Nach Norden hin fällt der Tawan Bogd steil zu der in Russland gelegenen Hochfläche des Ukokplateaus ab.[1] Nach Osten erstreckt sich der Sailjugem-Gebirgszug entlang der russisch-mongolischen Grenze. In südsüdöstlicher Richtung schließt sich der Mongolische Altai entlang der mongolisch-chinesischen Grenze an. In westlicher Richtung verläuft der Gebirgskamm des Südlichen Altais entlang der russisch-chinesischen Grenze. Das Bergmassiv besteht hauptsächlich aus Schiefergesteinen und aus Graniten.[1] Der Tawan Bogd erreicht im Chüiten eine maximale Höhe von 4374m (frühere Höhenangaben lauteten 4356m).[1] 36 Gletscher erstrecken sich über das Bergmassiv, darunter der Potanin-Gletscher und der Prschewalski-Gletscher als die beiden größten. In den 1970er Jahren hatten alle diese Gletscher noch eine Gesamtfläche von 160km², für den Potanin-Gletscher wurden damals 20 km als Länge angegeben, für den Prschewalski-Gletscher 12 km.[1] Durch den Klimawandel sind diese deutlich abgeschmolzen: Der Potanin-Gletscher hat inzwischen nur noch eine Länge von 14 km.[2] Am Fuß des Tawan Bogd-Massivs wachsen Zwergbirken.[1] In größeren Höhen herrschen alpine Vegetation, Bergtundra und Schotterflächen. In den südlich gelegenen Flusstälern von Chowd Gol und Kanas stehen Lärchenwälder.[1]
↑Kargel, Jeffrey Stuart, Global Land Ice Measurements from Space, Springer-Praxis series in geophysics, Springer 2014, ISBN 3-540-79818-8, Seite 481 ff.