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Tim Sund

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Tim Sund, 2024

Tim Sund (* 4. März 1971 in Hohenlimburg) ist ein deutscher Jazzmusiker (Piano, Komposition).[1][2]

Leben und Wirken

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Sund erhielt mit sechs Jahren ersten Musikunterricht; er begann mit dem klassischen Klavierspiel, als er acht Jahre alt war. Dann spielte er in der Hagener Rockband Tin Pan Alley.[2] Mit 15 Jahren entdeckte er den Jazz. Er nahm an Workshops bei Joanne Brackeen, Walter Norris, Bob Degen und Richie Beirach teil und gewann 1988 den 1. Preis im Landesentscheid Jugend jazzt. Er begann sein Studium an der Hochschule für Musik und Tanz Köln, bevor ihn Beirach 1993 zu einem Privatstudium nach New York holte. Nach dem Abschluss an der Kölner Musikhochschule 1995 folgte ein Masterstudium in klassischer Komposition an der Manhattan School of Music bei Ludmila Ulehla.

Bereits damals begleitete er Ernie Watts und hatte sein Debütalbum About Time aufgenommen. Bald folgte als zweite CD das Duo Borderlands mit dem Saxophonisten Claudius Valk, die von Beirach produziert wurde. Mitte der 1990er Jahre komponierte er sein Klavierkonzert Towards the Lotus Shrine und spielte gemeinsam mit Valk die Uraufführung von Ulehlas Sonata for Improvisation. In New York gründete er sein Quintett mit Joel Frahm, Gregor Hübner, dem Bassisten Mark P. Brown und dem Schlagzeuger Andreas Griefingholt, mit dem 1997 das Album In the Midst of Change entstand.

Sund zog im Herbst 1997 nach Berlin, tourte aber weiter mit diesem Quintett, in dem Carlos Bica am Bass einwechselte. Als dessen zweites Album erschien 2000 The Rains from a Cloud Do not Wet the Sky. 2002 veröffentlichte er im Trio (mit Martin Lillich und Michael Kersting) das Album Trialogue. In den folgenden Jahren entstanden Soloproduktionen. Mit Tom Christensen und Tomas Ulrich entstand ein Quartett, das sich dem Third Stream widmete.

2009 gründete er die Band The Mighties Ever mit Valentin Gregor, Christian Kappe, Guilherme Castro und Kai Schoenburg, in deren Musik auch Rockeinflüsse und Elektronik einbezogen werden. 2011 nahm sie das Album Now einspielte auf und ist bis heute aktiv. Weiterhin begleitete er Daniel Mattar und Erika Rojo (Das Lied, 1999).

2016 startete er das Bandprojekt Green Desert Tree, welches sich stilistisch dem Progressive Rock zuordnet. Die Band besteht aus Tim Sund als Keyboarder, Timo Enders als Gitarrist und Sänger, Simon Rainer als Gitarrist, Alex Will als Bassist und Yatziv Caspi als Schlagzeuger. Bisher sind die Alben Progressive Worlds 2019 und Fighting Dragons 2026 erschienen.[3][4]

Sund leitet den Fachbereich Tasteninstrumente an der Musikschule Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin und unterrichtet dort in der Studienvorbereitung Jazz die Fächer Klavier, Theorie, Gehörbildung, Musikgeschichte und Ensemblespiel.

  • 1993: About Time (als Tim Sund Quartet mit Jens Foltynowicz, Kai Schönburg und Claudius Valk)
  • 1994: Borderlands (mit Claudius Valk)
  • 1997: In The Midst Of Change
  • 2000: The Rains From A Cloud Do Not Wet The Sky
  • 2006: Trialogue (als Tim Sun Trio mit Martin Lillich und Michael Kersting)
  • 2007: Kailash (mit Tom Christenson und Tomas Ulrich)
  • 2019: Butterfly Effect

The Mightiest Ever

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  • 2013: Now

Green Desert Tree

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  • 2019: Progressive Worlds
  • 2026: Fighting Dragons

Einzelnachweise

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  1. Eintrag (Jazzkalender)
  2. 1 2 Tim Sund machte erste musikalische Schritte in Hagen
  3. Wolfram Porr: Ein kurzer Weg vom Jazz zum Prog. In: Eclipsed. Rock Magazin. Nr. 280, Mai 2026, Magazin, S. 29.
  4. Fabian Broicher: Green Desert Tree - Fighting Dragons. In: Eclipsed. Rock Magazin. Nr. 279, April 2026, Reviews, S. 82.