Teamteaching
Das Teamteaching ist eine Form des Unterrichtes, bei der zwei oder mehr Lehrer eine Unterrichtsstunde oder -einheit gemeinsam vorbereiten, durchführen, auswerten und gegebenenfalls weiterführen.
Vorteile
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Teamteaching entfaltet seine Vorteile vor allem dort, wo Lerninhalte mit unterschiedlichen fachlichen Aspekten vermittelt oder Unterrichtsprojekte umgesetzt werden sollen, die die Sachkompetenz verschiedener Fachleute erfordern oder wo der Experte pädagogische Unterstützung braucht.
Nachteile
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Kommunikation: Lehrkräfte müssen viele Absprachen vor, nach und während dem Unterricht machen.
- Die Lehrkräfte müssen sich gut verstehen.
- Mehr Lehrkräfte sind notwendig.
Verlauf
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Informationsphase zumeist im Plenum
- Erarbeitungs-, Übungs- oder Anwendungsphase in differenzierter Form.
Während die Informationsphase zur Thematik oder Gegenstandsproblematik hinführt und ein erstes Orientierungswissen vermittelt, soll in der Differenzierungsphase der Aufarbeitung von Verständnisschwierigkeiten oder den besonderen Interessenschwerpunkten der Schüler entgegengekommen werden. Die Lehrer stehen in dieser Zeit den Schülern als beratende Betreuer zur Seite.
Allgemeines
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Teamteaching stellt keine neue unterrichtliche Sozialform dar, sondern verbindet verschiedene Sozialformen (Gruppenunterricht, Partnerarbeit oder Einzelarbeit) im Rahmen eines besonderen Differenzierungsunterrichts.
Teamteaching eignet sich besonders in heterogenen Arbeitsgruppen, in denen einige Teilnehmer besondere Förderung benötigen.[1]
Formen des Teamteachings
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]1. Unterrichten und beobachten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Eine Lehrkraft leitet den Unterricht, während die andere beobachtet und gezielt Informationen sammelt (z. B. zur Schülerbeteiligung oder zum Verhalten).
2. Unterrichten und unterstützen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Eine Lehrkraft übernimmt den Unterricht und die andere unterstützt. Diese bietet beispielsweise individuelle Unterstützung an, verteilt Aufgaben oder unterbindet Störungen des Unterrichtes.
3. Paralleles Unterrichten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Parallel unterrichtet werden zwei Gruppen einer Klasse. Inhalte und Unterrichtsräume können verschieden sein.
4. Niveaudifferenziertes Unterrichten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Parallel werden Gruppen mit unterschiedlichem Leistungsniveau unterrichtet.
5. Unterricht an Stationen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In kleinere Gruppen aufgeteilt werden verschiedene Stationen durchlaufen. Jede Lehrkraft betreut eine Station oder gibt Input an mehreren Stationen. An Stationen ohne Lehrkraft gibt es eine Selbstkontrollmöglichkeit.
6. Gemeinsames Unterrichten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Beide Lehrkräfte unterrichten gleichberechtigt und wechseln sich beim Vermitteln der Inhalte ab. Die Methode eignet sich auch bei Diskussionen mit unterschiedlichen Standpunkten.[2]
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Meike Kricke, Kersten Reich: Konstruktivistische Ansätze. In: Handbuch Modellbildung und Simulation in den Sozialwissenschaften. Springer Fachmedien Wiesbaden, Wiesbaden 2014, ISBN 978-3-658-01163-5, S. 155–179, doi:10.1007/978-3-658-01164-2_6.
- ↑ Teamteaching an Schulen | Betzold Blog. Abgerufen am 14. Dezember 2025.