Tagusens
| Tagusens – Tagusa | |||
|---|---|---|---|
| Blick auf Tagusens, dahinter der Eingang des Grödner Tals | |||
| Staat | Italien | ||
| Region | Trentino-Südtirol | ||
| Provinz | Südtirol (BZ) | ||
| Gemeinde | Kastelruth | ||
| Koordinaten | 46° 36′ N, 11° 33′ O | ||
| Einwohner | 80 (31. Dez. 2024[1]) | ||
| Telefonvorwahl | 0471 | CAP | 39040 |
Tagusens (italienisch Tagusa) ist ein kleines Dorf und Fraktion der Gemeinde Kastelruth in Südtirol. Das Dorf liegt auf einer Meereshöhe von ca. 950 Metern.[2] Im Ort leben 80 Einwohner (Stand: 31. Dezember 2024).[1]
Lage
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Tagusens liegt am Nordrand der Mittelgebirgslandschaft des Schlerngebiets, rund 2 km nördlich des Gemeindehauptorts Kastelruth hoch über dem Ausgang des Grödner Tals ins Eisacktal.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Gegend war in grauer Vorzeit bereits leicht besiedelt. Auf Niemandsfreund stand eine Wallburg, ebenso auf dem Percoll, der sich auf halbem Wege nach Tisens erhebt.
Verkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Tagusens wird für den Kraftverkehr (etwa die Buslinie 177) über eine kleine Gemeindestraße von Tisens aus erschlossen.
Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Schulmuseum Tagusens
- St.-Magdalena-Kirche mit Skulpturen des Rokoko-Künstlers Josef Konrad Wieser aus Brixen (1693–1760)[3]
Ortsname
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Name ist in einer auf den 16. März 1273 datierten Urkunde der Traditionen des Hochstifts Brixen erstmals erwähnt, die als Zeugen u. a. einen Albertus de Tacuses anführt.[4] Ob sich ein 1293 verschriftlichtes Alcusens auf den Ort bezieht, bleibt ungeklärt.
Der Ortsname könnte mit dem belegten venetischen Personennamen TECVSENVS in Zusammenhang gebracht werden.[5]
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 Zahlen und Fakten. In: gemeinde.kastelruth.bz.it. Marktgemeinde Kastelruth, abgerufen am 10. August 2025.
- ↑ Tagusens - Kastelruth - Südtirol, Dolomiten. In: seiser-alm.it. Abgerufen am 4. Mai 2022.
- ↑ Tagusens, Südtiroler Land Tourismus, abgerufen am 4. Mai 2022
- ↑ Oswald Redlich (Hrsg.): Die Traditionsbücher des Hochstifts Brixen vom zehnten bis in das vierzehnte Jahrhundert (= Acta Tirolensia. Band 1). Wagner, Innsbruck 1886, S. 220, Nr. 610 (google.it).
- ↑ Diether Schürr: Tagusens und so weiter. In: Der Schlern 75, 2001, S. 135–145.