The Ilya Tree
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| Studioalbum von Paul Flaherty, Greg Kelley, John Voigt & Laurence Cook | ||||
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Veröffent- |
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Aufnahme |
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Format(e) |
CD, Download | |||
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Titel (Anzahl) |
7 | |||
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1:10:39 | ||||
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Besetzung |
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Paul Flaherty, Lou Kannenstine | ||||
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Studio(s) |
PBS Studios, Westwood (Massachusetts) | |||
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The Ilya Tree ist ein Musikalbum von Paul Flaherty, Greg Kelley, John Voigt und Laurence Cook. Die am 17. Dezember 1999 in den PBS Studios in Westwood (Massachusetts) entstandenen Aufnahmen erschienen 2001 auf Boxholder Records.
Hintergrund
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]„Kreative, improvisierte Musik pulsiert in ländlichen Winkeln und Ecken, in geografischen Nischen, wo sie relativ unabhängig von ihren sichtbaren urbanen Zentren gedeiht“, notierte Derek Taylor 2001. Diese regionalen Orte seien tatsächlich einer der wichtigsten Kanäle, über die die Tradition verbreitet und weiterentwickelt wird. Paul Flaherty würde als Patriarch einer solchen Region, des nördlichen Massachusetts, gelten. Zusammen mit Schlagzeuger Randall Colbourne, einem häufigen Weggefährten und Partner im gemeinsam betriebenen Label Zaabway, habe Flaherty eine Szene geschaffen und erhalten, wo zuvor keine existierte, so der Autor. Sie produzierten und veröffentlichten eine Reihe von Alben in Eigenregie, dokumentierten ihre eigene Entwicklung und suchten aktiv nach neuen Perspektiven (etwa die Zusammenarbeit mit Raphé Malik, Sabir Mateen und Daniel Carter auf „Resonance“). Kelly, Voigt und Cook, der 2026 starb, seien ebenfalls Neuengländer und werden oft mit der lebhaften Improvisationstheaterszene Bostons in Verbindung gebracht.[1]
Titelliste
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Flaherty / Kelley / Voigt / Cook: The Ilya Tree (Boxholder Records BXH016)[2]
- Glimmer of Hope 3:57
- Sense of Trust 5:36
- Space in Which We Live 18:21
- Dragon in the Sand 8:16
- Centered in Gratitude 17:08
- With Compassion 5:37
- Life Still Cherished 14:44
Die Kompositionen stammen von Paul Flaherty, Greg Kelley, John Voigt und Laurence Cook.
Rezeption
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Nach Ansicht von Derek Taylor, der das Album in All About Jazz rezensierte. Mit dem Aussehen eines weisen, weißbärtigen Gurus trage sein ungeschliffenes Saxophonspiel jenen zugleich selbstsicheren und selbstironischen Charme und jene emotionale Leidenschaft in sich, die der Albert Ayler/Peter-Brötzmann-Tradition innewohne. Die sieben Improvisationen würden insgesamt wie ein zusammenhängendes Ganzes wirken, wobei jeder Track nahtlos in den nächsten übergehe, ohne dass die Übergänge durch auffälliges Tamtam signalisiert würden. Auf „Sense of Trust“ lasse Kelley seinem gewohnten Strom von Atemgeräuschen und Mundstückverwirbelungen freien Lauf und blase mal gedämpft, mal offen über Voigts filigranem Pizzicato-Geflecht. Cooks Schlagzeugspiel sei fast ausschließlich [Klang]-farblich geprägt, gelegentlich würden ungewöhnliche Beckenmuster erklingen, doch größtenteils bleibe es frei assoziativ. Gemeinsam konzipiert und umgesetzt, sei dies spontane Musik mit einem ausgeprägten Gespür für tiefes und gemeinschaftliches Zuhören. Passagen verschlungener und oft frecher kollektiver Improvisation wechselten sich mit Abschnitten diffuser und mitunter abschweifender Solo-, Duo- und Trio-Kontemplation ab. Strenge Zeitvorgaben und Tempo spielten nur eine untergeordnete Rolle, und jeder Versuch, eine transkribierbare Struktur festzulegen, werde von vornherein vereitelt.[1]
Das Quartett von Paul Flaherty, Greg Kelley, John Voigt und Laurence Cook würde eine gefühlvolle, fast melancholische Klangfarbe erzeugen, meint Frank Rubolino (One Final Note). Die vier Musiker komponierten spontan, und die gesamte lange Performance sei ein gemeinsames, spontanes Werk. Flaherty, am Alt- und Tenorsaxophon, entfessle einen Klangteppich, der der Session eine schwermütige Melancholie verleihe, während Kelley mit seiner Trompete eine kontrollierte Explosivität und eine ebenso nachdenkliche Traurigkeit zum Ausdruck bringe. Die beiden bildeten ein kraftvolles Bläserensemble, das von dem harmonischen Zusammenspiel von Voigt und Cook an Bass und Schlagzeug profitiere.[3]
Flaherty sei ein wahrer Freidenker, so Rubolino. Er würde die Klangfülle seiner Blasinstrumente bis an die Grenzen des Möglichen treiben, doch stets schwinge in seinem Spiel eine melancholische Note mit. Seine musikalischen Reisen würden ihn oft in tiefe Abgründe führen, wo seine Blasinstrumente in einer eindringlichen Koexistenz mit der Dunkelheit verschmelzen. Kelley nutze verschiedene Mundtechniken, um seiner Trompete einen spritzigen Klang zu entlocken. Er würde ein kurzes Flattern oder einen kurzen Stoß einsetzen und das Instrument dann in längeren, kraftvollen Passagen erklingen lassen. Voigt glänze besonders in seiner Rolle als Bindeglied zwischen den beiden Bläsern. Er forme komplexe Basslinien, die mit Trompete und Tenor-/Altsaxophon verschmelzen und die Musik mit seinem vollen, dröhnenden Klang erfüllen. Cook spiele Schlagzeug mit feinem Gespür. Er experimentiere mit sanften, fließenden Rhythmen und würde nur dann mit roher Gewalt ausbrechen, wenn das Ensemble den Spuren eines Tornados folgt. Im Allgemeinen liege seine Stärke eher in den subtilen Akzenten und Schattierungen.[3]
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 Derek Taylor: Flaherty / Kelley / Voigt / Cook: The Ilya Tree. In: All About Jazz. 4. August 2001, abgerufen am 5. September 2026 (englisch).
- ↑ Paul Flaherty / Greg Kelley / John Voigt / Laurence Cook – The Ilya Tree. In: Discogs. Abgerufen am 5. September 2026 (englisch).
- 1 2 Frank Rubolino: Flaherty / Kelley / Voigt / Cook: The Ilya Tree. In: One Final Note. 1. September 2001, abgerufen am 5. September 2026 (englisch).