Die Wagnertuba zählt zur Familie der Waldhörner. Das Instrument wird mit einem Waldhorn-Mundstück geblasen und hat in der Regel vier Ventile, drei Spielventile und ein Quartventil. Die Bauform ist spiegelbildlich dem Tenorhorn,[5] allerdings sind die Tuben-Mundrohre konisch, nicht zylindrisch wie bei Tenorhörnern. Die Stimmung ist wie bei Waldhörnern in B oder F, bei Doppeltuben B und F. Der Klang liegt etwa zwischen Waldhorn und Tenorposaune, doch erreicht das nach oben ausgerichtete Schallstück eine bessere Schallausbreitung im Raum als das Horn. Üblicherweise ist das Schallstück wie bei Waldhörnern nach rechts (siehe Abbildung) gerichtet; Instrumente von Christopher Cornford sind allerdings wie Tubas mit einem nach oben geraden Schallstück ausgestattet, solche von Engelbert Schmid besitzen nach links gerichtete Schallstücke.
Wagnertuben werden von Hornisten geblasen und mit der linken Hand gegriffen.[5] Sie treten in der Regel im Satz auf, d.h. je zwei Tenortuben in B (Tonumfang B–f²) und zwei Basstuben in F (Tonumfang F–a1). Die B-Instrumente haben eine Rohrlänge von etwa 290cm, die Röhre der in F gestimmten ist ca. 380cm lang.[4]
Ein Solowerk für Wagnertuba ist eine Burleske des deutschen Komponisten Johannes X. Schachtner mit dem Titel Jägarna på Karinhall (Die Jäger auf Karinhall) – angelehnt an den gleichnamigen Titel des 1972 erschienenen Buches des schwedischen Autors Carl-Henning Wijkmark. 2021 schrieb der kanadische Komponist Christopher Tyler Nickel (* 1978) das Concerto for Four Wagner Tubas.
Seltener findet man die Wagnertuben heutzutage noch in Werken der Filmmusik. Ein Beispiel ist die Überarbeitung der Universal-Fanfare von Brian Tyler.