Nordöstlich des Sees liegt der Ort Tengréla und etwa sieben Kilometer östlich die Stadt Banfora. Der See liegt auf einer Höhe von 290 Metern. Er ist zwei Kilometer lang und 1,5 Kilometer breit[2] und hat eine Fläche von 364ha und eine Tiefe von etwa sieben Metern. Das ausgewiesene Ramsar-Gebiet mit einer Fläche von 580ha umfasst noch Teile der umgebenden Landfläche. Das Wassereinzugsgebiet des Sees umfasst 18.000km². Der Seeabfluss liegt auf der Ostseite und mündet in den Comoé. Der jährliche Gesamtniederschlag in der Region liegt zwischen 1000 und 1300mm und die Temperaturen variieren zwischen 16 und 37°C. Die Regenzeit dauert etwa sechs Monate.[1]
Der See ist zentraler Bestandteil des Alltagslebens der Bewohner von Tengréla. Er gilt zudem als heilige Stätte und ist Schauplatz kultureller und religiöser Riten. Zu Beginn der Regenzeit oder anderen Ereignissen werden am See Opfer gebracht. Beim Tod des Dorfoberhaupts wird für die zeremonielle Verwendung eines der geschützten Flusspferde gefangen, nachdem dies behördlich genehmigt wurde. Die Anwohner gehören zu den EthnienKaraboro und Gouin. Darüber hinaus finden sich auch Mossi-Migranten.[1][5]