Thomas Megan
Thomas Michael Megan SVD (chinesisch 米乾; * 22. Mai 1899 in Eldora, Iowa, Vereinigte Staaten; † 4. Oktober 1951 in Hattiesburg, Mississippi, Vereinigte Staaten) war ein US-amerikanischer römisch-katholischer Ordensgeistlicher und Missionar sowie Apostolischer Präfekt von Xinxiang in China.
Leben
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Thomas Megan war das vierte von zehn Kindern der irischen Einwanderer Thomas Megan und Anna Lynch. Er trat am 8. September 1919 der Ordensgemeinschaft der Steyler Missionare (SVD) bei. Seine einfachen Gelübde legte er am 8. September 1920 ab und seine ewigen Gelübde 1923. Edward Francis Hoban, Weihbischof in Chicago, weihte ihn am 29. Mai 1926 zum Priester.
Nach seiner Weihe ging er im Juni 1927 in die Mission nach Yangzhou, China. Am 7. Juli 1936 trennte Papst Pius XI. die Apostolische Präfektur Xinxiang (damals Sinyangchow) vom Apostolischen Vikariat Weihuifu ab und ernannte Megan zum Apostolischen Präfekten.
Während des Zweiten Japanisch-Chinesischen Krieges wurde Xinxiang von den Japanern besetzt. Megan konnte aber bei General Kenji Doihara erreichen, dass das Missionsgelände zu einer Sperrzone wurde. 1942 floh er aus dem japanisch besetzten Teil Chinas über den Gelben Fluss in das unbesetzte China. Dort war er Kaplan der chinesischen Armee. Er war auch Teil eines Geheimdienstnetzwerkes. Diese Tätigkeiten beunruhigten den Vatikan. Im Oktober 1945 war er wieder in Xinxiang zurück. Während des Bürgerkrieges versuchte er, sich mit den Kommunisten zu arrangieren. Dennoch wurde die katholische Kirche enteignet. Im April 1947 entkam er einem Anschlag auf sein Leben. Im Oktober 1947 verließ er China nach 21 Jahren für einen Heimaturlaub. Der Apostolische Nuntius Antonio Riberi riet ihn zu einem mindestens sechsmonatigen Heimaturlaub. Ein Sonderzug brachte Megan am 8. Januar 1948 von Xinxiang nach Cheng-Hsien, wo amerikanische Piloten bereits auf ihn warteten. Am 9. Februar kam er in San Francisco an.
Der Orden unter Alois Große Kappenberg schlug Megan für die Bischofswürde in Xinxiang vor, aber die Propaganda Fide lehnte ihn aufgrund seiner politischen Aktivitäten ab. Außerdem musste Kappenberg ihm mitteilen, dass er nicht mehr nach China zurückkehren werde, egal wie sich die politische Lage entwickeln würde. Er wurde auch als Apostolischer Präfekt abberufen.
Er übernahm eine Pfarrei in Hattiesburg in Mississippi, die von Afroamerikanern dominiert war. Zwei Jahre später starb er an einer Gehirnblutung.[1][2]
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Eintrag zu Thomas Megan auf catholic-hierarchy.org (englisch)
- Eintrag zu Thomas Megan auf gcatholic.org (englisch)
- https://bibliotekanauki.pl/articles/52158092.pdf
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Digital Exhibits. Abgerufen am 2. Mai 2026.
- ↑ „Ars Sacra Pekinensis“: Ostern in der Heiligen Kunst Pekings. Abgerufen am 2. Mai 2026.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Megan, Thomas |
| ALTERNATIVNAMEN | Megan, Thomas Michael (vollständiger Name); 米乾 (chinesisch) |
| KURZBESCHREIBUNG | US-amerikanischer römisch-katholischer Ordensgeistlicher und Missionar sowie Apostolischer Vikar von Xinxian in China |
| GEBURTSDATUM | 22. Mai 1899 |
| GEBURTSORT | Eldora, Iowa, Vereinigte Staaten |
| STERBEDATUM | 4. Oktober 1951 |
| STERBEORT | Hattiesburg, Mississippi, Vereinigte Staaten |