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Thomas Sauerborn

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Thomas Sauerborn (2017)

Thomas Sauerborn (* 28. August 1987 in Nürtingen) ist ein deutscher Jazz- und Improvisationsmusiker (Schlagzeug, Komposition).

Leben und Wirken

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Sauerborn erhielt ab dem sechsten Lebensjahr Klavierunterricht. Weitläufig verwandt ist er mit dem Saxophonisten Heinz-Dieter Sauerborn.[1] Mit neun Jahren wechselte er zum Schlagzeug. Seit dem 13. Lebensjahr sammelte er Erfahrungen in lokalen Pop/Rock-, Folk- und Jazzbands. Von 2008 bis 2010 studierte er am Conservatorium van Amsterdam bei Marcel Serierse und Martijn Vink, um dann ein Bachelorstudium an der Musikhochschule Köln bei Michael Küttner, Jonas Burgwinkel und Henning Berg bis 2013 anzuschließen. Zwischen 2007 und 2010 war er Schlagzeuger im von Wolfgang Diefenbach geleiteten LandesJugendJazzOrchester Hessen, mit dem er die Alben Corazon Latino Especial und Tribute to Kenny Napper einspielte.[1] Von 2010 bis 2011 gehörte er zum Bundesjazzorchester. 2014 bis 2016 absolvierte er als Stipendiat des Deutschen Akademischen Austauschdienstes sein Master-Studium am Rytmisk Musikkonservatorium in Kopenhagen bei Jakob Høyer, Kresten Osgood, Peter Bruun und Torben Snekkestad.

Thomas Sauerborn (2012)

Sauerborns kompositorische Arbeit konzentrierte sich zunächst auf das kollaborative Trio pollon (mit Theresia Philipp und David Helm) und das Doppeltrio Makkro. Das Album ∆∆∆ von pollon wurde 2023 für den Deutschen Jazzpreis nominiert. Sauerborn ist Teil von Mount Meander, dem auch Lucas Leidinger, Kārlis Auziņš und Tomo Jacobson angehören. Das europäische Improvisationskollektiv hat bislang zwei Alben veröffentlicht, u. a. auf dem portugiesischen Label Clean Feed Records. Das experimentelle Quartett Das Ende der Liebe, das zwischen Club-Musik und Avantgarde angesiedelt ist, veröffentlichte in Kollaboration mit der chinesischen Künstlerin su dance110 das Album Persist, das im 2. Quartal 2025 mit dem Vierteljahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet wurde.

Als Bandleader leitet Sauerborn zudem Projekte wie das Quintett Mirabelle (mit Carlotta Armbruster, Nabou Claerhout, Lucas Leidinger und Tabea Kind) und Losing Color feat. Theresia Philipp und Jozef Dumoulin. Mit Frank Gratkowski, Sebastian Müller und Reza Askari bildete er The Resonators (die für ihr zweites Album Dashin’ Headless Jelena Kuljić und Achim Kaufmann einluden).[2] Auch trat er mit Musikern wie Claudio Roditi, Joe Gallardo, Jiggs Whigham, Herb Geller, Josee Koning, Jeff Cascaro, Jan Wessels, Steffen Schorn, Madeline Bell, den New York Voices, Gwilym Simcock, Matthias Schriefl, Joris Roelofs, Paul Heller, Felix Roßkopf und Bastian Stein auf. Zudem ist er auf mehreren Alben mit dem Quartett Besaxung und der Elektro-Hardcore Band Monophonist zu hören. Weiterhin ist er Mitglied des Mengamo Trio und von Willit Blend (The Rainbow’s End), der Bands von Stephanie Neigel und Christine Corvisier und des Subway Jazz Orchestra.

Konzertreisen führten Sauerborn nach Südostasien, dem Nahen Osten, Benin, Dänemark, Griechenland, Litauen, Frankreich, Schweiz, Luxemburg, Niederlande und die USA. Er gastierte bei internationalen Festivals wie dem Moers Festival, dem Acht Brücken Festival, Jazz Baltica oder dem Copenhagen Jazz Festival.

Sauerborn lebt in Köln.

Preise und Auszeichnungen

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2006 erhielt Sauerborn den ersten Preis bei der Solowertung von Jugend jazzt in Hessen. In den folgenden Jahren erhielt er mit Philipp Gerschlauers Besaxung beim gleichen Wettbewerb und beim Bundeswettbewerb „Jugend jazzt“ den ersten Preis.

Diskographische Hinweise

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Commons: Thomas Sauerborn (Jazzmusiker) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. 1 2 Ulrich Olshausen: „Jugend swingt“ - Hessens Jazzorchester unter englischer Fuchtel. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 23. Dezember 2010.
  2. Eyal Hareuveni: The Resonators Dashin’ Headless. In: salt-peanuts.eu. 9. März 2025, abgerufen am 12. April 2026 (englisch).
  3. Kiwi fünffach geschichtet. nrwjazz.net, 19. Mai 2022, abgerufen am 21. Juni 2022.