Transit (2010)
| Film | |
| Titel | Transit |
|---|---|
| Produktionsland | Deutschland |
| Originalsprache | Deutsch |
| Erscheinungsjahr | 2010 |
| Länge | 80 Minuten |
| Altersfreigabe | |
| Produktionsunternehmen | Viafilm in Koproduktion mit Kaissar Film und der Hochschule für Fernsehen und Film München |
| Stab | |
| Regie | Philipp Leinemann |
| Drehbuch | Philipp Leinemann |
| Produktion | |
| Musik | Christoph Zirngibl |
| Kamera | Christian Stangassinger |
| Schnitt | Max Fey |
| Besetzung | |
| |
Transit (Titelzusätze Am Ende der Straße und Das Leben ist eine Autobahn) ist ein deutscher Filmdrama mit Clemens Schick als LKW-Fahrer. Es ist der Abschlussfilm des Regisseurs Philipp Leinemann an der Hochschule für Fernsehen und Film München. Der Film feierte seine Premiere 2010 auf dem Filmfest München und gewann dort den Produzentenpreis beim Förderpreis Deutscher Film. Er lief unter anderem auf den Biberacher Filmfestspielen sowie dem Internationalen Filmfestival Shanghai.
Handlung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]LKW-Fahrer Martin steht kurz vor der Kündigung. Selbst außerhalb der gesetzlichen Lenkzeiten ist es ihm kaum noch möglich, seine Ladungen fristgerecht abzuliefern. Martin ist am Ende, doch er braucht diesen Job. Widerwillig lässt sich Spediteur Roland zu einer letzten Bewährungstour überreden. Bei einem Zwischenstopp wird Martin von der Prostituierten Ramona gebeten, sie ein Stück mitzunehmen.
Zu diesem Zeitpunkt weiß Martin noch nicht, dass Ramona vor ihrem Zuhälter flieht, der ihnen näher ist, als sie ahnen.
Hintergrund
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Philipp Leinemann arbeitete nebenberuflich mehrere Jahre als LKW-Fahrer. Auf der Filmhochschule sprach ihn seine Kommilitonin Arbia-Magdalena Said an, die einen Film im Arbeitermilieu drehen wollte. Die Erfahrung der Tristesse und der Realität des oft verklärten Traums des Abenteuers auf der Straße verarbeitet er in „Transit“ zu einem zeitgenössischen Arbeiterdrama. Zur weiteren Recherche führte er auf Autobahn-Raststätten viele Gespräche mit Fahrern. Das Lob über die realistische Darstellung aus Kreisen von Fahrern empfand Leinemann später als eine der wichtigsten Rückmeldungen. Leinemann wollte mit diesem Drama das Schicksal von LKW-Fahrern zeigen „in einer Zeit, in der es unmöglich geworden ist pünktlich zu sein. Sie befinden sich in einer Zwickmühle, entweder sie halten ihre Ruhezeiten ein und riskieren ihren Job, oder sie fahren weiter, um pünktlich anzukommen und verlieren eventuell ihren Führerschein.“[2]
Obwohl der Film später vom Bayerischen Rundfunk gekauft wurde, drohte das Projekt zu Beginn zu scheitern, da es ohne Beteiligung eines Fernsehsenders produziert werden musste. Dennoch konnte der junge Filmemacher namhafte Schauspieler gewinnen. Clemens Schick spielt den LKW-Fahrer Martin, der seinem Leben zu entfliehen versucht und dabei auf Ramona, gespielt von Annika Blendl, trifft. In weiteren Rollen sind etablierte Schauspieler wie Andreas Hoppe als Spediteur Roland und Bernd Michael Lade als Zuhälter Schäfert zu sehen. Einen Gastauftritt hat Jürgen Vogel in der Rolle des LKW-Fahrers Ditsche.
Kritiken
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Kritiken zur Fernsehausstrahlung waren überwiegend positiv. So sprach Jan Wiele in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) von einem ungewöhnlichen und intensiven Film und hob die Darsteller Clemens Schick und Bernd Michael Lade hervor.
„Regisseur Philipp Leinemann war selbst eine Zeitlang Fernfahrer und zeigt dem Zuschauer mit seinem Film einen ebenso kenntnisreichen wie spannenden Einblick in diese, den meisten Zuschauern wohl fremde Welt. Dabei vermeidet er sowohl Verharmlosung als auch Bloßstellung. Der Film erhielt 2010 auf dem Filmfest München den Förderpreis Deutscher Film, wozu nicht zuletzt das toll aufspielende Ensemble […] beigetragen hat.“
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Transit bei IMDb
- Transit bei filmportal.de
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Freigabebescheinigung für Transit – Das Leben ist eine Autobahn. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK-Nummer: 127729/V; abgerufen am 17. April 2026).
- ↑ Interview Philipp Leinemann mit filmreporter.de. Abgerufen am 30. Oktober 2014.
- ↑ Transit ( vom 25. Mai 2016 im Internet Archive) bei Kino.de