Jahre Waidspital, 60 Jahre Wandel. In: Höngger.ch. 10. Oktober 2013, abgerufen am 20. Mai 2022.
  4. Gang dur Züri - Ein kleiner virtueller Rungang durch die Schönheiten des alten Zürichs. Abgerufen am 20. Mai 2022.
  5. Stadtspital Zürich Waid: Lageplan Stadtspital Zürich Waid. In: Webseite Stadtspital Zürich. Abgerufen am 10. Juni 2022.
  6. Lageplan – Stadtspital Zürich. Abgerufen am 10. Juni 2022.
  7. 1 2 Stadtspital Zürich eröffnet ambulantes Zentrum an der Europaallee - Stadt Zürich. Abgerufen am 4. Mai 2023.
  8. Der OP und die Tagesklinik an der Europaallee sind eröffnet – Stadtspital Zürich. Abgerufen am 4. Mai 2023.
  9. Notfallzentrum Triemli – Stadtspital Zürich. Abgerufen am 20. Mai 2022.
  10. Notfallzentrum Waid – Stadtspital Zürich. Abgerufen am 9. Juni 2022.
  11. Klinik Innere Medizin – Stadtspital Zürich. Abgerufen am 20. Mai 2022.
  12. Klinik Innere Medizin – Stadtspital Zürich. Abgerufen am 20. Mai 2022.
  13. Frauenklinik Triemli – Stadtspital Zürich. Abgerufen am 20. Mai 2022.
  14. Kinderklinik Triemli – Stadtspital Zürich. Abgerufen am 20. Mai 2022.
  15. Organisation – Stadtspital Zürich. Abgerufen am 20. Mai 2022.
  16. Fachgebiete – Stadtspital Zürich. Abgerufen am 10. Juni 2022.
  17. Kliniken und Institute – Stadtspital Zürich. Abgerufen am 10. Juni 2022.
  18. Multidisziplinäre Zentren – Stadtspital Zürich. Abgerufen am 10. Juni 2022.
  19. Herzzentrum – Stadtspital Zürich. Abgerufen am 10. Juni 2022.
  20. 1 2 Lehr- und Partnerspitäler. Abgerufen am 10. Juni 2022.
  21. 1 2 Ausbildungs- & Studienangebote – Stadtspital Zürich. Abgerufen am 10. Juni 2022.
  22. Geschichte – Stadtspital Zürich. Abgerufen am 10. Mai 2022.
  23. Bundesamt für Gesundheit BAG: Ambulant vor Stationär. Abgerufen am 4. Mai 2023.
Stadtspital Zürich
Logo
Aussenansicht Stadtspital Zürich Waid (links) und Stadtspital Zürich Triemli (rechts)
Ort Zürich
Kanton Zürich
Staat Schweiz
Leitung Marc Widmer
Mitarbeiter 4664[1]
Gründung 1953 (Stadtspital Zürich Waid),

1970 (Stadtspital Zürich Triemli) 2023 (Stadtspital Zürich Europaallee)

Website https://www.stadt-zuerich.ch/stadtspital/de.html