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Toile

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Toile (französisch „Leinwand“) ist ein textiles Gewebe in dichter Leinwandbindung. Als Materialien werden üblicherweise Naturseiden- oder Chemiefaser-Filamente verwendet.[1.1][2.1] Die Stoffe sind daher glatt (ohne Garnverdickungen) und glänzend. Der Fall ist je nach Gewicht fließend bis raschelnd-steif. Im Handel werden glatte leinwandbindige Seidenstoffe je nach Feinheit und Gewicht auch als Pongé, Japanseide, Japon, Habutai oder Habotai oder Taft angeboten. Eine exakte Unterscheidung gibt es nicht; die Literatur macht zum Teil widersprüchliche Angaben, die Übergänge sind fließend. So ist Taft streng genommen ein leinwandbindiger Seidenstoff mit leichten Querrippen[1.2], aber auch Toiles ohne Rippen werden mitunter als Taft bezeichnet.[2.2]

Auch ein feinfädiger, überwiegend stückfarbiger und kahlappretierter Kammgarnstoff in Leinwandbindung trägt die Bezeichnung Toile. Der Griff ist weich, das Gewebe fließend.[3.1]

Handelsbezeichnungen

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  • Als Pongé werden besonders leichte, teilweise transparente Seidenstoffe bezeichnet[2.2][1.3], wie sie in der Seidenmalerei bevorzugt eingesetzt werden. Im Handel werden unter diesem Namen aber auch Stoffe angeboten, deren Gewicht dem von Taft nahekommt, z. B. mit 90 g/m².
  • Japon oder Japanseide sowie Habutai sind tendenziell schwerer als Pongé[1.4][1.5],
  • Taft: eher schwere Qualitäten ab 90 g/m², wobei Futtertaft (um 60–80 g/m²) vom Gewicht her auch eine schwerere Pongé sein könnte.
  • Helvatiaseide: Während bei den meisten Toile-Qualitäten Kett und Schuss aus Haspelseide bestehen, wird bei Helvetiaseide Schappeseide für den Schuss verwendet.[1.6]

Einzelnachweise

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  1. Alfons Hofer: Textil- und Modelexikon. 7. Auflage, Band 2, Deutscher Fachverlag, Frankfurt am Main 1997, ISBN 3-87150-518-8.
    1. ↑ S.500
    2. ↑ S.485
    3. ↑ S.380
    4. ↑ S.201
    5. ↑ S.235
    6. ↑ S.210
  2. Fabia Denninger, Elke Giese: Textil- und Modelexikon. Deutscher Fachverlag, Frankfurt am Main, 2006, ISBN 3-87150-848-9.
    1. ↑ S.716
    2. 1 2 S.556
  3. Thomas Meyer zur Capellen: Lexikon der Gewebe. 5., grundlegende überarbeitete und erweiterte Auflage. Deutscher Fachverlag, Frankfurt am Main 2015, ISBN 978-3-86641-258-3
    1. ↑ S.409