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TimeSplitters

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TimeSplitters
Entwickler Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Free Radical Design
Publisher Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Eidos Interactive
Veröffentlichung Nordamerika 23. Oktober 2000
Europa 24. November 2000
Plattform PlayStation 2
Genre Ego-Shooter
Spielmodus Einzelspieler, Mehrspieler (1–4 Spieler)
Steuerung DualShock 2
Systemvor­aussetzungen PlayStation 2:
120 KB Memory Card
Medium CD-ROM
Sprache Englisch
Altersfreigabe
USK
USK ab 18
USK ab 18

TimeSplitters ist der erste Teil der Ego-Shooter-Reihe TimeSplitters und erschien 2000 für die PlayStation 2. Er wurde von Free Radical Design entwickelt und von Eidos Interactive herausgegeben.

Veröffentlichung

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TimeSplitters erschien als Launch Game exklusiv für die PlayStation 2, zunächst am 23. Oktober 2000 in Nordamerika und anschließend am 24. November 2000 in Europa. Damit erschien zum Deutschland-Start der Konsole ein Exklusivtitel.[1] Am 8. März 2002 erschien die kostengünstige Platinum Edition. 2024 folgten Versionen für die PlayStation 4 und 5.[2]

Timesplitters enthält die Spielmodi Story, Arcade und Challenges sowie einen Leveleditor. Das Gameplay orientiert sich an Titeln wie GoldenEye 007 und Perfect Dark, inklusive eines ähnlichen Zielsystems und im Laufe des Voranschreitens freischaltbarer Optionen.[3] Es unterscheidet sich durch das Fantasy-Setting von den Vorgängertiteln.

Das Gameplay ist vor allem auf Action ausgelegt, enthält aber auch einige wenige Stealth-Elemente.[3][4] Da das Spiel zwischen 1935 und 20235 angesiedelt ist, sind verschiedene Waffensysteme auswählbar, neben Waffen aus dem Zweiten Weltkrieg sowie heutigen Waffensystemen auch Zukunftswaffen. Nicht nur Schusswaffen sind integriert, sondern auch Minen.[5]

Der Storymodus kann sowohl allein als auch kooperativ zu zweit gelöst werden. Er beinhaltet neun Levels, die in keiner Verbindung zueinander stehen, Zwischensequenzen sowie eine richtige Story existieren nicht. Jedoch ist jeder Level in einer bestimmten Zeitperiode zugeordnet, von einer Gangsterumgebung über Kriegsszenarien bis zu einem Zukunftsetting.[4] In jedem Level muss der Spieler ein Zielobjekt einsammeln und es anschließend zu einem Zielpunkt bringen. Je nach Level ändert sich die Spielfigur.

Mission Jahr Hauptcharakter (M) Hauptcharakter (F)
Grabstätte 1935 Hauptmann Ash Lady Jane
Chinatown 1970 Det Harry Tipper Lt Christine Malone
Cyberden 2005 Deacon Swain Chastity Detroit
Dorf 1950 Dr Seth Graven Dr Katje Nadir
Fabrik 1985 Fingers McKenzie Ravelle Velvet
Planet X 2020 Sebastian Photon Angel Perez
Villa 1965 Peekaboo Jones Mary-Beth Casey
Hafen 2000 Jacques Misere Olga Strom
Spaceways 2035 R108 Gretel

Es stehen die Schwierigkeitsgrade einfach, normal und schwer zur Verfügung. Auf normal und schwer beinhalten die Levels nicht nur mehr Gegner, sondern auch zusätzliche Räume und die Zielobjekte befinden sich an anderen Stellen.[5]

Es ist möglich, den Story-Modus kooperativ mit einem weiteren Spieler zu absolvieren.

Challenge-Modus

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Durch das einmalige Durchspielen werden die Challenges freigeschaltet. Hierbei sollen verschiedene Aufgaben erledigt werden, zum Beispiel soundsoviel Gegner in einer vorgegebenen Zeit erledigen oder bestimmte Items einzusammeln. Insgesamt gibt es 27 Challenges.[5]

Beim Arcade-Modus handelt es sich um den Multiplayer-Modus des Spiels. Es handelt sich bei TimeSplitters um einen der ersten Vier-Spieler-Titel für die Playstation 2, der mit einem Vier-Player-Split-Screen aufwartet.[3] Er entstand ohne Antialiasing, um die Framerate konstant zu halten. Insgesamt sechs Modi für diesen lassen sich über die Challenges freispielen, darunter klassische wie Deathmatch und Capture the Bag, aber auch Knockout, Bagtag, Last Stand und Escort. Bei Escort muss eine langsam gehende Person durch den Level begleitet werden, bei Bagtag muss man möglichst lange im Besitz eines Koffers bleiben, bei Last Stand muss man gegen Gegnerhorden bestehen und bei Knockout zählt die Zahl der Abschüsse.[1] Die einzelnen Modi können auch angepasst werden. Zudem können maximal zehn gegnerische Bots hinzugefügt werden.[5]

Die Level unterscheiden sich vom Storymodus, spielen aber in den gleichen Zeiten.

Der Karteneditor lässt den Spieler eigene Level gestalten und hat eine Reihe vorgefertigten Blöcken mit verschiedenen Texturen. Des Weiteren können die Blöcke mit Items bestückt werden und man kann die Lichtverhältnisse der Levels anpassen.[5] Es ist außerdem möglich bis zu acht Stockwerke einzurichten. Die Level können auf einer Memory Card abgespeichert werden.[5]

Das Spiel war die erste Arbeit von Free Radical Design, Die Führungsebene von Free Radical Design bestand zur damaligen Zeit aus Steve Ellis, Karl Hilton und David Doak, die auch an Perfect Dark und 007 GoldenEye beteiligt waren, damals noch als Teil von Rare, von denen sie sich trennten, um Free Radical Design mit Sitz in Nottingham zu gründen.[3] Insgesamt bestand das Team aus 18 Personen.[6] Graeme Norgate war für die Musik verantwortlich.[7] Bei einem Budget von 500.000 Britischen Pfund betrug die Entwicklungszeit 16 Monate.[8]

Metawertungen
DatenbankWertung
Metacritic81/100[9]
Wertungsspiegel
PublikationWertung
Allgame3,5/5[12]
Eurogamer9/10[13]
GamePro5,0/5[10]
GameSpy90/100[14]
IGN8,6/10[11]
MAN!AC87/100[1]
Official PlayStation Magazine (US)5/5[15]

In der Spielepresse erhielt Timesplitters größtenteils gute Kritiken, trotz der in vielen Tests kritisierten mäßigen Technik und der zusammenhanglosen Story. Zudem sei der Titel zu stark auf den Multiplayer ausgelegt. Positiv hingegen wurden der Mehrspielermodus sowie der Leveleditor aufgenommen. Gelobt wurde vor allem das ruckelfreie Verhalten des Spieles im Mehrspielermodus. Die meisten Wertungen waren zwischen 75 % und 90 % angesiedelt.[5]

Stephan Freundorfer urteilte für Maniac!: „Time Splitters ist zwar nicht unbedingt ein Musterbeispiel für Innovation, das Spiel besitzt aber alles, was einen guten Ego-Shooter ausmacht. Reiches Waffenarsenal, hübsch ausgearbeitete Szenarien mit treibender, atmosphärischer Soundkulisse und astreine KI. Besonders die Technik beeindruckt: Trotz explosivem Kampfgeschehen und jeder Menge Gegner sucht Ihr selbst mit 14 Charakteren in der Arena Ruckeln vergeblich – allein der Vierer-Splitscreen geht beizeiten in die Knie. (…) Der einzige Kritikpunkt liegt im Grundkonzept von Time Splitters: Trotz des sogenannten ‘Story‘-Modus gibt es keine echte Story, keine Einzel­spieler-Handlung, die für Nächte vor den Bildschirm fesselt.“[1]

Matthias Oertel nannte das Spiel in seinem Testbericht für 4P „das neue Shooter-Flaggschiff von Sony“. Insbesondere der Multiplayer sei in „absoluter Perfektion“ mit „feiner Grafik und treibendem Sound.“[16]

Das Spiel wurde ein Verkaufserfolg und verkaufte sich zu Beginn der PS2-Ära mehr als 100.000 mal alleine im Vereinigten Königreich.[17]

Einzelnachweise

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  1. a b c d Stephan Freundorfer: TimeSplitters – im Klassik-Test (PS2). In: Maniac.de. 18. Juni 2020, abgerufen am 15. Februar 2026.
  2. TimeSplitters Release Information for PlayStation 2 - GameFAQs. In: GameSpot. Abgerufen am 14. Februar 2026.
  3. a b c d Timesplitters Interview. In: IGN. 17. Juni 2000, abgerufen am 14. Februar 2026 (englisch).
  4. a b TimeSplitters Hands-On Preview. In: IGN. 24. Juli 2000, abgerufen am 14. Februar 2026 (englisch).
  5. a b c d e f g TimeSplitters Review. In: GameSpot. Abgerufen am 14. Februar 2026 (amerikanisches Englisch).
  6. Free Radical Design: Free Radical Design - Corporate. Archiviert vom Original am 20. Januar 2009; abgerufen am 14. Februar 2026.
  7. Rovi Corporation: TimeSplitters - Credits - allgame. Archiviert vom Original am 15. November 2014; abgerufen am 14. Februar 2026.
  8. Article clipped from Sunday Telegraph. In: Sunday Telegraph. London, Greater London, England 19. November 2000, S. 75 (newspapers.com [abgerufen am 14. Februar 2026]).
  9. TimeSplitters. In: Metacritic. Abgerufen am 15. Februar 2026 (englisch).
  10. The D-Pad Destroyer: TimeSplitters. In: GamePro. 21. Oktober 2000, abgerufen am 15. Februar 2026.
  11. Doug Perry: TimeSplitters. In: IGN. 20. Mai 2012, abgerufen am 15. Februar 2026 (englisch).
  12. Matthew House: Review. Allgame, abgerufen am 15. Februar 2026.
  13. Tom Bramwell: TimeSplitters review. Eurogamer, 29. November 2000, abgerufen am 15. Februar 2026.
  14. Jamie: TimeSplitters. GameSpy, 22. November 2000, abgerufen am 17. Februar 2026.
  15. John Davison: TimeSplitters (PS2). Official PlayStation Magazine (USA), 7. November 2000, abgerufen am 15. Februar 2026.
  16. Mathias Oertel: TimeSplitters (Shooter) - TimeSplitters. In: 4P.de. 27. November 2000, abgerufen am 15. Februar 2026.
  17. TimeSplitters 2 review. In: Eurogamer.net. 19. Oktober 2002, abgerufen am 16. Februar 2026.