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Tepuidrossel

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Tepuidrossel

Tepuidrossel (Turdus arthuri)

Systematik
Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
Unterordnung: Singvögel (Passeri)
Familie: Drosseln (Turdidae)
Unterfamilie: Turdinae
Gattung: Echte Drosseln (Turdus)
Art: Tepuidrossel
Wissenschaftlicher Name
Turdus arthuri
(Chubb, 1914)
Verbreitungsgebiet der Tepuidrossel
Tepuidrossel

Die Tepuidrossel (Turdus arthuri) ist ein Singvogel aus der Familie der Drosseln (Turdidae).[1][2]

Der Vogel kommt in Bolivien, Nordwestbrasilien, Guyana, Ostkolumbien, Suriname und Südvenezuela vor.

Ursprünglich als Planesticus arthuri beschrieben, wurde die Art im Jahre 1931 als Unterart der Schwarzschnabeldrossel (Turdus ignobilis) zugeschlagen und als Turdus ignobilis arthuri bezeichnet.[3] Molekularbiologische Untersuchungen führten jedoch wieder zur Anerkennung als selbständige Art.[4][5] Die Unterart Turdus ignobilis cururuensis Novaes, 1963[6] wird als Synonym der Tepuidrossel angesehen.[7]

Der Lebensraum umfasst offene baumbestandene Flächen, hohen Sekundärwald, Parks und Gärten, in Suriname bevorzugt die Art sandige Savanne mit einzelnen Büschen und Dickicht, bis etwa 1200 m. ü. M. in Brasilien.

Der Artzusatz bezieht sich auf Arthur Frederick Vavasour McConnell (1903–1961).[8]

Der Vogel misst 21–24 cm und wiegt 50–66 g, eine langweilige Drossel, dunkel gräulich braun an der Oberseite, mattgrau an der Unterseite, zum Steiß hin in schmutziges Weiß übergehend. Die Unterschwanzdecken sind grauweiß. Die weiße Kehle ist in der Mitte grau gestrichelt, der Augenring ist dunkel.

Die Iris ist dunkelbraun, der Schnabel glänzend schwarz, die Beine und Füße sind schwarz. Jungvögel sind oben gelbbraun gefleckt und gestrichelt, unten braun gefleckt. Die Flügel tragen Binden aus gelbbraunen Flecken.

Gegenüber der Schwarzschnabeldrossel (Turdus ignobilis) ist bei der Tepuidrossel das Gesicht dunkler, die Flanken sind grauer, die Unterseite reiner grau mit nur wenig Weiß als schmaler Streifen mittig und am Steiß, die Kehlzeichnung ist ausgeprägter.[9]

Geografische Variation

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Die Art ist monotypisch.[1][9][10][11]

Der Gesang wird als ähnlich dem vieler Drosseln beschrieben, enthält aber Wiederholungen und schnelle Folgen als Unterscheidungsmerkmal.[12][9]

Die Art ist ein Standvogel. Die Nahrung wird hauptsächlich auf Bäumen und im Gebüsch gesucht, aber auch am Erdboden im Wald oder in Waldnähe. Die Brutzeit ist nicht bekannt, dürfte aber zwischen Dezember und März liegen in Suriname. Das Gelege besteht wohl aus 2 blass grünlich blauen und braun gesprenkelten Eiern.[9]

Gefährdungssituation

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Die Tepuidrossel gilt als nicht gefährdet (Least Concern).[13]

  • C. Chubb: Planesticus arthuri. In: Bulletin of the British Ornithologists' Club, Band 33, S. 131, 1914, Biodiversity Library
Commons: Tepuidrossel – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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  1. 1 2 Tepuidrossel (Turdus arthuri) bei Avibase; abgerufen am 20. April 2026.
  2. P. H. Barthel, C. Barthel, E. Bezzel, P. Eckhoff, R. van den Elzen, Ch. Hinkelmann & F. D. Steinheimer: Die Vögel der Erde - Arten, Unterarten, Verbreitung und deutsche Namen, 3. ergänzte Auflage, 2022, PDF
  3. F. C. Chapman: The upper zonal birdlife of Mts. Roraima and Duida. In: Bulletin of the American Museum of Natural History, Band 63, S. 1–135, 1931, PDF
  4. P. V. Cerqueira, M.P.D. Santos und A. Aleixo. Phylogeography, inter-specific limits and diversification of Turdus ignobilis (Aves: Turdidae). In: Molecular Phylogenetics and Evolution, Band 97, S. 177–186, 2016, doi:10.1016/j.ympev.2016.01.005
  5. F. G. Stiles: Recognize Turdus murinus and T. arthuri as species distinct from T. ignobilis. Proposal (#814) to South American Classification Committee, 2019, Proposal 814
  6. F. C. Novaes: Turdus ignobilis cururuensis. In: Uma nova subespecie de Turdus ignobilis Sclater do estado do Pará e sôbre a ocorrência de Turdus amaurochalinus Cabanis na região de Belém. In: Boletim do Museu Goeldi de Historia Natural e Ethnographia, Band 40, S. 1–4, 1963
  7. E. C. Dickinson und L. Christidis (Herausgeber): The Howard and Moore Complete Checklist of the Birds of the World. Band 2. 4. Auflage, 2014, ISBN 978-0-9568611-2-2
  8. J. A. Jobling: A Dictionary of Scientific Bird Names. Oxford University Press. 1991. ISBN 0-19-854634-3.
  9. 1 2 3 4 J. del Hoyo, N. Collar, H. F. Greeney und G. M. Kirwan: Campina Thrush (Turdus arthuri), version 1.0. In: J. del Hoyo, A. Elliott, J. Sargatal, D. A. Christie und E. de Juana (Herausgeber): Birds of the World. 2020, Cornell Lab of Ornithology, Ithaca, NY, USA. Turdus arthuri
  10. IOC World Bird List 15.1 Thrushes
  11. AviList Core Team. 2025. AviList: The Global Avian Checklist, v2025. AviList.v2025
  12. P. Boesman: Notes on the vocalizations of Black-billed Thrush (Turdus ignobilis). In: HBW Alive Ornithological Note 309. In: Handbook of the Birds of the World Alive, 2016
  13. Turdus arthuri in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2024. Eingestellt von: BirdLife International, 2024. Abgerufen am 20. April 2026.