Überregional bekannt ist der Verein durch seine Handballabteilung, deren Männer an allen Spielzeiten der Feldhandball-Bundesliga teilnahmen. Da die Bundesligasaison 1972 wegen der Vorbereitung der Nationalspieler auf die Olympischen Sommerspiele ausgesetzt wurde, wurde eine Pokalrunde 1972 ohne Beteiligung der Nationalspieler gespielt.[1] Die Turnerschaft erreichte in der Gruppe Süd den zweiten Tabellenplatz,[2] konnte sich im Halbfinale gegen den Tabellenersten der Gruppe Nord, den VfL Eintracht Hagen, mit 17:12 und 16:16 durchsetzen und besiegte im Finale in Rüsselsheim den TV Hochdorf mit 17:15 nach Verlängerung,[3] wodurch sie erster und einziger Deutscher Pokalsieger im Feldhandball wurde.
Im Hallenhandball stieg die TS Steinheim am Ende der Saison 1973/74 als Tabellenerster der Regionalliga Südwest und nach gewonnenem Entscheidungsspiel gegen den punktgleichen SC Borussia 04 Fulda in die Bundesliga auf.[4] Nachdem das Team am Ende der Saison 1974/75 auf Tabellenplatz Acht der Südgruppe stand,[5] folgten zwei Relegationsspiele gegen den Tabellenachten der Nordgruppe, den OSC 04 Rheinhausen, von denen das erste mit 14:13 gewonnen, das zweite aber mit 8:12 verloren wurde, was den Abstieg zur Folge hatte.[6]
Seit 2009 bildet die Handballabteilung der TS Steinheim zusammen mit den Handballern des TV Kesselstadt eine Handballspielgemeinschaft, die HSG Hanau, deren Jugendmannschaft seit 2011 in der A-Jugend-Bundesliga spielt.